Corona-Liveblog: Viele infizierte Urlaubsrückkehrer - Corona verschärft Handwerks-Krise

In Thüringen steigen die Infektionszahlen weiter. In immer mehr Kommunen haben sich Urlauber infiziert. Jena einen äußerst schweren Krankheitsverlauf bei einer Frau. Im Handwerk verschärft sich unterdessen die Krise.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Foto: Jens Büttner / dpa

12. August

15.57 Uhr: Nachwuchs fehlt: Dramatische Situation im Thüringer Handwerk

Die Corona-Krise verschärft die Probleme der Thüringer Handwerksbetriebe bei der Nachwuchssuche. Bis zum Ausbildungsbeginn im August seien knapp 2000 Lehrverträge mit jungen Leute abgeschlossen worden, sagte der Geschäftsführer des Thüringer Handwerkstags, Thomas Malcherek, der Deutschen Presse-Agentur.

"Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als bereits viele Ausbildungsstellen unbesetzt blieben, liege allein im größten Kammerbezirk Erfurt bei 10,2 Prozent. „Das ist ein Abbruch bei den Ausbildungszahlen. Das ist eine Krise“, erklärte Malcharek.

Bis Ende Juli gab es etwa in Ostthüringen 23 Prozent weniger zustande gekommene Ausbildungsverträgen, heißt es bei der IHK Ostthüringen. Dies sei auf die Verunsicherung der Schulabsolventen durch Corona zurückzuführen, die nicht wussten, ob sie nun eine Ausbildung beginnen sollten oder nicht. Derzeit sei jedoch auch hierbei ein Aufschwung von neuen Ausbildungsverträgen zu verzeichnen.

15.41 Uhr: Vier neue Infizierte im Kreis Greiz

im Landkreis Greiz ist die Zahl der COVID-19-Infektionen laut Landratsamt weiter gestiegen. Aktuell liegt die Zahl bei 678, das heißt vier Neuinfektionen sind hinzu gekommen. Ein Fall steht im Zusammenhang mit den Reiserückkehrern aus Bulgarien, die drei anderen Fälle sind im Umfeld der bereits in der Mitteilung am Montag erwähnten Familienfeier aufgetreten. Damit steigt die Zahl der aktuell mit Corona Infizierten auf 14 im Landkreis Greiz.

15.10 Uhr: Eisenacher Unternehmen entwickelt Schutzmaske mit eingebautem Virenkiller-Filter

In Zeiten der Corona-Pandemie gewinnt die Entwicklung ganz besonderer FFP3-Schutzprodukte große Bedeutung. Die in Kooperation mit einem vogtländischen Textilunternehmen vom Eisenacher Unternehmen „Intercept Technology“ entwickelten und produzierten Nase-Mund-Masken filtern Viren und Bakterien nicht nur, sie können diese auch aktiv abtöten.

14.45 Uhr: Saale-Holzland-Kreis seit zwei Monaten ohne Corona-Fall

Seit zwei Monaten sind im Saale-Holzland-Kreis keine neuen Fälle von Corona-Infektionen bekannt geworden. Vier Personen befinden sich aktuell in Quarantäne, für 1.014 Menschen endete die Quarantänezeit bereits.

14.17 Uhr: Kreis Gotha plant Corona-Bonus für Städte und Gemeinden

Der Landkreis Gotha will seine Städte und Gemeinden 2021 finanziell entlasten und eine deutlich geringere Kreisumlage erheben als in der bisherigen Finanzplanung vorgesehen, heißt es in einer Mitteilung. Landrat Onno Eckert (SPD) erklärte. „Die Kommunen haben bereits jetzt mit Gewerbesteuer-Stundungen oder gar erheblichen -ausfällen infolge der Corona-Pandemie zu kämpfen“.

Konkret sehen die aktuellen Planungen für 2021 eine Kreisumlage von 47,55 Mio. Euro vor – gut drei Mio. Euro weniger, als in der langfristigen Finanzplanung kalkuliert war (50,55 Mio. Euro für 2021). Damit würden grundsätzlich alle Kommunen profitieren. Gotha, Waltershausen oder Ohrdruf müssten sogar weniger zahlen als in diesem Jahr. Der Kreistag muss dazu noch entscheiden.

13.55 Uhr: Spahn: Anstieg der Corona-Infektionszahlen besorgniserregend

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht den Anstieg der Corona-Infektionszahlen als Alarmzeichen. „Das ist ohne Zweifel besorgniserregend“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk. „Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich - wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen - eine Dynamik entfalten.“ Es gelte, „sehr, sehr wachsam“ zu sein, weil es nicht mehr nur lokale Ausbrüche seien.

Das Robert Koch-Instituts (RKI) hatte am Mittwochmorgen im Internet mitgeteilt, dass innerhalb eines Tages 1226 neue Corona-Infektionen gemeldet worden seien. Das ist der höchste Wert seit Anfang Mai. Der Höhepunkt hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.

13.06 Uhr: Bisher 154 bestätigte Fälle im Ilm-Kreis

Dem Gesundheitsamt im Ilm-Kreis sind derzeit 154 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion bekannt. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurde demnach ein weiterer Fall gemeldet. 141 Infizierte gelten als genesen, sechs sind an dem Virus verstorben. In den Ilm-Kreis-Kliniken werden zurzeit weder Verdachtsfälle noch bestätigte Fälle behandelt. In Quarantäne befinden sich sieben Patienten.

12.38 Uhr: Aktuell vier Personen im Landkreis Sömmerda infiziert

Dem Gesundheitsamt vom Landkreis Sömmerda sind aktuell vier aktive Covid-19-Fälle bekannt. Seit dem Ausbruch der Pandemie ist bei insgesamt 47 Personen das Sars-CoV-2-Virus durch ein positives Abstrich-Ergebnis nachgewiesen worden. 42 davon sind genesen. Eine Person ist verstorben. Alle aktiven Fälle stehen im Zusammenhang mit Reiserückkehrern aus Risikogebieten.

11.30 Uhr: Im Gastgewerbe sehen 60 Prozent ihre Existenz bedroht

Etwa 60 Prozent der Betreiber von Gaststätten und Hotels in Deutschland sehen die Corona-Krise inzwischen als Existenzbedrohung an. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga unter 7200 Gastronomen und Hoteliers, über die die „Bild“-Zeitung berichtete.

Demnach gaben 59,6 Prozent der teilnehmenden Betriebe an, sie kämpften wegen der Folgen der Seuche ums wirtschaftliche Überleben. Für den Zeitraum Januar bis Juli nannten die Befragten im Durchschnitt einen Umsatzverlust von 60,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei betrugen die Einbußen im März 63 Prozent, im April 86,8 Prozent, im Mai 73,7 Prozent, im Juni 52,2 Prozent und im Juli 43,2 Prozent.

10.36 Uhr: Zwei Neuinfektionen in Erfurt

In Erfurt haben sich zwei weitere Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der bisher Infizierten steigt damit im Vergleich zu gestern (155) auf 157 an. Eine infizierte Person befindet sich noch immer in stationärer Behandlung. Von den 157 Corona-Infizierten gelten bisher 140 als genesen, zwei Personen überlebten den Virus nicht. Von den aktuell 15 Neuinfizierten zählen 13 davon zu den Reiserückkehrern.

9.20 Uhr: Frau mit schwerem Krankheitsverlauf in Jenaer Klinik

Eine weitere Person ist in Jena positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Frau werde im Universitätsklinikum Jena behandelt und die Krankheit zeige einen schweren Verlauf, teilt die Stadtverwaltung am Mittwoch mit.

Bisher sind in Jena 165 Fälle bekannt geworden. Zwei Fälle sind aktiv.

7.35 Uhr: Öffnungspläne für Schulen und Kindergärten: Landkreise fühlen sich übergangen

Der Thüringer Landkreistag hat die Informationspraxis von Bildungsminister Helmut Holter (Linke) während der Corona-Pandemie harsch kritisiert. So seien die Landkreise nicht rechtzeitig und ausreichend angehört worden. Mehr lesen Sie hier.

7.13 Uhr: Land bessert Corona-Überbrückungshilfe auf

Das Land Thüringen stockt die neuen Corona-Überbrückungshilfen des Bundes mit eigenen Landesmitteln noch einmal auf. Den Förderanspruch haben Unternehmer, die mit deutlichen Umsatzeinbußen zu kämpfen haben. Mehr dazu hier.

