Biathlon-Weltverband nimmt Oberhof in die Pflicht

Oberhof.  Der Biathlon-Weltverband hat die Oberhofer Organisatoren in die Pflicht genommen. Künftig erwartet man perfekt hergerichtete Strecken, nachdem es zuletzt Kritik gab.

Beim Weltcup in Oberhof hatten die Biathleten wie Johannes Kühn mit schwierigen Schneeverhältnissen zu kämpfen.

Beim Weltcup in Oberhof hatten die Biathleten wie Johannes Kühn mit schwierigen Schneeverhältnissen zu kämpfen.

Foto: Sascha Fromm

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Der Biathlon-Weltverband (IBU) hat die Organisatoren von Oberhof in die Pflicht genommen, in Zukunft für sichere Schneeverhältnisse zu sorgen und mit Blick auf die Weltmeisterschaft im Februar 2023 perfekte Bedingungen zu garantieren. „Ich hoffe, sie haben den Schuss jetzt gehört“, sagte IBU- Sportdirektor Felix Bitterling der Zeitung Freies Wort und knüpfte daran entsprechende Erwartungen: „Das ist dann noch einmal eine ganz andere Dimension, denn eine WM geht über zehn Tage.“

Helfer mussten eine Zusatzschicht einlegen

Beim Weltcup mit 60.750 Fans an den vier Wettkampftagen waren die Veranstalter wegen des schlechten Zustandes der Strecke in die Kritik geraten. Der in diesen Mengen nicht erwartete Regen am Freitag sei sehr knifflig gewesen, sagte Organisationschef Silvio Eschrich. Helfer hatten sowohl am Schießstand und außerhalb des Stadions eine Zusatzschicht einlegen müssen, um die Fortführung des Weltcups zu sichern. Trotzdem musste die 3,3-km-Runde auf 2,5 Kilometer verkürzt werden.

Die Erweiterung des Schneedepots und die Errichtung einer weiteren Lagerstätte sollen künftig die Bedingungen verbessern. Am 1. April werden die Umbauarbeiten fortgeführt. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die Errichtung eines neuen Technikgebäudes und eine neue Streckenführung.

Obwohl erneut mehr als 60.000 Zuschauer kamen, waren die Veranstalter nicht zufrieden. Am Donnerstag (7300) und Freitag (10.650) habe man sich mehr Besucher gewünscht, sagte Eschrich. Nachdem bereits zum Weltcup der Vorverkauf für die Rennen vom 7. bis 10. Januar 2021 begonnen hat, sollen ab Herbst 2021 bereits die Karten für die Oberhofer WM verfügbar sein.

Lesser und Schempp fehlen in Ruhpolding

Simon Schempp wird beim Weltcup in Ruhpolding pausieren. Damit ist neben Erik Lesser ein weiterer ehemaliger Staffel-Weltmeister beim zweiten Heim-Weltcup nicht am Start. Während Lesser in dieser Woche wie Lucas Fratzscher vom WSV Oberhof im zweitklassigen IBU-Cup in Osrblie den Weg zurück in die A-Auswahl schaffen will, legt Schempp eine Wettkampfpause ein. Neu ins Männer-Team kommen Philipp Nawrath (Nesselwang) und Roman Rees (Schauinsland). Bei den Frauen steht die zuletzt erkrankte Franziska Preuß (Haag) wieder zur Verfügung.

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