Christoph Sternadel glänzt gegen Rot-Weiß Erfurt mit starken Paraden

Heiligenstadt  Fußball-Landespokal: SC Heiligenstadt unterliegt trotz guter Leistung mit 0:5 gegen den Favoriten Rot-Weiß Erfurt

Fußballverbandsligist 1.SC Heiligenstadt unterliegt in der ersten Runde des Landespokals den Regionalligisten Rot Weiß Erfurt mit 0:5Fotos (5): Eckhard Jüngel

Fußballverbandsligist 1.SC Heiligenstadt unterliegt in der ersten Runde des Landespokals den Regionalligisten Rot Weiß Erfurt mit 0:5Fotos (5): Eckhard Jüngel

Foto: Eckhard Jüngel

Fast 40 Minuten hoffte die Mehrzahl der knapp über 1000 Zuschauer am Freitagabend im weiten Rund des Gesundbrunnenstadions von einer Überraschung ihres Verbandsligisten SC Heiligenstadt im Fußball-Landespokal.

Dann wurden sie jäh aus ihren sportlichen Träumen gerissen, als der favorisierte Regionalligist Rot-Weiß Erfurt durch einen Doppelschlag ihres agilen Stürmerduos Selim Aydemir und Morten Rüdiger (38./39.) mit 2:0 in Führung ging, die faire Partie dadurch zur Halbzeit schon fast entscheiden war. Durch drei weitere Treffer des Routiniers Velimir Jovanovic (52.) sowie des eingewechselten Sinisa Veselinovic (56./84.) kam die favorisierte und spielerisch überlegene Elf von Trainer Thomas Brdaric noch zu einem standesgemäßen 5:0. Allerdings fiel der Erfolg der Landeshauptstädter zu hoch aus, denn die bravourös kämpfenden Gastgeber unter ihrem neuen Coach Ronny Löwentraut standen besonders in den ersten 45 Minuten einige Male vor einem Torerfolg.

Nicht vom Glück begünstigt war Heiligenstadts einzige nominelle Spitze Ivan Peric. Der laufstarke Kroate setzte sich zunächst gegen Burim Halali durch, scheiterte aber mit seinem zu schwachen Schuss an Schlussmann Julian Knoll. Danach verpasste Heiligenstadts Nummer elf zweimal einschussbereit Flanken seines schnellen Sturmpartners Maximilian Henkel kurz vor der Torlinie. „Wenn wir in dieser Phase in Führung gehen, kann die Partie einen anderen Verlauf nehmen“, sagte Löwentraut, der sich zudem über die vermeidbaren ersten beiden Tore der Erfurter ärgerte.

Kurz vor Schluss der zweiten Halbzeit, in der die Rot-Weißen klar den Ton angaben und noch einen Lattentreffer durch Lucas Surek hatten, hatte erneut Peric den verdienten Ehrentreffer auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend am herausstürzenden Knoll. Bester Heiligenstädter war an diesem Fußballabend Torwart Christoph Sternadel. Der 27-jährige Küllstedter wuchs über sich hinaus und ließ mit seinen Glanzparaden mehrmals die Erfurter verzweifeln.

Lob für ihre couragierte Leistung erhielten die Hausherren nach den 90 unterhaltsamen Minuten neben dem Beifall der zufriedenen Fans auch von Erfurts Trainer Brdaric, der zudem den würdigen Rahmen in der Kreisstadt hervorhob und von einer interessanten Partie sprach. Nicht immer zufrieden war der ehemalige Profi von Bayer Leverkusen und Hannover 96 mit seiner Abwehr, die einige Male nicht im Bilde war, und anfangs mit seiner Offensive, die sich zunächst im Herausarbeiten von Möglichkeiten schwer tat. „Das Wichtigste ist das Weiterkommen“, betonte der Fußballlehrer. Sein Gegenüber Ronny Löwentraut zeigte sich sehr zufrieden mit seiner Elf, bedauerte das Auslassen der vier großen Chancen.

Zufrieden war auch Heiligenstadts Präsident Torsten Groß über die große Resonanz , zollte zudem den über 100 freiwilligen Helfer des Vereins ein großes Lob für die hervorragende Organisation des Pokalschlagers.

Große Ehre wurde in der Halbzeitpause noch dem ehemaligen Trainer Axel Merfert zuteil, dem die Verantwortlichen des SC Heiligenstadt ein Präsent für seine gute Arbeit überreichten. Der A-Junior Marius Lamczyk, der zum Kader gegen Rot-Weiß Erfurt gehörte, erhielt eine Auszeichnung als Torschützenkönig in der Verbandsliga der A-Junioren in der Saison 2018/2019 mit 34 Treffern.

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