6.48 Uhr: Rückkehrer-Tests am Flughafen in Erfurt gefordert

Thüringen brauche dringend Corona-Teststellen für Reiserückkehrer am Flughafen Weimar-Erfurt sowie an ausgewählten Bahnhöfen, lautet die Forderung der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Thüringer Wirtschaft. Was der Verband befürchtet, lesen Sie hier.

11. August

19.18 Uhr: Trotz Corona und Wirtschaftsflaute: Im Kreis Gotha gibt es Firmengründungen

Wir stellen einige der Geschäftsideen vor: .

14.11 Uhr: Staatskanzlei: Finanzhilfen für private Hörfunkanbieter

Die privaten Hörfunkanbieter in Thüringen, die in der Corona-Krise unter Umsatzeinbußen leiden, sollen staatliche Unterstützung erhalten. Das kündigte der Chef der Thüringer Staatskanzlei, Benjamin-Immanuel Hoff (Linke), am Dienstag in Erfurt an. Viele private Rundfunksender seien in eine existenzgefährdende Situation geraten, erklärte er. Mit einem Förderprogramm des Bundes, für das Thüringen jetzt die nötige Verwaltungsvereinbarung vorbereite, solle der drohende Verlust von Meinungsvielfalt und Medienpluralismus abgewendet werden.

Zusammen mit der Landesmedienanstalt werde es eine pragmatische Lösung möglichst noch im August geben, kündigte Hoff an. Nach seinen Angaben hat das Kabinett am Dienstag in einer Videokonferenz die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Land beraten. Geplant sei eine schnelle Unterzeichnung des Papiers. Ziel sei es, Umsatzeinbußen und Insolvenzrisiken bei den privaten Radiostationen in Folge der Pandemie zu verringern.

13.27 Uhr: Ein weiterer Corona-Fall im Kreis Gotha

Ein neuer Covid-19-Fall ist im Landkreis Gotha vom Gesundheitsamt erfasst worden. Damit gelten aktuell in der Region fünf Menschen als infiziert. Die Gesamtzahl aller bisher Infizierten stieg auf 326.

13.21 Uhr: Vier Neuinfektionen in Kreisen Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen

Die Zahl aller bisher mit dem Coronavirus infizierten Personen ist im Landkreis Schmalkalden-Meiningen auf 180 gestiegen. Wie das Landratsamt am Dienstag mitteilte, sind im Vergleich zum Vortag drei weitere Corona-Fälle nachgewiesen worden. Damit gibt es aktuell 13 aktive Fälle im Landkreis, vier Patienten befinden sich in stationärer Behandlung.

Im Kreis Hildburghausen wurde ein weiterer Corona-Fall bekannt. Hier stieg die Gesamtzahl aller bisher Infizierten auf 87. Aktuell gibt es zwei aktive Fälle in der Region.

12.30 Uhr: Thüringer CDU fordert Perspektiven für Veranstalter und Messen

Die CDU-Fraktion hat die Landesregierung aufgefordert, Veranstaltern und Messen trotz Corona-Pandemie eine Perspektive zu geben. „Bereits jetzt wird deutlich, dass auch im ersten Halbjahr des Jahres 2021 nur wenige Veranstaltungen und Messen stattfinden werden“, erklärte der CDU-Tourismuspolitiker Andreas Bühl am Dienstag in Erfurt. Die Branche stehe damit vor einer extrem langen Durststrecke. Messen und andere Großveranstaltungen sind nach der Corona-Verordnung, die zunächst bis Ende August gilt, wegen der Infektionsgefahr untersagt.

Bühl verlangte von der rot-rot-grünen Landesregierung ein Konzept, „das den Veranstaltern und Messebetreibern über das Jahr 2020 hinaus eine Perspektive bietet und ihr wirtschaftliches Überleben sichert“.

Schließlich liefen die Corona-Überbrückungshilfen des Bundes nur bis Ende August. Die Thüringer Hilfen würden nach aktuellem Stand bis Ende Dezember 2020 gewährt. Es gebe bisher keine verlässlichen Zusagen für eine Unterstützung der Unternehmen darüber hinaus, monierte der CDU-Abgeordnete. Die CDU forderte zudem eine Entscheidung, ob und welche größeren Veranstaltungen, darunter möglicherweise auch Volksfeste, in den kommenden Monaten erlaubt würden.

11.20 Uhr: Weitere Bulgarien-Urlauber aus dem Saale-Orla-Kreis infiziert

Zwei weitere Mitglieder einer Reisegruppe, die gemeinsam in Bulgarien am Goldstrand Urlaub gemacht hatte, sind nun auch positiv auf SARS-CoV2 getestet worden. Auch eine Kontaktperson einer positiv getesteten Frau aus dieser Gruppe wurde nach deren Rückkehr aus dem Urlaub infiziert. Sämtliche Personen dieser Gruppe sind im Orlatal wohnhaft und befinden sich in Quarantäne.

Inzwischen seien fünf der acht Mitglieder der Gruppe positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, teilt das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises mit. „Dieser Fall zeigt dem Fachdienst Gesundheit, wie unzuverlässig einmalige Tests bei Reiserückkehrern sind. Es wird dringend empfohlen, nach fünf bis sieben Tagen einen weiteren Test zu machen“, erklärt Amtsarzt Torsten Bossert.

11 Uhr: Urlaubsrückkehrer in Jena positiv auf Corona getestet

Dem Fachdienst Gesundheit in Jena liegt ein positives Testergebnis auf Corona vor. Es handele sich um einen Urlaubsrückkehrer, der sich mit seiner Familie im Ausland außerhalb eines Risikogebietes aufgehalten hatte. Die Reisegruppe befindet sich nun in Quarantäne und es werden Kontrolltests durchgeführt.

Damit sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie in Jena 164 bestätigte Fälle zu vermelden, einer davon ist aktiv.

Trotz Corona-Krise mehr Baugenehmigungen für Wohnungen

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Thüringen ist gestiegen. Im ersten Halbjahr wurden von den Behörden 2472 Projekte mit insgesamt rund 3000 Wohnungen vor allem in Mehrfamilienhäusern genehmigt, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Erfurt mitteilte. Das waren 4,2 Prozent oder 121 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Mehr als ein Drittel des geplanten neuen Wohnraums entfiel auf Einfamilienhäuser - allerdings wurden 59 weniger Häuser verbucht als im ersten Halbjahr 2019.

10.24 Uhr: Kleinkind aus dem Ilm-Kreis nach Urlaubsreise positiv getestet

Mit Stand vom 11. August 2020 sind dem Gesundheitsamt 153 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion bekannt. 140 Fälle gelten als genesen, sechs sind verstorben. Es befinden sich sieben Fälle und die dazu gehörigen Kontaktpersonen in Quarantäne. Des Weiteren werden in den Ilm-Kreis-Kliniken drei Verdachtsfälle isoliert, einer davon intensivmedizinisch behandelt. Hier stehen die Abstrich-Ergebnisse noch aus. Bei dem am Dienstag gemeldeten Fall handelt es sich um ein Kleinkind.

9.45 Uhr: Thüringer Kliniken wollen an Einschränkungen bei Besuchen festhalten

Vor Corona gab es so gut wie keine Restriktionen. Mit Beginn der Pandemie wurde es auf den Klinikfluren schlagartig ruhiger. Wegen des Infektionsrisikos wurden bis auf wenige Einzelfälle sämtliche Besuche gestrichen und in einigen Krankenhäusern sogar werdende Väter aus dem Kreißsaal verbannt.

Im Zuge der Lockerungen sind zwar wieder Besuche am Krankenbett möglich, aber stark reglementiert. Viele Patienten und Ärzte begrüßen die Beschränkung der Besuchszeiten in Krankenhäusern und wollen sie beibehalten. Hier erfahren Sie mehr.

9.07 Uhr: Zwei neue Corona-Infektionen in Erfurt bestätigt

Am Dienstagvormittag gab die Stadt Erfurt zwei neue Coronavirus-Infektionen bekannt. Eine infizierte Person befindet sich in stationärer Behandlung. Von den nun insgesamt 155 Corona-Infizierten gelten 140 als genesen. Zwei Personen mit Corona-Infektion sind im Frühjahr verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 13 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

8.45 Uhr: Vier neue Corona-Fälle im Landkreis Greiz

Vier neue Corona-Fälle meldet das Gesundheitsamt Greiz. Sie stammen alle aus Münchenbernsdorf. Die neuen Corona-Fälle seien nach einer Feierlichkeit außerhalb des Landkreises aufgetreten.

