Christian Hotze: „Der Verein ist mir ans Herz gewachsen“

Jützenbach.  Christian Hotze ist dem VfB Jützenbach schon seit seiner Jugend auf das Engste verbunden.

Christian Hotze (rechts) in seiner Funktion als Vorsitzender beim Start des Radrennens „Rund um den Sonnenstein“.

Christian Hotze (rechts) in seiner Funktion als Vorsitzender beim Start des Radrennens „Rund um den Sonnenstein“.

Foto: Uwe Petzl

Christian Hotze kann sich ein Leben ohne den VfB Jützenbach (noch) nicht vorstellen. Der noch 46-Jährige ist seit seine Jugend dem Verein für Ballspiele aufs Engste verbunden als aktiver Fußballer und in funktionaler Tätigkeit im Vorstand.

„Ich habe nur das Tor gehütet“, sagt der dreifache Familienvater, der mit der Schule im benachbarten Weißenborn/Lüderode Kreismeister unter dem Sportlehrer und Trainer Michael Klippstein wurde und danach in Zwinge in der Jugend zwischen den Pfosten stand.

Mit 21 Jahren wurde der gebürtige Jützenbacher Schlussmann in der ersten Mannschaft seines Heimatvereins, stieg mit ihr bis in die Kreisliga auf und 2005 wieder unglücklich ab. „Damals sind wird mit 27 Punkten als Drittletzter rausgegangen“, erklärt der selbstständige Vermögensberater. 2007 beendete er offiziell seine lange sportliche Karriere im geliebten Kasten, war bis auf eine Schultergelenkssprengung, die ihn neun Monate pausieren ließ, der Dauerbrenner im Jützenbacher Gehäuse.

Talent als Torwart

Als Feldspieler blieb er noch weiter am Ball, unter anderem in der 2007 gegründeten Spielgemeinschaft mit Schwarz-Weiß Weißenborn/Lüderode und seit 2014 in der SG Bockelnhagen/Zwinge/Jützenbach. Aktuell schnürt er sonntags immer noch seine lieb gewonnenen Fußballschuhe für das zweite Team in der zweiten Kreisklasse.

Sein Talent und seine große Erfahrung als Tormann stellt er immer noch im Tor der Altherrenmannschaft der SG Leinefelde/Worbis unter Beweis, wurde im vergangenen Jahr mit ihr Kreismeister und Zweiter bei den Landesmeisterschaften. „Das macht mir immer noch viel Spaß und bereitet mir große Freude“, berichtet der kickende Enthusiast, der seinen Urlaub und private Veranstaltungen stets nach den Spielplänen ausgerichtet hat.

20 Jahre im Vorstand

Daneben blickt der sympathische Sportsmann auch auf eine 20-jährige Schaffenszeit als Vorstandsmitglied des Jützenbächer Sportvereins mit seinen rund 90 Mitgliedern zurück – zunächst als Schriftführer, ab 2004 als Nachfolger der verdienstvollen Vorsitzenden Franz Inger und Frank Näfe. „Das Duo hat viel für die positive Entwicklung unseres Clubs getan“, spricht Christian Hotze lobende Worte über seine Vorgänger.

Sehr am Herzen liegt dem früheren Bauingenieur, der in seiner knapp bemessenen Freizeit noch wichtige Baumaßnahmen an seinem Eigenheim vornimmt, das vor zwei Wochen zum 17. Mal veranstaltete Sportfest. „Es hat mit dem niveauvollen Fußballturnier und dem seit fünf Jahren veranstalteten Radrennen einen guten Ruf in der Region“, informiert der bekennende Eichsfelder.

Neben den bestehenden Abteilungen Fußball, Tischtennis – dafür haben wir Tische extra aus Erfurt geholt – und Damengymnastik plant der Vereinschef noch weitere, denkt dabei an Yoga sowie angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung an Seniorensport.

„Aber alles kann nicht optimal funktionieren ohne ein gutes Führungsteam“, erzählt Hotze und lobt das gute Miteinander mit seinen ehrenamtlichen Kollegen zum Gemeinwohl. „Gerade im dörflichen Leben ist das Füreinander und Miteinander besonders wichtig“, betont die Torwart-Legende.

Marathon unter drei Stunden

Sein ehrenamtliches Engagement lässt der Finanzexperte auch dem Wirtschaftsforum Eichsfeld mit seinen 96 Mitgliedsfirmen zugute kommen. „Dort betätige ich mich aufgrund meiner guten Kontakte als Vorsitzender, organisiere unter anderem interessante wirtschaftliche Veranstaltungen“, erwähnt Christian Hotze.

Die Ausdauer und Energie für seine vielseitigen Tätigkeiten holt er sich seit einigen Jahren bei Ausdauerläufen, absolvierte in den vergangenen sechs Monaten seine Starts bei den Marathons in Amsterdam, Dresden, Frankfurt, Wien und Berlin unter starken drei Stunden.

Auf jeden Fall will der Vorsitzende im kommenden Jahr für das Spitzenamt im Verein kandidieren, denn 1922 besteht der VfB Jützenbach 100 Jahre. „Dafür will ich mich noch einmal voll einsetzen“, sagt der Sportbegeisterte, dem sein Verein „ans Herz gewachsen ist“ und der seine Begeisterung für ihn und den Breitensport an sein Umfeld übertragen.