Beim HSV Bad Blankenburg liegt man über den Erwartungen

Bad Blankenburg.  Der HSV Bad Blankenburg absolvierte bislang eine überraschend gute Saison. Das sieht nicht nur der Sportliche Leiter Tobias Jahn so.

Viktor Begetow, hier im jüngsten Auswärtsspiel gegen die SG Pirna/Heidenau, gehört zu den erfolgreich integrierten Neuzugängen beim HSV.

Viktor Begetow, hier im jüngsten Auswärtsspiel gegen die SG Pirna/Heidenau, gehört zu den erfolgreich integrierten Neuzugängen beim HSV.

Foto: Andreas Karlen

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Für den HSV Bad Blankenburg kommt es am morgigen Samstagabend zum nächsten Spitzenspiel in der Mitteldeutschen Oberliga. Der Tabellenzweite aus Thüringen empfängt den Vierten, die HG Köthen. Vor dem Kracher in der Landessportschule unterhielten wir uns mit Tobias Jahn, dem Sportlichen Leiter der Männermannschaft, über den bisherigen Saisonverlauf, zu korrigierende Ziele und mögliche Aufstiegsambitionen.

Beim HSV herrscht gegenwärtig eitel Sonnenschein. Da war die Mitgliederversammlung wahrscheinlich recht schnell Geschichte, oder?

Ja, das hat nicht einmal eine Stunde gedauert. Es standen ja auch keine Wahlen an. Wir haben vor allem zurück geblickt und natürlich auch nach vorn geschaut.

Nach etwas mehr als einem Drittel der Saison auf dem zweiten Platz, da kann man bestimmt nur zufrieden sein.

Ich bin sehr zufrieden. Unsere Verpflichtungen waren gut und haben sich erfolgreich integrieren lassen, unser Trainergespann mit Igor Ardan und Marcel Werner funktioniert. Die Stimmung könnte nicht besser sein.

Mit dem zweiten Tabellenplatz liegt man bestimmt über den Erwartungen?

Ja, das ist so. Wir wussten zwar, dass die Mannschaft Potenzial hat und wir es auch schaffen könnten, früh mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Aber wenn man die bisherige Saison so sieht, dann liegen wir mit den Ergebnissen auf jeden Fall über den Erwartungen. Man muss schon sagen, es läuft überraschend gut.

So gut, dass man vielleicht jetzt schon über einen Wiederaufstieg in die dritte Liga nachdenkt?

Ach, die Frage wird mir seit einigen Tagen oft gestellt. Aber ich kann Ihnen versichern: Wir haben uns damit überhaupt noch nicht beschäftigt. Wie Sie schon richtig sagen, es ist ja auch erst ein Drittel der Saison vorüber, da kann noch viel passieren.

Das ist richtig. Bislang ist der HSV weitestgehend auch von Verletzungen verschont geblieben.

Genauso ist es. Bis auf die Knöchelverletzung von Stefan Remke, der noch einige Spiele ausfallen wird, ist bei uns das Lazarett leer. Wie schnell sich so eine komfortable Situation ändern kann, sieht man beim Spitzenreiter HC Burgenland.

Inwiefern?

Dort verletzten sich die zwei wohl wichtigsten Akteure und fallen längere Zeit aus. Da wir es dann gleich ungleich schwerer. Es ist derzeit noch alles eine Momentaufnahme. Und man sollte die Kirche im Dorf lassen: Wir haben bisher nur die erste Etappe gut gemeistert.

Wenn man jetzt aber sagt, man will selbst als Tabellenzweiter auch weiterhin nur nichts mit dem Abstieg zu tun haben, klingt das doch unglaubwürdig.

Wenn es weiterhin so gut, so ideal läuft, kann man ja gegebenenfalls das Ziel anpassen. Aber bis jetzt besteht dazu noch keine Veranlassung.

Mit einem Sieg am morgigen Samstag gegen Köthen könnte die Stimmung weiterhin gut bleiben. Wie schwierig ist es, zu ungewohnter Zeit das Heimspiel zu bestreiten?

Klar wollen wir auch dieses Spiel gewinnen. Und wir hoffen auch am Samstagabend auf viele Zuschauer. Ich denke, dass uns die Fans da nicht im Stich lassen: Köthen ist ein attraktiver Gegner, wir spielen attraktiven Handball - das wird hoffentlich wieder viele Zuschauer anlocken.

Noch ein Wort zum Landespokal: Auch da ist der HSV im Soll. Haben Sie einen Wunschgegner für die nächste Runde?

Nein, aber wir wollen den Pokal gewinnen, nehmen den Wettbewerb sehr ernst. Es wäre schön, nicht wieder ein Doppelspiel-Wochenende zu haben. Das ist schon sehr belastend.

Samstag, 19 Uhr, in der Landessportschule: HSV Bad Blankenburg - HG Köthen

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