Väter dürfen unterdessen .

8 Uhr: Reiserückkehrer müssen in Thüringen mit Kontrollen rechnen

Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen laut Thüringer Gesundheitsministerium in ihren Heimatorten mit Kontrollen der Test- und Quarantänepflicht durch die zuständigen Gesundheitsbehörden rechnen. 72 Stunden haben sie Zeit, sich auf Corona testen zu lassen. Bei Verstößen drohen Geldbußen.

7.10 Uhr: Thüringer Firmen wollen Dienstreisen stark reduzieren

Viele Thüringer Unternehmen und Wirtschaftsverbände werden ihre Mitarbeiter auch nach der Corona-Krise seltener auf Dienstreisen schicken. Einige Arbeitgeber, darunter der Jenaer Software-Anbieter Intershop, erwarten, dass bis zu 50 Prozent der Dienstreisen in der Zukunft durch Telefon- oder Videokonferenzen ersetzt werden können. Die Geschäftsführerin der Erfurter Q-Soft GmbH, Milen Volkmar, rechnet mit bis zu 30 Prozent weniger Dienstreisen.

Es habe die Erfahrungen der vergangenen Monaten gebraucht, um stärker auf digitale Kommunikation zu setzen, sagte Volkmar. „Das wird bleiben, das wird sich noch verstärken.“ Auch der Verband der Thüringer Wirtschaft sieht diesen Trend. „Es läuft jetzt schon viel digital. Aber die Videoschaltkonferenz wird die persönliche Begegnung nicht ganz ersetzen“, sagte Verbandssprecherin Ute Zacharias. Ähnlich äußerte sich der Verband der Thüringer Wohnungswirtschaft.

10. August

21.15 Uhr: Corona-(Frei)zeit nutzen Menschen zum Entrümpeln

Während der Corona-Zeit fällt in der Region mehr Altpapier und Sperrmüll als üblich an. Die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftszweckverbands erhielten eine Bonuszahlung.

20.05 Uhr: Eine Neuinfektion in Weimar

Ein Reiserückkehrer ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Damit gibt es jetzt drei Infizierte in Weimar.

19.21 Uhr: So setzen die Freibäder in der Region um Gera Corona-Regeln um

Das vergangene Wochenende bot aufgrund der Hitze ideale Voraussetzungen für einen Ausflug ins Freibad. Das war auch in den Bädern der Region Gera zu spüren.

Eine Leserin beschwert sich unterdessen, weil sie am Sonntag gegen 17 Uhr nicht mehr ins Hermsdorfer Bad durfte. .

17.49 Uhr: So viel hat Bad Sulza durch Corona-Krise eingebüßt

Etwa eine halbe Million Euro sind Bad Sulza wegen der Corona-Auswirkungen entgangen. Die Haushaltsplanung bleibe jedoch stabil. Das sind die Zahlen im Einzelnen.

16 Uhr: Jeweils ein neuer Corona-Fall im Kreis Gotha und im Eichsfeld

Stand Montag gelten vier Personen im Kreis Gotha an Covid-19 erkrankt, eine davon müsse stationär behandelt werden, so das Landratsamt Gotha.

Eine Neuinfektion mit dem Corona-Virus vermeldet ebenso das Landratsamt Eichsfeld am Montag. Die Anzahl der bisher mit dem Virus Infizierten steigt somit auf 163 an. 152 Eichsfelder sind von der Erkrankung genesen.

13.45 Uhr: Keine „versteckte SMS“ am Saalburger Beach festgestellt

Entgegen so mancher Befürchtung, dass am zweiten August-Wochenende alternative „SonneMondSterne“-Partys im Bereich des Bleilochstausees stattfinden könnten, gab es keinerlei derartige Aktivitäten, teilte das Landratsamt Saale-Orla am Montag mit. Allerdings gab es mehrere Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs. Das waren die Gründe:

12.59 Uhr: Landratsamt Altenburger Land: Bisher keine Verstöße gegen Hygieneauflagen

Familienfeste und Grillpartys, Freibadbesuche und erste größere Veranstaltungen wie das Festival „Jagd auf am See“ am Haselbacher See – der Sommer 2020 lockt trotz Coronapandemie die Menschen zunehmend ins Freie und bringt sie zusammen.

12.49 Uhr: Sechs bzw sieben aktive Infektionen im Ilm-Kreis und in der Wartburg-Region

Dem Gesundheitsamt des Ilm-Kreises sind 152 bestätigte Corona-Fälle bekannt. 140 Fälle gelten dabei als genesen, sechs Menschen sind verstorben. Es befinden sich sechs Fälle und mit Kontaktpersonen in Quarantäne.

In den Ilm-Kreis-Kliniken sind vier Verdachtsfälle isoliert, sie werden aber nicht intensivmedizinisch behandelt. Hier stehen die Abstrich-Ergebnisse noch aus.

Bei den zwei neuen Fällen, die sich über das Wochenende ergeben haben, handelt es sich um bereits ermittelte Kontaktpersonen des bestätigten Falles, der am 6. August gemeldet worden war.

In der Wartburg-Region gibt es offiziell noch fünf aktive Infektionen. Laut Behördenangaben sind diese wie folgt verteilt:

Eisenach                    2
Stadt Werra-Suhl-Tal 1
Gerstungen 1
Unterbreizbach 1
Krayenberggemeinde 1
Vacha 1

Insgesamt gab es bisher in der Wartburg-Region 237 Infektionen und sechs Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

10.20 Uhr: Drei Neuinfizierte übers Wochenende in Erfurt

Die Stadt Erfurt hat am Montagmorgen drei neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit gibt es der zeit 13 infizierte Menschen, wovon einer im Krankenhaus behandelt wird. Somit haben sich seit Beginn der Ausbreitung des Virus 153 Einwohner angesteckt. Davon verstarben bisher zwei.

9.07 Uhr: Keine Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer am Flughafen in Erfurt

Seit Samstag gilt eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten in ganz Deutschland. Am Flughafen Erfurt gibt es dafür aber bisher noch gar keine Teststelle. Am Wochenende war bereits eine Maschine aus Bulgarien mit 30 Passagieren gelandet.

9. August

20.10 Uhr: 165.000 Euro Spenden für Studenten in Not an Uni Jena

Bei der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind bislang mehr als 165.000 Euro Spenden für Studentinnen und Studenten in Not zusammengekommen. Das Geld ist für einen Notfonds der größten Universität in Thüringen bestimmt und sei von Alumni, Freunden und Mitarbeitern der Universität gekommen, sagte die Sprecherin der FSU, Katja Bär. Die Spendenbereitschaft habe nachgelassen seit es die staatlichen Mittel und Kredite gebe. "Wir wissen jedoch, dass der Bedarf noch immer hoch ist und noch einige Studierende wirklich in Not sind." Auch andere Hochschulen haben eigene Hilfsprogramme für Studenten aufgelegt, die durch die Corona-Krise in Not geraten sind. Beim Studierendenwerk Thüringen haben inzwischen Tausende junge Menschen Unterstützung von Bund und Land beantragt.

19.25 Uhr: Reproduktionszahl weiter über Wert 1

Zum ersten mal seit einigen Tagen hat das Robert Koch-Institut am Sonntag unter 1000 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Demnach haben die Gesundheitsämter in Deutschland innerhalb von 24 Stunden 555 neue Corona-Fälle registriert. Der R-Wert ist weiter leicht gestiegen. Drei Tage lang hatte die Zahl der Neuinfektionen in Deuschland über 1000 gelegen – zum ersten Mal wieder seit Mai. Die Zahl der Neuinfektionen lag damit am Sonntag im Vergleich zu den Werten der Vortage etwa nur halb so hoch. Ein Grund dafür kann sein, dass an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln.

