Bad Langensalza II verschläft die Anfangsphase

Bad Langensalza.  Fußball-Kreisoberliga: Der FSV Preußen Bad Langensalza II unterliegt dem neuen Spitzenreiter Einheit Worbis 2:3.

Laufduell zwischen Simon Scheer (links) von Preußen Bad Langensalza II und dem Worbiser Torschützen Moritz Paulusch in der Kreisoberliga-Partie, die die Eichsfelder mit 3:2 für sich entschieden.

Laufduell zwischen Simon Scheer (links) von Preußen Bad Langensalza II und dem Worbiser Torschützen Moritz Paulusch in der Kreisoberliga-Partie, die die Eichsfelder mit 3:2 für sich entschieden.

Foto: Klaus Dreischerf

Aufgrund vieler Spielausfälle kletterte Einheit Worbis durch das 3:2 (2:0) bei Preußen Bad Langensalza II auf den ersten Platz in der Fußball-Kreisoberliga.

Aufgrund des Sportverbots im Landkreis Eichsfeld wurde die Partie in der Kurstadt gespielt. Auf dem kleinen Kunstrasenplatz fanden die Eichsfelder besser in die Partie und führten früh durch Adrian Stephani. Das beflügelte die Elf von Trainer Holger Schatz, die die Tiefschlafphase des Gastgebers durch Florian Hartleib (13.) zum 0:2 nutzte. Das weckte die Gastgeber auf, die mit Schüssen von Pascal Steinmetz, Tim Weißenborn und Karlos Hötzel den Worbiser´Torwart Stefan Kaufhold prüften.

Nach der Pause verkürzte Tim Weißenborn (64.) als agilster Preuße mit einem straffen Schuss aus 18 Metern auf 1:2. Doch ein gelungener Spielzug der Gäste sorgte für die „kalte Dusche“ durch Moritz Paulusch zum 1:3. Für eine spannende Schlussviertelstunde sorgte Ersi Hoxha (76.), der vom linken Strafraumeck traf. „Wir hatten viele Chancen für ein Remis oder mehr. Leider haben wir diese nicht genutzt. Positiv war, das wir nach 20 verschlafenen Minuten zurückgekommen sind und die Spielkontrolle übernommen haben“, sagte Preußens Coach Christian Maroldt.

Sein Gegenüber Holger Schatz „war mit dem Dreier gegen starke Preussen hochzufrieden. Wir können uns bei unserem starken Keeper Stefan Kaufhold bedanken, der ein sicherer Rückhalt war“.

Im Duell punktgleicher Tabellennachbarn setzte sich der VFL Hüpstedt verdient 2:0 bei der SG DJK Struth/Diedorf durch und ist nun Zweiter. Die Gastgeber begannen zielstrebiger und übernahmen die Spielkontrolle. Nach 15 Minuten hatte Danny Müller das 1:0 auf dem Fuß, verfehlte aber nur knapp das Gehäuse. Auf der Gegenseite hämmerte Mannschaftskapitän Robert Loesche freistehend das Leder über den Kasten. Danach wurde der Gast mutiger. Lukas Roth drang in den Strafraum ein und wurde zu Fall gebracht. Den Strafstoß verwandelte Pascal Wegerich (27.) zum 0:1.

Ideenlose Platzherren nur mit wenig Chancen

„Bis dahin haben wir gut gespielt und zwei gute Chancen nicht genutzt. Danach lief bei uns nicht mehr viel“, sagte Struths Coach Marcel Lorenz. Nur ein sehenswerter Freistoß von Michael Knieriemen, den Keeper Alexander Löffelholz mit Glanzparade abwehrte, und ein Knaller aus 18 Metern von Müller (40.) gelangen noch.

Teil zwei ist schnell erzählt. Die ideenlosen Platzherren gefährdeten die Hüpstedter kaum. Höhepunkt des Spiels war das 0:2. Mit einem Diagonalpass bediente Roth auf der linken Seite Loesche (59.), der nach innen zog und das runde Leder unhaltbar ins rechte obere Eck schlenzte. Eine Minute später vergab der Torschütze noch die Großchance zum 0:3. Danach plätscherte die Partie dahin.

„Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte haben wir die besseren Chancen gehabt, die Partie kontrolliert und verdient gewonnen“, sagte Hüpstedts Trainer Thomas Grabe.

In einem hart umkämpften Derby wurde es beim 3:2 am Ende eng für Blau Weiß Lengenfeld, als in der Nachspielzeit Gabriel Müller für die SpVgg Faulungen der Anschlusstreffer gelang. Bereits nach zehn Minuten brachte Patrick Hedderich die blau-weißen Kicker in Front. Der Ausgleich fiel nach einem ähnlichen Strickmuster. Torjäger Daniel Müller setzte sich über außen durch, seinen Rückpass veredelte Simon Anhalt.

Nach dem Wiederbeginn kamen die Platzherren deutlich besser in die Partie. Allerdings benötigte es einen Standard zur Vorentscheidung. Niclas Eisengarten (65.) schlug einen Freistoß auf den langen Pfosten, der Ball trudelte an Freund und Feind vorbei ins Tor zum 2:1. Kurz darauf spielt der eingewechselte Robert Andres einen genialen Pass zu Hedderich (72.), den der Goalgetter im Eins-gegen Eins mit Keeper Vincent Henning zum 3:1 vollendete. Danach spielten die Gastgeber auf Ergebnissicherung bis zur hitzigen Schlussphase, als die Gäste nach Eckball aus dem Gewühl heraus auf 3:2 verkürzten. „Mit viel Leidenschaft haben wir uns den Sieg verdient“, erklärte Coach Matthias Hardegen.