Blau-Weiß Frankenhausen dreht Spiel gegen Ohratal

Bad Frankenhausen.  Bad Frankenhausen besiegt in der Fußball-Thüringenliga mit einem Kraftakt Aufsteiger Ohratal nach 0:2 noch 5:2.

Aufholjagd geglückt: Als Peet Schmidt (Zweiter in Blau von links) das 2:2 einköpft, kamen die Hausherren immer besser ins Spiel.

Aufholjagd geglückt: Als Peet Schmidt (Zweiter in Blau von links) das 2:2 einköpft, kamen die Hausherren immer besser ins Spiel.

Foto: Sebastian Fernschild

Pünktlich zum Abpfiff begann es zu regnen. Symbolisch für beide Mannschaften. Bei den einen Tränen des Glücks und den anderen Tränen aus Traurigkeit. Die des Glücks für die Hausherren, die es mal wieder geschafft haben, einen Sieg einzufahren. Der SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen bezwang das Schlusslicht und Aufsteiger FSV Ohratal auf dem eigenen Kunstrasenplatz nach 0:2-Rückstand noch 5:2. Ein Kraftakt. „Das war ein richtiger Arbeitssieg, den wir uns einfach verdient haben. Klar bin ich zufrieden mit dem Ergebnis, die beiden Gegentore aber stören mich dennoch, vor allem wie sie zustande gekommen sind“, ist Bad Frankenhausens Trainer Silvio Beer glücklich, weiß aber zugleich, wo die Schwächen liegen. Dem Trainer ist, wie der gesamten Mannschaft, nach dem Schlusspfiff vom gut leitenden Armin Stollberg aus Mühlhausen, ein großer Stein vom Herzen gefallen.

Doch danach sah es zu Beginn überhaupt nicht aus. Nach fünf Minuten lagen die Hausherren schon 0:2 hinten. Zweimal ausgespielt, zweimal hat es geklingelt. „Da waren die Jungs noch gar nicht auf dem Platz. Und keiner hat das irgendwie registriert. Das ist es, was mich so ärgert“, so Beer weiter. Denn auch im Nachgang zeigte Bad Frankenhausen zunächst keine Reaktion. Das Spiel verlief auf keinem hohen Niveau und die Gastgeber schienen bis weit in die ersten Halbzeit hinein wie gelähmt und geschockt. Raunen machte sich breit unter den Zuschauern.

Anschluss durch Halusa

Aber um so länger das Spiel ging, desto mehr glaubten die Gastgeber an sich. Kurz vor der Halbzeit dann der so wichtige Anschlusstreffer durch Steven Halusa, der auf der linken Seite von Kammlott geschickt wurde und ins lange Eck traf. „Das war psychologisch sehr wichtig. Dieses Tor hat den Auftakt gegeben“, sagte Beer.

Als dann der stark agierende Kevin Weber zum 3:2 einnetzte, schien der Bann endgültig gebrochen. Aber Bad Frankenhausen ließ es in der Folge wieder einigeln und die Gäste waren dem Ausgleich näher. Vor allem Florian Kiebert stemmte sich gegen die drohende Niederlage und versuchte es aus allen Lagen. Glück zu dem Zeitpunkt für die Frankenhäuser, da die Gäste mit ihren Chancen schluderten.

Als dann aber Niklas Hennig perfekt in Szene gesetzt wurde und in der 78. Minute das 4:2 markierte, war die Entscheidung gefallen. Aber ein Treffer sollte noch kommen. Der umtriebige Carsten Kammlott zeigte in seiner unnachahmlichen Art, wie man im Strafraum agiert, drehte sich blitzschnell und hämmerte die Kugel ins Netz.

Ohratal ließ dennoch nicht locker und war auf Schadensbegrenzung aus. Eine gute Möglichkeit dazu hatten die Gäste auch noch, aber der zu Beginn unsicher wirkende Robin Schmidt im Frankenhäuser Tor streckte sich nach allen Regeln der Kunst und hielt so das 5:2.

„Nun haben wir zehn Punkte. Das freut mich sehr. Und die haben wir uns auch einfach verdient. Es hätten auch durchaus mehr Punkte sein können“, kennt Beer immer Verbesserungen.

Spielerisch war die Begegnung gegen Ohratal schon deutlich besser als zuvor. Aber vor allem die Moral und der Charakter haben gestimmt, wodurch am Ende solch ein Ergebnis zustande kam.