17 Uhr: Werner glaubt nicht an ein baldiges Ende der Maskenpflicht

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) rechnet nicht mit einem baldigen Ende der Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften. "Zumindest sagen uns die Wissenschaftler, dass im Herbst das Infektionsrisiko steigt", sagte Werner der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Im Herbst und im Winter hielten sich die Menschen öfter in geschlossenen Räumen auf und lüfteten weniger. "Deswegen wird das Risiko eher steigen. Und dann ist die Alltagsmaske ein sehr einfachse Mittel, das auch viel helfen kann", sagte Werner. In Thüringen sind Mund-Nasen-Bedeckungen zum Beispiel in Bussen, Zügen und Straßenbahnen Pflicht. Auch in Geschäften müssen die Menschen eine Alltagsmaske tragen, oder Mund und Nase mit einem Schal bedecken.

8. August

8.54 Uhr: Ab heute gelten Pflichttests für Reiserückkehrer

Angesichts der Rückreise vieler Sommerurlauber nach Deutschland werden Rufe nach weiteren Maßnahmen gegen das Coronavirus laut. Wer aus einem Risikogebiet mit vielen Corona-Fällen heimkehrt, muss sich ab Samstag nach der Einreise testen lassen. Das geht einigen aber nicht weit genug.

7. August

17.51 Uhr: Neuinfektionen bei Familie aus Weimar

In Weimar hat es sowohl am Donnerstag als auch am Freitag jeweils eine neue per Test bestätigte Corona-Infektion gegeben. Die beiden neu Erkrankten gehören zu einem familiären Umfeld. Die Kontaktpersonen werden noch ermittelt.

16.15 Uhr: Corona-Isolation: Können Kinder von Eltern getrennt werden?

Dürfen Kinder im Falle einer Corona-Infektion von ihren Eltern getrennt werden? Diese Frage sorgt für Aufregung. Hintergrund sind Anschreiben von Gesundheitsämtern in mehreren Bundesländern. Lesen Sie hier, was die Behörden dazu sagen.

15.42 Uhr: Noch ein aktiver Corona-Fall im Kyffhäuserkreis

Einen an Corona-Infizierten gibt es derzeit im Kyffhäuserkreis. Zwei Personen sind im Vergleich zum Vortag genesen, teilte die Kreisverwaltung mit. Im Landkreis haben sich bisher 55 Menschen mit dem Virus angesteckt. Verstorben ist im Kyffhäuserkreis im Zusammenhang mit Covid-19 niemand. 23 Kontaktpersonen aus dem Altkreis Artern befinden sich derzeit in Quarantäne. Das sind sieben Personen weniger als am Vortag. Die Index-Fälle liegen im Kyffhäuserkreis. Die Terminvergabe für Testabstriche und die Infektionspraxis erfolgt weiterhin über Hausärzte.

14.28 Uhr: Zwei Neuinfektionen im Kreis Gotha

Zwei neue positive Tests auf das Coronavirus meldet das Landratsamt Gotha. Somit steigt die Gesamtzahl der Erkrankten auf 324. Die Infizierten müssen nicht stationär behandelt werden. Im Kreis Gotha gelten derzeit drei Personen als an Covid-19 erkrankt. Erst am Donnerstag war die erste Neuinfektion seit mehr als einer Woche bekannt gegeben worden. Das Landratsamt weist auf Meldepflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten hin.

14 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall in Eisenach

In Eisenach ist eine weitere Person im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Es handelt sich um eine 88-jährige Frau aus der Wartburgstadt.

12 Uhr: Erfurt meldet zwei neue Infektionen

Am Freitag wurden in Erfurt zwei neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit wurden in Erfurt insgesamt 150 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Von 150 Corona-Infizierten gelten 138 als genesen, zwei Personen mit Corona-Infektion sind im Frühjahr verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell zehn nachgewiesene Infektionen mit dem Virus. Fast alle Infizierten sind Kroatien-Rückkehrer.

11.50 Uhr: Thüringen fährt Corona-Teststationen für Reiserückkehrer wieder hoch

Wegen der von Samstag an geltenden Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten will die Kassenärztliche Vereinigung (KV) die Testkapazitäten in Thüringen wieder ausbauen.

11.30 Uhr: Neuer Infektionsfall im Kreis Sömmerda

Dem Gesundheitsamt Sömmerda wurde am 6. August 2020 eine Corona-Neuinfektion gemeldet. Gleichzeit konnte ein Patient die Quarantäne verlassen. Damit bleibt es im Landkreis Sömmerda bei zwei aktiven Covid-19-Fällen. Seit dem Ausbruch der Pandemie ist im Landkreis Sömmerda bei insgesamt 45 Personen das Sars-CoV-2-Virus durch ein positives Abstrich-Ergebnis nachgewiesen worden. 42 Covid-19-Patienten sind genesen. Eine Person ist verstorben.

11.15 Uhr: Tochter von erkrankter Frau im Orlatal ebenfalls positiv getestet

Ebenfalls positiv auf das Corona-Virus getestet wurde nun die vierjährige Tochter einer erkrankten Frau im Orlatal. Bei der betroffenen Familie konnte die Infektionsquelle bisher nicht ermittelt werden. Die Familie befindet sich in häuslicher Quarantäne. Der erste Test bei dem Mädchen war negativ ausgefallen.
Nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts werden in vorgeschriebenen Fristen zweite Tests gemacht.

11 Uhr: Reiserückkehrer im Kreis Nordhausen positiv getestet

Im Kreis Nordhausen ist eine neue Corona-Infektion registriert worden, berichtet das Landratsamt. Bei der Neuinfektion soll es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet handeln. Das Nordhäuser Gesundheitsamt habe die Kontaktpersonen ermittelt. Acht Personen aus dem unmittelbaren Umfeld müssen in Quarantäne.

Der Reiserückkehrer habe sich freiwillig zum Test gemeldet. Da der Infektionsweg nachvollziehbar ist und außerhalb des Landkreises war, ändere sich nichts an der bisherigen vorteilhaften Risikoeinschätzung für den Landkreis Nordhausen, meint das Landratsamt.

9.25 Uhr: CDU-Wirtschaftsrat fordert Verbot für Reisen in Risikogebiete

Nach der Ankündigung verpflichtender Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten fordert der CDU-Wirtschaftsrat ein generelles Reiseverbot für solche Regionen. „Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden“, sagte Wolfgang Steiger, der Generalsekretär des CDU-nahen Verbands, der „Bild“-Zeitung (Freitag). „Das Reiserecht kann nicht höher bewertet werden, als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown droht.“

Das Arbeits- und Schulleben ein zweites Mal wegen hoher Neuinfektionszahlen herunterzufahren, könne sich die Bundesrepublik „nur unter erheblichsten Schwierigkeiten nochmal leisten“. „Das muss allen klar sein. Deshalb erwarte ich von der Politik mehr vorausschauendes Handeln als jetzt bei der schon lange erwartbaren Rückreisewelle aus den Ferien“, sagte Steiger.

Urlauber aus Corona-Risikogebieten müssen sich von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen - außer, sie haben schon ein frisches negatives Ergebnis dabei. Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor - aktuell stehen darauf etwa 130 der weltweit knapp 200 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA. Aus der EU sind derzeit Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste.

7 Uhr: Nur wenige Firmengründungen während der Krise

Die Corona-Pandemie macht sich in Thüringen auch in der Zahl der Gewerbeanmeldungen bemerkbar. Die Zahlen für Mai gibt das Thüringer Landesamt für Statistik zwar erst am heutigen Freitag bekannt, doch schon im April schlug sich der Lockdown diesbezüglich nieder: Nach Angaben der Behörde, die die von den Gewerbeämtern der Landkreise und kreisfreien Städte übermittelten Daten addiert hat, sei ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum April 2019 zu verzeichnen gewesen. Manche Gründer haben den Schritt in die Selbstständigkeit dennoch gewagt, wie zum Beispiel die Weimarer Röstbrüder.

6.30 Uhr: Heißluftballons trotz Corona im Wettbewerb in Thüringen

Mit 27 Heißluftballons aus Deutschland und der Schweiz beginnen am Freitag im Heldburger Land in Südthüringen Wettbewerbe der Ballonfahrer. Unter den 23 Teams aus Deutschland ist auch die deutsche Nationalmannschaft, wie Swen Gaudlitz, Vorsitzender des Ballonsportclubs Thüringen, sagte. Sie starten bei der sogenannten Montgolfiade an den drei Tagen zu Wettkampffahrten im Landkreis Hildburghausen. Nach Angaben des Vereinsvorsitzenden ist die Thüringer Montgolfiade coronabedingt der einzige Ballonsportwettbewerb in diesem Jahr in Deutschland.

