SBC Nordhausen verliert und erntet Beilfall

Nordhausen  Basketball: Die Nordhäuser verlieren das Kellerduell gegen starke Weimarer mit 64:82 und üben sich in Kritik.

Christian Bienek wird von Weimars 2-Meter-Mann gebremst.  

Foto: Christoph Keil

Das sind echte Fans! Nach dem Abpiff gab es von den meisten der knapp 50 Zuschauern ausdauernden Beifal. Für den Verlierer, denn die Basketballer des Seamrog BC Nordhausen hatten das Kellerduell der Oberliga Thüringen gegen den HSV/KSSV Weimar mit 64:82 (28:35) klar verloren.

In der Wiedigsburghalle erlebten die Gastgeber am Freitagabend gleich einen Fehlstart. Fast vier Minuten dauerte es, bis die „Kleeblätter“ (Seamrog) den ersten Korb zum 2:5 machten. Doch während Weimar immer wieder punktete, verloren die Nordhäuser Freizeit-Korbjäger langsam aber sicher den Anschluss. Mit 10:17 ging es ins zweite Viertel. Als Kapitän Rummel der erste Dreier zum 18:25 gelang (13.), hofften alle Fans der Grün-Schwarzen in der Halle auf den Beginn der großen Aufholjagd des Gastgebers.

Doch es war ein typischer Fall von Denkste an diesem Abend! Weimars Erfolgsquote unterm Korb blieb dank ihrer Topspieler um den Dreier-König Säuberlich hoch. Die Nordhäuser zeigten Nerven. „Wir sind gegen die starke Abwehr der Weimarer einfach nicht durchgekommen, konnten unser Spiel nicht aufziehen. Weimar agierte viel besser, als es die Tabellensituation vermuten ließ“, sagte Spielertrainer Philipp Jalaß.

Die gute Nachricht für die Nordhäuser zur Pause war der Rückstand. Der war mit 28:35 wenigstens nicht weiter angewachsen. Auch im dritten Viertel blieben die Nordhäuser trotz anhaltender technischer Schwächen vor allem in der Offensive mit 42:50 in Schlagdistanz zu den cool agierenden Gästen.

Zwischenzeitlich stand es 41:44. „Das war sicherlich das Beste an dieser Partie“, sagte Jalaß. Doch mit der Sirene machte Weimar wieder mit einem Dreipunktewurf das 50:42.

Nordhäuser rutschen auf vorletzten Platz ab

Auch nach dem Wechsel dauerte die SBC-Wurfschwäche an. Aus dem Spiel heraus gab es erst in der Schlussphase wieder Punktgewinne. Da war Weimar f enteilt. Als der SBC beim 46:60 endlich zu Attacke blies, war die Partie schon entschieden. Am Ende hieß es deutlich – 64:82.

„Vor Weihnachten waren in besserer Form“, sagte Spielercoach Jalaß mit Verweis auf fehlendes Training. „Doch die Stimmung im Team ist weiter gut. Wir haben es nicht bereut, aufgestiegen zu sein. Wir kämpfen jetzt weiter um den Klassenerhalt“, so Jalaß. In der Tabelle ist Seamrog auf den vorletzten Platz abgerutscht. Die nächste Hürde wartet am 2. Februar beim USV Jena. Der liegt nur zwei Zähler vor Nordhausen.

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