Science City Jena bleibt in der Erfolgsspur

Mit dem 107:79-Erfolg gegen Schlusslicht Ehingen festigen die Zweitliga-Basketballer Rang zwei. Sechs Spieler punkten zweistellig

Jena. Zufrieden stand Dennis Nawrocki nach Spielende auf dem Parkett der Jenaer Arena. Dass der 107:79-Erfolg von Basketball-Zweitligist Science City gegen Tabellenschlusslicht Team Ehingen Urspring am Samstagabend dann doch härter erkämpft werden musste, als es das Ergebnis ausdrückt, sah man einzig am Eisbeutel, den der Kapitän der Saalestädter gegen seine lädierte Hand presste.

„Gegen solche Mannschaften ist es immer schwer zu spielen, die stehen hinten drin, haben nichts zu verlieren“, analysierte Nawrocki. „Dessen waren wir uns bewusst, sind ganz gut aus der Kabine gekommen und haben über weite Strecken guten Basketball gespielt. Wenn auch noch nicht den, den wir spielen wollen.“ Sein Trainer Frank Menz sprach nach dem Pflichtsieg gegen die Baden-Württemberger, die erst ein Spiel in dieser Saison gewinnen konnten, von einer „guten Teamleistung“. Das spiegelte sich auch in der Statistik wider. Neben Nawrocki (14 Punkte) und dem Topscorer der Begegnung, Julius Wolf (20), trafen mit Robin Lodders (17), Joschka Ferner (10), Marcus Tyus (10) und Kasey Hill (10) insgesamt sechs Jenaer zweistellig. Zudem bekamen alle zwölf Spieler im Kader Einsatzzeit.

Chefcoach Menz war besonders froh, dass sich die erst im Dezember nachverpflichteten US-Amerikaner Hill und Tyus perfekt einfügen, scheinbar die fehlenden Puzzleteile bei der Mannschafts-Zusammenstellung sind. „Sie passen hervorragend zu unserem Team“, sagte der ehemalige Bundestrainer, der aber auch mit Kritik nicht sparte. Unzufrieden zeigte er sich mit der Leistung der jüngeren Spieler, denen er zeitig in der Begegnung Spielzeit gab. „Wir haben ein bisschen den Rhythmus verloren, als ich sie gebracht habe. Wir können deutlich besser spielen.“ Trotzdem seien gerade solche Partien wichtig, um weiter zu wachsen, meinte Menz, dessen Team seinen zweiten Tabellen-Platz festigen konnte.

Bei Menz, aber auch bei seinem Kapitän Nawrocki überwog am Ende aber deutlich der Optimismus. „Wir haben viel Potenzial, auf das wir aufbauen können“, sagte Letzterer, der davon ausgeht, dass sich seine lädierte Hand bis zum Spiel am kommenden Samstag in Hagen wieder erholt hat. Jetzt gehe es darum, „die nächsten Wochen und Monate die neuen Jungs zu integrieren, die Rollen klar zu verteilen und dann einfach weiter Gas zu geben“.