Allerdings kommt auch er nicht um Einschränkungen wegen der Coronaviruspandemie herum. „Kein Ballonglühen, kein Volksfest“, bringt Gaudlitz die Beschränkungen auf einen Nenner. Gerade das Ballonglühen, bei dem die Ballons farbenprächtig am nächtlichen Himmel stehen, ist bei vielen Zuschauern beliebt. „Das wird eben diesmal eine reine Sportveranstaltung“, so Gaudlitz.

6. August

17.45 Uhr: Aktionärstreffen der Jenoptik AG erstmals im Internet

Neue Erfahrung für Aktionäre der börsennotierten Jenoptik AG: Ihr jährliches Treffen, bei dem der Vorstand über die Geschäftsentwicklung informiert, findet am Freitag erstmals online statt. Via Internet sollen die Anteilseigner auch über die Höhe der Dividende entscheiden. Wegen der wirtschaftlichen Belastung durch die Corona-Krise soll weniger Geld an sie ausgeschüttet werden als ursprünglich geplant.

15.25 Uhr: Neuer Corona-Fall im Landkreis Gotha bestätigt

Eine weitere Person aus dem Landkreis Gotha ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilt das Landratsamt Gotha mit. Zeitgleich ist ein Infizierter aus dem Krankenstand entlassen worden und gilt nun als genesen. Die Gesamtzahl der Infektionen im Kreis Gotha wächst somit auf 322. Die neu erkrankte Person muss nicht stationär behandelt werden. 291 zuvor positiv getestete Landkreisbewohner gelten als genesen, 30 sind bisher verstorben.

14 Uhr: Gewerkschaft kritisiert sinkende Corona-Disziplin auf Baustellen

Die Corona-Regeln zur Eindämmung der Infektionsgefahr werden nach Einschätzung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt auf Baustellen in Thüringen immer häufiger unterlaufen. Die Corona-Disziplin sinke, es gebe zunehmend Verstöße gegen das Abstandsgebot und Hygiene-Regeln, teilte die IG Bau am Donnerstag in Erfurt mit. Der Vorsitzende der IG BAU Erfurt, Ralf Eckardt, warnt vor den Folgen. Bauunternehmen dürften nicht die Kosten zum Schutz ihrer Mitarbeiter scheuen.

12.30 Uhr: Fünf Neuinfektionen in Erfurt

In Erfurt ist die Zahl der positiv getesteten Personen in den letzten 24 Stunden um fünf gewachsen. Vier der fünf positiv Getesteten sind Reiserückkehrer aus Regionen, die nicht als Risikogebiet ausgewiesen sind. Hier lesen sie mehr.

12 Uhr: Arnstadt und Ilmenau eröffnen bereits geschlossene Abstrichstellen wieder

Ein neuer Coronafall wurde am Donnerstag im Gesundheitsamt des Ilm-Kreises gemeldet. Das erklärte eine Pressesprecherin des Ilm-Kreises. Derzeit würden die Kontaktpersonen des Betroffenen ermittelt. Sie werden ebenso wie der Erkrankte selber in häusliche Quarantäne geschickt.

Im Ilm-Kreis gibt es damit insgesamt 150 positive Testergebnisse auf Covid-19. 137 Patienten sind inzwischen wieder gesund. Sechs starben an oder mit der Erkrankung. Derzeit befinden sich sieben Betroffene und ihre Kontaktpersonen in Quarantäne. Eine Krankenhausbehandlung ist bei keinem der Betroffenen nötig, auch Verdachtsfälle befinden sich derzeit nicht in den Ilm-Kreis-Kliniken.

Vorbereitet wird derzeit aber die Wiedereröffnung der beiden Abstrichstellen,

9.40 Uhr: Weiterer Urlaubsrückkehrer im Kreis Greiz positiv getestet

Ein weiterer Urlaubsrückkehrer aus Bulgarien aus dem Umfeld der am Montag positiv getesteten Person ist ebenfalls mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert, wie der Test ergab. Das teil das Landratsamt mit. Damit steigt die Gesamtzahl der positiv getesteten Personen im Landkreis Greiz auf 670, aktuell sind sechs Fälle aktiv.

8.20 Uhr: Schwächeres Ergebnis bei Jenoptik nicht nur wegen Corona

Die Jenoptik AG hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres erhebliche Einbußen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen müssen. In den ersten sechs Monaten hat Jenoptik neue Aufträge im Wert von 334 Millionen Euro gewonnen. Die Nachfrage sei im zweiten Quartal erwartungsgemäß aufgrund von Projektverschiebungen und Stornierungen deutlich rückläufig gewesen, heißt es im Finanzbericht. Dennoch gibt sich der Vorstand optimistisch.

5. August

19.30 Uhr: Experten empfehlen Maske auch im Klassenzimmer

Wissenschaftler und medizinische Fachgesellschaften haben zum Start ins neue Schuljahr in mehreren Bundesländern vor erneuten Schulschließungen gewarnt und empfehlen zumindest für ältere Kinder in Schulen das Tragen einer Maske – auch im Unterricht. Eine Umfrage unter Eltern bestätigte am Mittwoch zugleich, dass der Unterrichtsausfall der vergangenen Monate durch das Lernen zu Hause kaum kompensiert werden konnte.

17.05 Uhr: FC Carl Zeiss Jena: Stadt will Maskenpflicht für Fans bei Spielen verhängen

Die Stadt Jena wird mehr Zuschauer bei Fußballspielen des FC Carl Zeiss Jena nur genehmigen, wenn alle Fans einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Und zwar auch dann, wenn sie die Tribüne erreicht haben. Diese Voraussetzung sieht das Gesundheitsamt als maßgeblich an, um mehr als die erlaubten 200 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld zuzulassen. Aber es plant noch mehr Einschränkungen.

16.49 Uhr: Zahl der Infizierten im Weimarer Land steigt

Mit Stand vom Mittwochnachmittag, 16 Uhr, meldet das Landratsamt Weimarer Land einen neuen Fall einer Covid-19-Erkrankung. Es handelt sich um eine Frau. Die Gesamtzahl der bisher im Weimarer Land mit dem Coronavirus infizierten Personen ist damit auf 82 angestiegen. Aktuell sind nun zwei Frauen und fünf Männer erkrankt, eine Person befindet sich in stationärer Behandlung. Die Zahl der engen Kontaktpersonen stieg um zwölf auf 62. Außerdem befinden sich insgesamt elf Reiserückkehrer vorsorglich in häuslicher Absonderung.

14.50 Uhr: Weitere Corona-Infektionen in Reisegruppe aus dem Saale-Orla-Kreis

Nach dem Corona-Nachweis bei einer Urlaubsrückkehrerin aus Bulgarien sind zwei weitere junge Leute der achtköpfigen Reisegruppe aus dem Orlatal positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Gruppe war am Goldstrand in Bulgarien im Urlaub gewesen. Bereits vor Ort hatten einige über Beschwerden geklagt. Nun liegen laut Landratsamt die Ergebnisse aller Teilnehmer der Reise vor: drei von ihnen haben sich infiziert. Davon zwei Frauen und ein Mann.

„Für die Bevölkerung der Region besteht und bestand jedoch keine Ansteckungsgefahr“, betont das Gesundheitsamt, „da sich die ganze Reisegruppe unmittelbar nach der Rückkehr in Quarantäne begeben hat“.
Eine zweite Testreihe für die Teilnehmer der Gruppe sei in Planung.

14.05 Uhr: Zwei Neuinfektionen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Die Gesamtzahl der bisher mit dem Coronavirus infizierten Personen hat sich im Landkreis Schmalkalden-Meiningen auf 174 erhöht. Wie das Landratsamt am Mittwoch mitteilte, seien seit dem Vortag zwei weitere Infektionen nachgewiesen worden. Insgesamt gibt es damit aktuell elf aktive Fälle im Landkreis.

13.30 Uhr: Gesundheitsministerin gegen Rückkehr von Fans in Stadien

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hat sich gegen eine baldige Rückkehr von Fußballfans in die Stadien ausgesprochen. „Die Skepsis kommt vor allem daher, dass es ein enormer Aufwand ist“, sagte Werner im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Werner warnte davor, in diesem Zusammenhang den Gesundheitsämtern noch mehr Arbeit aufzulasten.

