Basketball-Saisonstart wohl erst im November

Jena.  Zweitliga-Basketballer von Science City Jena sind trotzdem für die neue Spielzeit schon gut aufgestellt. Verein erhält Lizenz ohne Auflagen.

Würden gerne wieder loslegen: Science-City-Geschäftsführer Lars Eberlein (links) und Trainer Frank Menz.

Würden gerne wieder loslegen: Science-City-Geschäftsführer Lars Eberlein (links) und Trainer Frank Menz.

Foto: Sascha Fromm

Noch immer tappen die hiesigen Basketball-Fans im Dunkeln, ab wann Thüringens höchstklassigster Basketball-Verein, Science City Jena, in die neue Saison in der 2. Bundesliga ProA starten kann. „Ich glaube frühestens Anfang November“, sagt Jenas Geschäftsführer Lars Eberlein. Als Grund nennt er die in der vergangenen Woche von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis Ende Oktober. Allerdings müssen die Länder separat festlegen, wie sie eine Großveranstaltung definieren. In Thüringen sind aktuell Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmenden bis 31. August untersagt.

Keine Geisterspiele

Einigkeit herrscht bei den Zweitligisten, dass es keine Geisterspiele geben wird. Dazu sind die Basketball-Clubs, anders als beispielsweise die Fußball-Bundesligisten, zu sehr auf die Zuschauereinnahmen angewiesen. „Wir müssen die politischen Vorgaben abwarten“, sagt Eberlein. Er könne sich aber vorstellen, dass es beispielsweise personalisierte Tickets gibt, um eventuelle Auflagen der Behörden zu erfüllen.

Grundsätzlich steuern die Saalestädter aber solide durch die Corona-Pandemie. Die Verträge mit neuen Spielern werden so geschlossen, dass sie ab dem Tag gelten, an dem die Vorbereitung beginnt. Das wird sechs Wochen vor dem noch offenen Saisonstart sein. Die festangestellten Mitarbeiter befinden sich derzeit überwiegend in Kurzarbeit.

Jeden Tag Sponsorengespräche

In Sachen Sponsoren führen die Vereinsverantwortlichen täglich Gespräche. „Die Situation ist sehr unterschiedlich: Einige sagen, sie machen auf jeden Fall weiter. Andere wollen erst warten, wie sich ihre eigene Situation entwickelt.“ Wichtig für Science City sei, dass sich die Stadt Jena mit ihren Gesellschaften weiter engagiere. „Bei fast allen Clubs im Basketball geht es ohne städtische Unterstützung nicht“, sagt Eberlein.

Nichtsdestotrotz sind die Korbjäger von der Saale mit ihren Kaderplanungen trotz der vielen Fragezeichen schon weit voran geschritten. Mit Dennis Nawrocki, Julius Wolf und Matt Vest wurden drei Leistungsträger der abgebrochenen Saison gebunden. Auch die Rotationsspieler Joschka Ferner und Jan Heber, der langzeitverletzte Lars Lagerpusch und einige Talente haben Verträge für die kommende Spielzeit. Mit Rückkehrer Stephan Haukohl steht zudem schon der erste neue Spieler fest.

Lizenz ohne Auflagen

Insgesamt ist Science City schon jetzt auf den in der 2. Liga so wichtigen deutschen Positionen extrem tief besetzt. Es kann also wieder losgehen – egal wann. Zumal am Freitag Science City die Lizenz ohne Auflagen erhalten hat. Nur Heidelberg, Leverkusen, Karlsruhe und Schwenningen bekamen die Zulassung nur unter Auflagen.

Darüber hinaus wurde beschlossen, dass es in der abgebrochenen Saison keine Absteiger gibt. Nach aktuellem Stand würden damit 16 Mannschaft in die nächste Spielzeit gehen