Kommentar: Regen oder Traufe

Marco Alles über die Wetterkapriolen beim Biathlon-Weltcup in Oberhof.

Marco Alles

Marco Alles

Foto: red

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Wetter verlangt nicht nur den Biathleten, sondern auch den Oberhofer Weltcup-Organisatoren alles ab. Wieder einmal. Neben den „aufliegenden Wolken“ – den Begriff Nebel mag am Grenzadler keiner mehr hören – setzt der anhaltende Regen bislang allen Beteiligten am meisten zu. Und er erforderte Improvisationskunst. So wurde für den Männer-Sprint der Streckenverlauf kurzfristig angepasst. Aus der Skihalle holten die unermüdlichen Helfer Schnee, um die weggeschmolzene Auflage am Schießstand aufzufüllen. Und nahezu pausenlos gab es Ausbesserungen in der strapazierten Loipe.

Vor diesem Hintergrund sind die aus Gelsenkirchen herangeschafften Fuhren Gold wert. Sie bilden mit dem in Oberhof produzierten Kunstschnee jene eiserne Reserve, die den Weltcup absichert. Das beruhigt Organisatoren, Sportler und Zuschauer gleichermaßen. Bei aller verständlichen Diskussion um Klimaschutz und Ressourcen-Verschwendung: Wem wäre geholfen, wenn Thüringens Sportveranstaltung mit der weltweit größten Ausstrahlung vom Regen weggespült würde? Wie groß wäre der Imageschaden für die Tourismus-Region Thüringer Wald? Und welches Bild würde Oberhof dadurch abgeben im Vorfeld der WM 2023?

Legt man nur die Energiebilanz zugrunde, müssten auch andere Großveranstaltungen wie Fußballspiele und Konzerte infrage gestellt werden. Dort rollen kaum weniger Laster mit Material und Verpflegung. Nicht nur einmal im Jahr.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.