13 Uhr: Thüringer wollen trotz Corona auf den Weihnachtsmarkt

Die Liebe zum Weihnachtsmarkt wiegt in Thüringen laut einer Umfrage schwerer als die Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus: Rund 54 Prozent der Thüringer sagten in einer Befragung für den Mitteldeutschen Rundfunk, dass sie sich trotz der Pandemie vorstellen könnten, am Jahresende einen Weihnachtsmarkt zu besuchen.

10.40 Uhr: Entwarnung im Saalfelder Corona-Fall

Die 48 Kinder und Erzieher aus einem Kindergarten in Saalfeld haben sich nicht mit dem Corona-Virus angesteckt. Wie zuvor bekannt wurde, hatte sich eine im Saale-Orla-Kreis wohnhafte Frau, die in einem Saalfelder Kindergarten als Erzieherin tätig ist, mit dem Virus infiziert.

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sind somit derzeit keine Corona-Fälle bekannt. Die an Covid-19 erkrankte Erzieherin zählt statistisch zum Saale-Orla-Kreis, da der gemeldete Wohnsitz für die Zuständigkeit entscheidend ist.

9.51 Uhr: Bundesgesundheitsminister Spahn optimistisch bei Impfstoffentwicklung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist optimistisch, dass es bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff schnelle Erfolge geben könnte. Er sei zuversichtlich, dass es so schnell wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte einen Impfstoff geben könne, sagte der CDU-Politiker im „Morning Briefing“-Podcast (Mittwoch) des Journalisten Gabor Steingart. „Wir haben sehr vielversprechende Kandidaten, sehr vielversprechende Daten. Wenn das gelänge in den nächsten Monaten, wäre das tatsächlich die schnellste Impfstoffentwicklung der Menschheitsgeschichte.“

Abgeschlossene klinische Phasen werde es sicherlich in den nächsten sechs Monaten geben. Spahn zufolge finden zur Zeit bereits Studien in „Phase drei“ statt, in denen am Menschen und „im Alltagsinfektionsgeschehen“ getestet werde. Das geschieht seinen Angaben zufolge vor allem in anderen Ländern mit größerem Ausbruchsgeschehen, nicht in Deutschland.

8 Uhr: Ramelow: „Organisationsversagen“ bei Corona-Warn-App

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat mit Blick auf die Daten von Corona-Infizierten Mängel bei der Warn-App der Bundesregierung beklagt. Konkret sprach der Linke-Politiker im Interview von einem „Organisationsversagen, was zu einem Datenschutzverstoß führt und damit zu einem weiteren Vertrauensverlust“. Hier lesen Sie mehr zu den Problemen mit der App.

7 Uhr: Auftakt der Picknickdecken-Konzertreihe mit Nena

Endlich wieder draußen sitzen und an einem tollen Sommerabend zusammen das Konzertgefühl genießen. Das war für die vielen Zuschauer, die gestern im Erfurter Steigerwaldstadion das Nena-Open-Air Konzert auf ihrer Picknickdecke besucht haben, wieder Realität. Die schönsten Eindrücke des Abends.

6.30 Uhr: Reiserückkehrer aus dem Weimarer Land wird stationär behandelt

Der Fall, der am Montag im Weimarer Land die Zahl der Infizierten auf sechs wachsen ließ, birgt womöglich noch einiges Gefahrenpotenzial. Nach unbestätigten Informationen ist der erkrankte Patient auch der Angehörige eines Arztes der Zentralklinik. Dieser und ein Kind aus der Familie haben sich ebenfalls infiziert.

6 Uhr: Streit um Kindergartenbeiträge während der Corona-Schließung

In vielen Fällen hat das Land deutlch zu wenig Geld für die ausgefallenen Elternbeiträge währende der Kita-Schließung an die Kommunen überwiesen. In größeren Städten könnten schon mal 40.000 Euro fehlen, heißt es beim Gemeinde- und Städtebund. Dort liegen zahlreiche Beschwerden vor, dass das versprochene Geld nicht im ausreichenden Maße fließe. Mehr als 400 kommunale Kindergärten gibt es in Thüringen. Der Ärger ist groß.

4. August

19.20 Uhr: Jenaer Ärztin: "Bei Corona bitte keine schnellen Schlüsse"

Carolin Pflug gehörte wie ihr Ehemann zu einer siebenköpfigen Gruppe von Jenaern, die sich im März im österreichischen Ski-Dorado Ischgl mit dem Coronavirus infizierten. Sie findet, dass es immer noch zu wenig Studienergebnisse und zu viele widersprüchliche Auffassungen unter den Medizinern gebe, um die eine Marschrichtung beim Umgang mit dem Coronavirus als die einzig richtige einzustufen. Insofern lasse sich auch noch nicht abschließend sagen, ob die Politik richtig oder falsch agiert habe.

16.35 Uhr: Elf Reiserückkehrer im Weimarer Land in Quarantäne

Im Weimarer Land bleibt es bei bisher 81 Corona-Infektionen. So geht es aus der Mitteilung des Gesundheitsamtes vom Dienstag, 16 Uhr hervor. 71 Personen sind demnach bislang genesen. Derzeit gibt es sechs Aktivkranke, davon fünf Männer. Eine Person werde derzeit stationär behandelt. Vier Personen sind seit Beginn der Corona-Pandemie verstorben. 50 enge Kontaktpersonen und damit 22 mehr als bei der letzten Meldung befinden sich augenblicklich in Quarantäne.

15.51 Uhr: Leichter Anstieg der aktiven Infektionen in Wartburgregion

Die Zahl der aktiven Infektionen mit dem Coronavirus hat sich von elf am Montag auf 13 am Dienstag erhöht. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen auf 136. Das teilt das für die kreisfreie Stadt Eisenach und den Wartburgkreis zuständige Gesundheitsamt mit. Von den aktiven Infektionen entfallen demnach acht auf den Wartburgkreis und fünf auf die Stadt Eisenach. So verteilen sich die acht Fälle im Wartburgkreis.

15.26 Uhr: Fußball-Klubs winken DFL-Konzept zur Rückkehr von Zuschauern durch

In der Hoffnung auf eine Rückkehr von Zuschauern in Corona-Zeiten haben sich Vertreter der 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga auf diese vier Maßnahmen geeinigt. Die Eckpunkte dieses Konzepts wurden bei einer virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Dienstag per einfacher Mehrheit verabschiedet.

13.50 Uhr: Weiterer Todesfall im Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gibt es einen weiteren Todesfall in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion. Darüber informierte am Dienstag das Landratsamt. Es handele sich um einen 78-Jährigen aus dem Raum Meiningen, der im Helios Klinikum Meiningen aufgrund schwerer Vorerkrankungen behandelt wurde und mit Covid-19 verstarb.

13.40 Uhr: Verkaufsoffene Sonntage sollen einfacher geregelt werden

Das Thüringer Ladenöffnungsgesetz erlaubt an höchstens vier Sonn- und Feiertagen im Jahr, Geschäfte „aus besonderem Anlass“ zu öffnen. Aufgrund der starken Ausfälle durch Corona, sollen Händler und Kommunen mehr Freiheit bei der Festlegung von verkaufsoffen Sonntagen bekommen. So stehen die Chancen.

13.11 Uhr: Landkreis Gotha seit acht Tagen ohne Neuinfektion

Weiterhin gibt es keinen neuen Corona-Fall im Landkreis Gotha. Eine Person ist derzeit an dem Virus erkrankt und muss nicht stationär behandelt werden. In den Nachbarkreisen verschärft sich die Lage hingegen.

11.30 Uhr: Drei weitere Corona-Fälle im Ilm-Kreis

Mit Stand vom 4. August sind dem Gesundheitsamt des Ilm-Kreises 149 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion bekannt und damit drei weitere Fälle gegenüber dem Vortag. Bei zwei der neuen Fälle handelt es sich um Geschwister, die als Reiserückkehrende aus dem Kosovo kamen und am Flughafen positiv getestet wurden.

10 Uhr: Ostthüringer Wirtschaft sucht trotz der Pandemie verzweifelt nach Lehrlingen

Zum Lehrstart sind in diesem Jahr noch viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Wir haben mit Matthias Säckl gesprochen, der den Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen leitet: Warum finden die Unternehmen keine Lehrlinge? In welchen Berufen gibt es noch gute Chancen?

