Top-Team schlägt zur Bundesliga-Heimpremiere in Jena auf

Jena.  Die Badminton-Asse des SV GutsMuths Jena erwarten zum ersten Bundesliga-Spiel in der Thüringer Badminton-Geschichte hohen Besuch.

Ex-Juniorennationalspieler Julian Voigt steht beim SV GutsMuths Jena vor seinem Comeback.

Ex-Juniorennationalspieler Julian Voigt steht beim SV GutsMuths Jena vor seinem Comeback.

Foto: Juergen Scheere / TLZ

Zum ersten Bundesliga-Spiel in der Thüringer Badminton-Geschichte hat sich am Sonnabend ab 18 Uhr in der Sporthalle des Jenaer Sportgymnasiums hoher Besuch angekündigt. Der Meister von 2017 und Zweite bei Abbruch der vergangenen Saison, der TV Refrath, schlägt bei Aufsteiger SV GutsMuths Jena auf.

„Da kann man schon neidisch werden“, sagt der Jenaer Mannschaftskapitän Moritz Predel mit Blick auf den Kader des Gegners, der gespickt mit aktuellen und ehemaligen Nationalspielern ist. „Das ist eine sehr starke Mannschaft mit einem sehr hohen Inländeranteil für die Liga“, erklärt Predel. „Während manche Teams Corona-bedingt bei ihren ausländischen Spielern Einreiseprobleme haben, wird Refrath voll aufstellen können.“

Das Team aus Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) war beim Titelgewinn vor zwei Jahren auch der einzige Verein, der die seit 2015 andauernde Serie von Dauermeister Bischmisheim durchbrechen konnte. „Für uns geht es darum, Spaß zu haben und Erfahrungen zu sammeln“, ist sich Predel der krassen Außenseiter-Rolle seiner Mannschaft bewusst.

Erschwerend kommt hinzu, dass Spitzenspieler Johann Höflitz weiter verletzt ausfällt, Spielführer Predel sich mit einer Zerrung plagt. „Ich hoffe, dass ich spielen kann.“ Vorfreude herrscht dagegen ob des ersten Einsatzes eines Rückkehrers: Der ehemalige Junioren-Nationalspieler Julian Voigt, der wegen seiner Ausbildung kürzer treten musste, wird gegen Refrath wohl sein Comeback geben. „Er hat noch seine Klasse“, sagt Predel.

Das erste Bundesliga-Heimspiel live miterleben, dürfen laut Gesundheitsamt Jena 60 Fans. Dabei haben nur Dauerkarteninhaber Zutritt, eine Tageskasse wird nicht geöffnet. Über einen Livestream auf der Vereins-Homepage können die Jenaer Anhänger trotzdem verfolgen, wie sich ihre Aufsteiger gegen ein deutsches Top-Team schlagen.