Alles auf Null: Science City Jena startet hochmotiviert und mit vielen Neuerungen in die Saisonvorbereitung

Jena  Basketball-Zweitligist Science City Jena startet in die Saisonvorbereitung.

Die neuen Jenaer Spieler (von links): Dennis Nawrocki (ehemals Braunschweig), Alex Herrera (ehemals Phoenix Hagen), Justin Leon (ehemals Oklahoma G-League), Joschka Ferner (ehemals Crailsheim) und Matthew Vest (ehemals Chemnitz).

Die neuen Jenaer Spieler (von links): Dennis Nawrocki (ehemals Braunschweig), Alex Herrera (ehemals Phoenix Hagen), Justin Leon (ehemals Oklahoma G-League), Joschka Ferner (ehemals Crailsheim) und Matthew Vest (ehemals Chemnitz).

Foto: Christoph Worsch

Wiedersehen unterm Korb: „Wir kennen uns schon, seit wir zehn Jahre alt sind“, sagt Dennis Nawrocki. „Damals haben wir oft gegeneinander gespielt“, pflichtet Julius Wolf bei. Der eine für Braunschweig, der andere für Göttingen. Science City Jena hat die beiden 26-Jährigen wieder zusammengeführt. Diesmal spielen sie in einem Team. Wolf spricht angesichts von sechs neuen Spielern von einem „kleinen Umbruch“.

Das Umfeld, die Stadt seien geblieben, aber im Verein weht zum gestrigen Trainingsauftakt ein anderer Wind. Der ehemalige Nationaltrainer Frank Menz, der Chefcoach und Sportlicher Leiter in Personalunion ist, hat in den zurückliegenden Wochen alles auf den Kopf gestellt, jeden Stein umgedreht.

„Jetzt bin ich froh, dass wir mit dem Trainieren beginnen können“, sagt er. Bei Meetings vor dem ersten Training erklärte Menz seinen Spielern, was auf sie zukommt, was er von ihnen erwartet. Es gibt auch einen Strafenkatalog. „Was drin steht, bleibt aber unter uns“, sagt Menz. Auch Wolf und Nawrocki wollen nicht verraten, was zum Beispiel Zuspätkommen zum Training kostet. „Das kommt in Jena ja auch so gut wie nicht vor“, meint Wolf.

Seinen Rivalen aus Jugendtagen will er in nächster Zeit die Stadt zeigen. Doch was Dennis Nawrocki schon gesehen hat, reiche ihm, um zu verstehen, „warum du schon die siebente Saison hier spielst“, sagt er zu Wolf gewandt. Man merke, dass Absteiger Science City auch in der zweiten Liga über erstklassige Verhältnisse verfüge.

Noch nicht am Training teilgenommen hat derweil Zugang Brad Loesing. Er hat in den USA geheiratet, soll am Donnerstag zum Team stoßen. Im Großen und Ganzen seien die Personalplanungen abgeschlossen, sagt Menz. Später möchte er eventuell noch einen ausländischen Combo-Guard verpflichten, in den ersten Trainingswochen aber dem Nachwuchs eine Chance geben. Fünf Korbjägern, die 20 Jahre oder jünger sind, nahmen am Trainingsauftakt teil. Weitere Talente aus dem Nachwuchsprogramm sollen bei den täglich zwei Trainingseinheiten reinschnuppern.

Dem ersten Testspiel am Sonntag gegen die Basketball Löwen Erfurt misst Menz keine Bedeutung bei. Überhaupt werde seine neuzusammengestelltes Mannschaft mehr als die sieben Wochen Vorbereitung brauchen, um in der ProA anzukommen. „Die Playoffs“, sagen Wolf und Nawrocki, „sind das Ziel“.

Bei allen Neuerungen dachte der Club gestern aber auch an die Verantwortlichen früherer Erfolge. So bedankte sich Geschäftsführer Lars Eberlein beim alten Trainerteam Björn Harmsen/Stephan Frost sowie allen scheidenden Spielern wie Julius Jenkins, Immanuel McElroy oder Derrick Allen. Alle seien in der Jenaer Arena stets willkommen.

Sommerfahrplan von Science City Jena

  • 11. August: Testspiel gegen Löwen Erfurt (A)
  • 18. bis 23. August: Trainingslager in Bad Blankenburg
  • 1. September: Saisoneröffnung in Jena mit Testspiel gegen Uni Baskets Paderborn
  • 7./8. September: Phoenix Cup Hagen (Gegner: Gießen 46ers, Uni Baskets, Paderborn, Phoenix Hagen)
  • 14. September: Testspiel gegen Hakro Merlins Crailsheim (A)
  • 22. September: Saisonstart gegen Rostock Seawolves (A)
  • 28. September: Heimspielauftakt gegen Team Ehingen Urspring

Zu den Kommentaren