8.15 Uhr: Zahl der Infektionen in Wartburgregion auf beherrschbarem Niveau

„Steigende Infizierten-Zahlen machen mir generell Sorgen. Aber wir befinden uns derzeit noch auf einem Niveau, das wir gut beherrschen können“, so Amtsärztin Helena Maier, Leiterin des für Stadt und Kreis zuständigen Gesundheitsamtes. Nach Wochen ohne oder mit höchstens ein bis drei neuen Corona-Infektionsfällen, nimmt diese Zahl seit einigen Tagen stärker zu.

7.30 Uhr: Waren Pflegeheime während Corona ohne Kontrolle?

Die gewohnten Besuche von Freunden und Angehörigen in Pflegeheimen fielen während Corona genauso weg wie Veranstaltungen im Haus, mobile Bewohner durften die Heime nicht mehr verlassen – und das Personal trug, soweit sie überhaupt aufzutreiben war, Schutzbekleidung. Selbst der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Thüringen (MDK) stellte vorsichtshalber Ende März bis einschließlich 30. September seine Qualitätskontrollen ein. Bedeutete das aber auch, dass die Heime – solcherart der sozialen Kontrolle beraubt – ihre Bewohner nun nachlässiger versorgten und sich weniger gut um deren Belange kümmerten? Diesen Gedanken weisen Heimbetreiber weit von sich.

7 Uhr: Probleme bei kostenlosen Corona-Tests in Thüringen

Bei den vom Bundesgesundheitsministerium in der vergangenen Woche angekündigten kostenfreien Corona-Tests für Reiserückkehrer ist es in Thüringen zu Anlaufschwierigkeiten gekommen. Es gab Praxen, die verweigerten mit Verweis auf die fehlende schriftliche Verordnung die Kostenübernahme. Der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) im Freistaat ist dieses Problem bekannt, deshalb informierte sie nach eigenen Angaben die Arztpraxen im Verlauf des Montagnachmittags darüber, wie sie Tests abrechnen können. „Allerdings gibt es keine vertragsärztliche Verpflichtung, kostenlose Corona-Tests durchzuführen“, betonte ein KV-Sprecher im Gespräch mit dieser Zeitung.

6.41 Uhr: Ärzteverband sieht Deutschland bereits von zweiter Corona-Welle erfasst

Die von vielen befürchtete zweite Corona-Welle hat Deutschland nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund bereits erfasst. „Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle“, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag). Sie sei aber nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April. Dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen. „Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen“, warnte Johna.

Die Krankenhäuser seien auf eine zweite Welle vorbereitet, erläuterte die Verbandschefin. Anders als bei der ersten Welle sollen Krankenhausbetten diesmal nicht pauschal, sondern am Bedarf orientiert freigehalten werden. „Weil sich das Pandemiegeschehen langsam aufbaut, müssen wir für Covid-19-Patienten gestuft Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, also eine zeitliche Staffelung der Vorhaltung einführen“, sagte Johna.

In der Praxis wird nach Angaben des Marburger Bundes in Stufe eins eine geringere Anzahl an Intensivbetten freigehalten. Sind diese belegt, tritt 24 Stunden später Stufe zwei in Kraft und die Kapazitäten in den Intensivstationen werden erweitert. „So geht das Schritt für Schritt weiter, bis man dann in der höchsten Alarm- und Ausbaustufe alle für Covid-19-Patienten verfügbaren Intensivkapazitäten ausschöpft“, sagte Johna.

Johna mahnte eindringlich, die Hygieneregeln einzuhalten und Masken zu tragen. Sie verglich die Maske mit der Einführung des Sicherheitsgurtes im Auto, wogegen es damals auch heftigen Widerstand gegeben habe. Heute fühlten sich viele Menschen von einer Mundschutzpflicht bevormundet. Aber das Gegenteil sei der Fall: So wie der Gurt Leben rette, „so rettet auch der Mundschutz Leben“, betonte die Verbandschefin.

3. August

16.55 Uhr: Reiserückkehrer aus Bulgarien positiv auf das Coronavirus getestet

Nach mehr als einem Monat ohne eine Neuinfektion mit dem neuartigen Coronavirus meldet das Gesundheitsamt des Landkreises Greiz am Montag einen neuen Fall. Es handelt sich um einen Reiserückkehrer aus Bulgarien.

16.41 Uhr: Thüringens Gesundheitsministerin gegen strengere Versammlungsregeln

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hat sich gegen erneute Beschränkungen des Versammlungsrechts wegen der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Das ist ein wirklich wichtiges Grundrecht“, sagte Werner am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Sie habe sich sehr schwer damit getan, dass zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland das Versammlungsrecht stark eingeschränkt wurde. Zwischenzeitlich waren Demonstrationen gar nicht mehr erlaubt, später nur mit sehr wenigen Teilnehmern.

Man müsse Auflagen erteilen und sicherstellen, dass diese Auflagen auch eingehalten werden. „Da ist für mich eher der Vollzug das Wichtige“, betonte die Gesundheitsministerin.

Bei Demonstrationen gegen Anti-Corona-Maßnahmen hatte es am Wochenende in Berlin massenhafte Verstöße gegen Infektionsschutzregeln gegeben.

16.30 Uhr: Aktuelle Zahlen aus dem Ilm-Kreis

Mit Stand vom 3. August sind dem Gesundheitsamt des Ilm-Kreises weiterhin 146 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion bekannt. 135 gelten als genesen, sechs sind verstorben. Es befinden sich fünf Fälle und die dazu gehörigen Kontaktpersonen in Quarantäne. Einer der bekannten Fälle ist in den Ilm-Kreis-Kliniken isoliert in Behandlung, teilte die Kreisverwaltung mit. Eine intensivmedizinische Betreuung sei nicht notwendig. Außerdem werden in den Ilm-Kreis-Kliniken zwei Verdachtsfälle isoliert, aber nicht intensivmedizinisch behandelt. Hier stehen die Abstrich-Ergebnisse noch aus.

16 Uhr: Weitere Corona-Infektionen im Saale-Orla-Kreis

Eine weitere Frau aus dem Saale-Orla-Kreis ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Sie war Teil einer achtköpfigen Reisegruppe aus dem Orlatal, die Urlaub am Goldstrand in Bulgarien gemacht hatte.

15.30 Uhr: Wieder ein Coronafall in Meininger Pflegeheim

Nachdem bereits am 30. Juli eine Meldung zu einem positiv auf das Corona-Virus getesteten Bewohner aus dem AWO Pflegeheim in Meiningen gemeldet wurde, ist eine weitere Mitbewohnerin aus einer zweiten Wohngruppe des Pflegeheims positiv getestet worden. Darüber informierte am Montag das Landratsamt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen. Die Frau im Alter von 83 Jahren wurde auf Grund anderer Beschwerden in das Klinikum Meiningen eingeliefert. Bislang seien dem Gesundheitsamt sieben Kontaktpersonen bekannt. Die Testung der Kontaktpersonen laufe aktuell. Diese befinden sich bereits in Quarantäne.

15.20 Uhr: Zahl der Corona-Fälle im Weimarer Land steigt

Die Zahl der an Covid-19 Erkrankten ist im Weimarer Land angestiegen. Mit Stand Montag, 15 Uhr, meldete das Gesundheitsamt 81 Krankheitsfälle und damit drei mehr als am 1. August. 71 Personen sind bisher genesen, fünf Männer und eine Frau sind aktuell aktiv erkrankt. Vier Menschen starben bislang im Zusammenhang mit Corona.

15.10 Uhr: Erzieherin in Saalfelder Kita positiv auf Corona getestet

Bei einer Erzieherin in einem Saalfelder Kindergarten ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Die Frau stamme aus dem Saale-Orla-Kreis, teilte das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt am Montag mit. Mehrere Kinder und weitere Erzieher kamen in Quarantäne.

14.30 Uhr: Drei neue Corona-Fälle im Wartburgkreis

Im Wartburgkreis ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen über das Wochenende um 3 auf insgesamt 100 seit Ausbruch der Pandemie gestiegen. Derzeit sind noch sieben Fälle aktiv. In der Stadt Eisenach sind von insgesamt 34 Fällen noch vier aktiv. Im Zusammenhang mit Corona starben drei Personen in Eisenach und zwei Personen im Wartburgkreis.

