Auf der Couch die Chancen verbessert

Erfurt.  Die Verfolgerduelle in der Fußball-Kreisoberliga Erfurt-Sömmerda laufen so, dass der spielfreie Spitzenreiter Walschleben weiter enteilt.

Blau-Weiß 52/Eintracht und der FC Union (hier im direkten Duell) sorgten mit ihren Ergebnissen dafür, dass Spitzenreiter Walschleben jetzt fünf Punkte Vorsprung hat.

Blau-Weiß 52/Eintracht und der FC Union (hier im direkten Duell) sorgten mit ihren Ergebnissen dafür, dass Spitzenreiter Walschleben jetzt fünf Punkte Vorsprung hat.

Foto: Andreas Stuhr

Ohne sich einen Meter auf dem Spielfeld bewegt zu haben, hat der spielfreie Spitzenreiter der Fußball-Kreisoberliga, Walschleben/Elxleben, am 13. Spieltag einen weiteren Schritt Richtung Meisterschaft gemacht. Im Verfolgerduell Stotternheim (2.) gegen den FC Union (3.) gab es zwar zuhauf Torchancen für beide Teams, um jeweils als Sieger vom Platz zu gehen. Doch das finale 2:2 bescherte den schmunzelnden Walschlebenern einen Vorsprung von fünf Zählern auf die Stotternheimer, deren Trainer Olaf Sello trotz des verspielten 2:0 angesichts einer für ihn selbst überraschend positiv verlaufenden Saison sowie einer Halbzeit in Unterzahl mit dem leistungsgerechten Remis einverstanden war. „Wir sind weiter, als wir zu Saisonbeginn dachten. Heute hat man phasenweise das Potenzial gesehen, das wir besitzen, um uns da oben festzueisen.“

Sichtbares Potenzial wie beim Solo Scharfenbergs, der als Linksverteidiger urplötzlich auf der rechten Seite mit Ball am Fuß das halbe Spielfeld durchforstet hatte, ehe er zum 1:0 einschoss (25.). Als vier Minuten später Ehmer den Ball nach einer Freistoßflanke am zweiten Pfosten einköpfte, war die Reduzierung des Tabellenrückstands auf drei Punkte gegenüber Walschleben nahe. Doch traf Kefete in die Euphorie hinein per abgefälschten Schuss zum Anschluss (35.). Holzapfels Platzverweis (Gelb-Rot, wiederholtes Foulspiel) bescherte den Gästen zu Beginn des zweiten Durchgangs eine Halbzeit in Überzahl. Aus dem Spiel heraus gelang kein Treffer – umso sehenswerter Menskowskis Freistoßtor (47.).

Profiteure hätten die Borntaler werden wollen, doch wegen des teils unmotivierten Auftritts beim 1:4 gegen Blau-Weiß 52/Eintracht verloren sie Platz vier an den Kontrahenten. „Hochverdienter Sieg, weil der Gegner Männerfußball gespielt hat. Warum aber haben wir selbst nach zehn Minuten aufgehört?“, fragte Borntal-Coach René Deubner. Ali Chebli bedankte sich im Namen der Gäste mit seinem Schuss ins kurze Eck (32.). Sein Bruder Abdu hingegen gönnte Borntal noch eine Chance, sah nach einem Gerangel mit Borntal-Keeper Schubert Rot (57.). Doch dieser foulte nach Friebels Ausgleich (73.) im Strafraum unnötig und flog selbst vom Platz. C. Abrecht verwandelte den fälligen Elfmeter (80.), Ahmad legte noch zweimal nach.

Zu einem sicheren 3:1 dank einer überlegen geführten zweiten Halbzeit und des defensiv nahezu fehlerfreien Schlüsselspielers Stange kam Kölleda gegen Riethnordhausen. Vieselbach verbesserte sich dank des 2:1 gegen Großrudestedt auf Rang fünf. Davon kann Schlusslicht VfB Grün-Weiß derzeit nur träumen. Gegen Buttstädt gab’s ein 0:1.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.