2. Werratal-Marathon: Es regiert das Prinzip Hoffnung

Der Lauf mit Start und Ziel in Treffurt soll trotz Corona am 11. April stattfinden. Die Ausrichter bleiben optimistisch.

Am 11. April soll die zweite Auflage des Werratal-Marathon gestartet werden. Bei der Premiere 2019 siegte André Skrowny (Bildmitte).

Am 11. April soll die zweite Auflage des Werratal-Marathon gestartet werden. Bei der Premiere 2019 siegte André Skrowny (Bildmitte).

Foto: Mike El Antaki

Treffurt. Bis Ostern rechnet Bundeskanzlerin Angela Merkel laut jüngsten Berichten mit harten Corona-Maßnahmen. Nur eine Woche nach dem langen Feiertagswochenende soll am 11. April der im Vorjahr ausgefallene 2. Werratal-Marathon nachgeholt werden. Obwohl es angesichts des derzeitigen Lockdowns viele Fragezeichen gibt, halten die Ausrichter an ihren Planungen fest. "Niemand weiß genau, wie sich die Lage entwickelt, aber wir gehen weiter von diesem Termin aus", denkt Treffurts Bürgermeister Michael Reinz und Kopf des Organisationsteams positiv.

Eine Verschiebung in die zweite Jahreshälfte sei keine Option. Erstens stehe Anfang September mit dem Treffurter Stadtlauf ein weiterer Wettkampfhöhepunkt in der Werrastadt an, zweitens haben viele Veranstalter eine Verlegung vor, so dass es im Wettkampfkalender wohl eng werden würde.

Das Meldeportal (unter: timing.sportident.com) für den 2. Werratal-Marathon ist mittlerweile geöffnet. Dank Geld-Zurück-Garantie gehen Laufenthusiasten kein Risiko ein, wenn sie sich jetzt schon registrieren. Sollte die Veranstaltung coronabedingt dennoch ausfallen, werden die Kosten zu 100 Prozent zurückerstattet. Finanziell sei man gut aufgestellt, sagt Reinz und betont: "Die Sponsoren halten uns dankenswerterweise die Treue." Erst kürzlich habe die TEAG Thüringer Energie zugesagt, den Lauf mit 1000 Euro zu unterstützen, zudem wird das Unternehmen wie bei der Erstauflage Start- und Zielbogen stellen.

Die Premiere des Werratal-Marathons fand am 7. April 2019 statt und zog auf Anhieb über 200 Teilnehmer an. Die landschaftlich reizvolle Runde bewältigte André Skrowny vom SV Schwabhausen in 2:59:48 Stunden am schnellsten. 2020 sollte der Lauf innerhalb des Hainichlaufs ausgetragen werden, doch Corona machte dem einen Strich durch die Rechnung. Lediglich virtuell konnte entlang der Werra gelaufen werden, wobei Startpunkt und Lauftermin frei wählbar waren. 20 Sportfreunde beteiligten sich an der Aktion. Ältester Teilnehmer war Bernhard Hennig.

Der Rundkurs führt über den Werratal- und Herkulesradweg durch eine landschaftlich reizvolle Gegend. Start und Ziel sind für 2021 wieder in Treffurt geplant. Beim Marathon überqueren die Läufer und Läuferinnen viermal die Werra. "Wer eine kürzere Strecke bevorzugt, kann entweder den Halbmarathon oder mit einem Team in einer 4er Staffel laufen", hofft Reinz, dass der Wettkampf nicht nur die Langstreckenspezialisten anlockt. Wechselstellen für die Staffeln sind in Ifta (Kreuzgasse), Buchenau (Parkplatz Firma ATP) und Frankenroda (Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr).

Die Strecke steht, doch bei Art und Weise der Durchführung könnte sich noch einiges ändern. Absehbar scheint, dass Anfang April noch kein normaler Volkslauf mit Massenstart und buntem Treiben im Zielbereich stattfinden wird. "Natürlich werden wir ein passendes Hygienekonzept erarbeiten", kündigt Reinz an. In Zeiten der Pandemie kann es sein, dass man den Ablaufplan entzerre und mit Wellenstarts die Nettozeiten der Teilnehmer erfasse. "Und vielleicht", so blickt Reinz voraus "müssen wir auch das Teilnehmerfeld begrenzen." Es könnte sich also lohnen, sich früh anzumelden.