Co-Trainer vom Science City: „Zeit mit der Familie zu verbringen, kann nie verkehrt sein“

Jena.  Basketball: Anstatt am Sonnabend in der 2. Bundesliga in Nürnberg anzutreten, absolvierten die Spieler von Science City Jena eine weitere Trainingseinheit.

Co-Trainer Steven Clauss von Science City Jena.

Co-Trainer Steven Clauss von Science City Jena.

Foto: Christoph Worsch

Ausruhen konnten sich die Basketballer von Science City Jena am Wochenende nur bedingt. Zwar mussten sie am Sonnabend nicht die Reise gen Nürnberg antreten, zum Ball griffen sie aber dennoch. Die Partie in der 2. Basketball-Bundesliga wurde verschoben, da in den Reihen des Gastgebers Spieler positiv auf Corona getestet wurden – und so gab es für das Team von Chef-Trainer Frank Menz kurzerhand eine weitere Trainingseinheit, bevor sie am Sonntag die Basketball-Seele ein wenig baumeln lassen durften. „Wir haben einfach zwei Mannschaften gebildet und Spielsituationen simuliert“, berichtet Co-Trainer Steven Clauss, der auch darauf verweist, dass dergleichen kein Freundschaftsspiel oder gar eine Begegnung in der Liga ersetzen könne.

„In Zeiten von Corona kann es immer passieren, dass eine Ansetzung recht kurzfristig abgesagt wird. Damit muss man immer rechnen. Doch wir benötigen auch Spielpraxis. Das Problem hatten wir schon während der Vorbereitung. Wir hatten lediglich ein Freundschaftsspiel“, sagt Clauss. Vor diesem Hintergrund sei es schwer, einen Rhythmus zu finden, schließlich wurde auch schon die Partie gegen die Kirchheim Knights zweimal verschoben.

Der Co-Trainer von den korbwerfenden Wissenschaftlern aus Jena spricht gar von einer mentalen Belastung für seine Spieler, die der permanenten Ungewissheit geschuldet sei. „Wir trainieren ja die ganze Woche hart, damit wir am Wochenende spielen können. Da sind die Spieler dann natürlich auch enttäuscht, wenn die Partie ausfällt. Gleichzeitig ist es aber auch frustrierend, wenn man dann erfährt, dass gegnerische Spieler positiv getestet wurden und in Quarantäne müssen. Das wünscht man ja auch niemandem“, sagt Clauss.

Natürlich ist auch bei den Basketballern aus Jena die leidige Corona-Thematik allgegenwärtig. „Wir halten und sehr, sehr gewissenhaft an die Hygienevorschriften, sodass wir bis jetzt keinen einzigen positiven Fall in unserer Mannschaft zu beklagen hatten“, sagt der Co-Trainer.

Er hofft nun, dass es aufgrund der vermehrten Spielabsagen am Ende der Saison nicht nur noch Englische Wochen geben wird. „Er wäre wünschenswert, wenn wir die Partien zu den angesetzten Terminen absolvieren könnten.“

Apropos Termin. Zumindest eine angenehme Sache sei mit der Absetzung des Auswärtstermins in Nürnberg am Sonnabend einhergegangen: der Co-Trainer hatte etwas mehr Zeit für seine Frau und seine Kinder. „Zeit mit der Familie zu verbringen, kann niemals verkehrt sein“, sagt Steven Clauss.