14 Uhr: Seit einer Woche keine Neuinfektionen im Kreis Gotha

Seit einer Woche hat das Landratsamt im Kreis Gotha keinen neuen Corona-Fall gemeldet. Insgesamt 321 Menschen sind bisher positiv auf Covid-19 getestet worden. Noch ein Mensch galt am Montag als erkrankt. Er muss nicht stationär behandelt werden. 290 Erkrankte haben sich von der Infektion erholt. Es wurden 30 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gezählt, der bisher letzte Ende Mai.

13.10 Uhr: Erweiterte Besucherregeln am Uniklinikum Jena

Mit sofortiger Wirkung werden die Besucherregeln am Uniklinikum Jena (UKJ) wieder einen Schritt gelockert. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, ist ab dem heutigen Montag (03.08.20) der Patientenbesuch bereits ab dem 1. Tag des Aufenthalts für zwei Stunden möglich. Es gelten außerdem diese Regeln:

  • Der Patient legt für die Dauer seines Aufenthalts eine Person als Besucher fest.
  • Vor dem ersten Zutritt muss sich der Besucher am Haupteingang anmelden und einen Fragebogen ausfüllen. Für weitere Besuche erhält er eine Besuchererlaubnis, die er beim Betreten des Klinikums vorzeigt.
  • Besuche sind täglich zwischen 15 und 19 Uhr möglich.
  • Der größte Andrang herrscht in der Regel um 15 Uhr. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich daher, auch andere Uhrzeiten innerhalb des Zeitfensters für den Besuch zu nutzen.

10 Uhr: Krankenhaus Greiz seit 7. Juli coronafrei

Im Kreiskrankenhaus Greiz wurde seit dem 18. Mai kein Mitarbeiter mehr positiv auf das Corona-Virus getestet und seit dem 7. Juli auch kein Patient mehr. Dennoch müssen man vorsichtig bleiben und entsprechend handeln – Corona-Entwarnung gibt es im Krankenhaus nicht, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Nach wie vor seien Ärzteteam, Pfleger und die gesamte Mitarbeiterschaft in Corona-Bereitschaft.

Alle geplanten Aufnahmen und Notfallpatienten werden am Aufnahmetag auf Corona getestet. Das Ergebnis liege innerhalb von acht Stunden vor. Damit entspreche das Krankenhaus Greiz den aktuellen Bedingungen der Pandemie-Richtlinien des Robert-Koch-Instituts.

7.30 Uhr: Seit Corona sind mehr Wanderer in Thüringen unterwegs

In der Corona-Krise kommen während der Sommerzeit deutlich mehr Wanderer nach Thüringen als in der Vergangenheit – und sie bleiben auch länger. "Vor allem die überregional bekannten Wanderwege wie der Rennsteig sind in diesem Jahr stärker frequentiert als in den vergangenen Jahren", sagte die Präsidentin des Thüringer Wanderverbandes, Christine Lieberknecht, der Deutschen Presse-Agentur.

Auch nach Erkenntnissen der Thüringer Tourismus Gesellschaft (TTG) profitiert der Freistaat davon, dass wegen der Corona-Krise viele Urlauber nicht ins Ausland fahren, sondern ihre Sommerferien in Deutschland verbringen. "Vom Nationalpark Hainich über das Gothaer Land, die Inselsberg-Region und Ilmenau bis zum Schwarzatal und zum Schiefergebirge – alle Regionen im Thüringer Wald vermelden aktuell und durchweg überdurchschnittlich viele Gäste, Tagestouristen und Aktivurlauber beziehungsweise Wanderer", sagte die TTG-Sprecherin Theresa Wolff.

Das sind Thüringens Top-Wanderwege

2. August

16.41 Uhr: Ramelow gegen Nutzung von Gästedaten durch Polizei

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich gegen die Nutzung von Corona-Gästelisten, die in Restaurants und Cafés ausliegen, durch die Polizei ausgesprochen. „Diese Datenerhebung zum Besuch in einem Lokal, einer Gaststätte, einer Veranstaltung sind nur für eine Nachverfolgung bei Corona Infektionen angeordnet worden“, schrieb Ramelow am Sonntag auf Twitter. „Alles andere ist Missbrauch und kontraproduktiv. Die Bürger müssen sich auf Anordnungen verlassen können!“

In Bayern, Hamburg und Rheinland-Pfalz gab es solche Zugriffe bereits, in anderen Bundesländern sind solche Fälle bisher nicht bekannt oder gar nicht zulässig, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben des Innenministeriums hat die Thüringer Polizei bei strafrechtlichen Ermittlungen bislang nicht auf Kontaktdaten von Corona-Gästelisten zugegriffen. Möglich sei ein solcher Zugriff ohnehin nur in begründeten Ausnahmefällen, äußerte eine Sprecherin auf Anfrage. Die Polizei müsste in einem solchen Fall frühzeitig die Staatsanwaltschaft einbinden.

Auch der Landesdatenschutzbeauftragte Lutz Hasse betonte die Verhältnismäßigkeit bei einem solchen Schritt. „Bei einem Bagatelldelikt wäre das unverhältnismäßig.“

14 Uhr: Walk: Land soll Geld für kommunale Bäder geben

Das Land soll nach dem Willen der CDU-Fraktion ein Förderprogramm für kleine kommunale Freibäder auflegen. Investitionen in Bäder seien gut angelegtes Geld, erklärte der Kommunalpolitiker der CDU-Landtagsfraktion, Raymond Walk, am Sonntag in Erfurt. Das gelte gerade in diesem Jahr, wo viele Familien in den Ferien wegen der Corona-Pandemie zu Hause blieben.

Nach Angaben Walks geben die Kommunen jährlich etwa 17 Millionen Euro für Betrieb und Erhalt ihrer Bäder aus. Das würde die Kasse kleiner Gemeinden stark belasten - besonders jetzt, wo Gewerbesteuern einbrechen. Zudem entständen zusätzliche Ausgaben durch Hygienekonzepte. «Hier muss das Land helfen», verlangte der CDU-Abgeordnete. Bäder gehörten zu den freiwilligen Leistungen der Kommunen, bei denen bei Finanznot ohne Landeshilfe gespart werden müsste.

10.23 Uhr: Voigt für kostenlose Tests bei Reisen in Risikogebiete

Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt hat sich für kostenlose Corona-Tests bei Reisen in Risikogebiete ausgesprochen. „Wenn der Staat Risikogebiete festlegt, ist doch niemandem zu erklären, warum Thüringer Urlauber dann dafür bezahlen sollen. Das macht immerhin 250 bis 500 Euro Kosten für eine durchschnittliche Familie aus“, erklärte Voigt am Samstag in Erfurt. Er widersprach damit Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

Ramelow hatte dafür plädiert, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten selbst für die Testkosten aufkommen. „Da gilt das Verursacherprinzip“, sagte er. Wer sich für ihn erkennbar in eine Region begebe, die als Corona-Risikogebiet eingestuft sei, könne nicht erwarten, dass die Allgemeinheit für seine Tests bezahle. Ramelow plädierte für eine bundeseinheitliche Regelung.

Voigt stellte sich hinter den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der verpflichtende Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten will. Die Kosten solle der Staat tragen. Oft könnten Urlauber bei der Buchung nicht ahnen, dass ausgerechnet ihr Urlaubsziel Monate später ein Risikogebiet sei, begründete Voigt seine Haltung.

Nach Angaben von Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) kostet ein Coronatest zwischen etwa 70 und 120 Euro.

1. August

12 Uhr: Unternehmen in Weida startet Maskenproduktion

Eine Million medizinische Atemschutzmasken pro Woche will die Firma Breckle Matratzenwerk in Weida (Landkreis Greiz) vorerst fertigen. Auftraggeber ist das Bundesgesundheitsministerium. Am Freitag wurde dafür die erste vollautomatische Maschine gestartet.

9 Uhr: Einbruch bei Patientenzahlen in Thüringen

Die Furcht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus war im Frühjahr in Thüringen geradezu übermächtig: Spätestens mit Beginn des Lockdowns am 23. März begannen sich landesweit die Arztpraxen zu leeren. Selbst Patienten mit akuten Beschwerden oder chronischen Erkrankungen, die einer kontinuierlichen ärztlichen Betreuung bedürfen, verzichteten lieber darauf, zum Arzt zu gehen. Geschlossen aber hatten die Praxen deswegen nicht – wie sich auch nur eine verschwindend geringe Zahl ambulant tätiger Ärzte nach Kontakten mit Corona-Infizierten in Quarantäne begeben musste.

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