Als Eisenacher bei der Motorboot-WM triumphierten

Eisenach.  Unvergessen: Vor 50 Jahren feierten Konrad von Freyberg und Günter Oppl bei der Motorboot-WM einen DDR-Doppelerfolg.

Die WM-Helden von 1970 (von li.): Konrad von Freyberg, Charlie Braun, Günter Oppel und Manfred Lindig. Hier hinter einem R1-Boot, das Lindig derzeit aufbaut und dem Eisenacher Automobilmuseum zur Verfügung stellen will.

Die WM-Helden von 1970 (von li.): Konrad von Freyberg, Charlie Braun, Günter Oppel und Manfred Lindig. Hier hinter einem R1-Boot, das Lindig derzeit aufbaut und dem Eisenacher Automobilmuseum zur Verfügung stellen will.

Foto: Helge Schubert

Ein besonderer Erfolg jährt sich am Sonntag zum 50. Mal. Am 20. September 1970 feierten Konrad von Freyberg als Weltmeister und Günter Oppel mit Silber bei der Motorboot-WM auf der Kriebstein-Talsperre bei Mittweida einen Doppelsieg des MC Eisenach in der Klasse R 1 (Einbaurennboote bis 1000 ccm). In drei Läufen über insgesamt 72 Kilometer verwiesen beide den Briten J. E. Mousley auf Rang drei. Als Monteure unterstützten damals Charlie Braun und Manfred Lindig die Teams.

Von Freyberg, inzwischen 86 Jahre alt, war früher als Motorenkonstrukteur im Eisenacher Automobilwerk tätig. Und auch in seiner Freizeit war er Tüftler. In ihren Booten verwendeten von Freyberg und Oppel Wartburgmotoren, mit denen auf dem Wasser Geschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometer erzielt werden konnten.

Als es die DDR-Sportoberen verboten, an Europa- und Weltmeisterschaften im westlichen Ausland teilzunehmen, endete 1972 die kurze Glanzzeit des Eisenacher Wasser-Rennsports. Oppel, im Frühjahr 80 geworden, widmete sich später anderen Sportarten (Surfen, Tischtennis) und ist bis heute nicht nur Stammgast beim Handball in der Werner-Aßmann-Halle, sondern auch ein treuer Förderer des ThSV Eisenach. Von Freyberg ist auch im hohen Alter noch aktiv im Verein Automobilbau-Museum Eisenach tätig.

Jetzt ist eine kleine Feier geplant, bei der die einstigen WM-Helden in Erinnerungen schwelgen werden.