Die drittbeste Kämpferin in Europa

Budapest/Heiligenstadt.  Die Heiligenstädterin Amelie Lücke hat bei den Karate-Nachwuchs-EM in Budapest ihren bisher größten sportlichen Erfolg gefeiert.

Amelie Lücke freut sich über EM-Bronze.

Amelie Lücke freut sich über EM-Bronze.

Foto: Katrin Hunold

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Die Heiligenstädter Karatekämpferin Amelie Lücke (Ken Budo Heiligenstadt) hat ihrer bisher beachtlichen und sportlich noch jungen Karriere einen weiteren Meilenstein hinzugefügt. Im ungarischen Budapest sicherte sich die 16-jährige Eichsfelderin bei den Europameisterschaften der Jugend, Junioren und U 21 in der Altersklasse U 18 sowie der Gewichtskategorie über 59 Kilogramm die Bronzemedaille und feierte damit ihren bisher größten sportlichen Erfolg.

In der „Budapest Olympic Centre Arena“ traten die besten Nachwuchskämpfer aus ganz Europa gegeneinander an. Insgesamt hatten 1185 weibliche und männliche Karateka für diesen hochkarätigen Wettbewerb gemeldet. Lücke durfte Deutschland bereits zum zweiten Mal bei einer EM vertreten.

Nach ihrer Weltmeisterschaftsteilnahme im vergangenen Oktober war nun die Motivation erneut groß. In Chile war das Glück bei der WM-Premiere nicht auf der Seite Lückes gewesen. Durch eine unglückliche Disqualifikation war damals das frühe Aus gekommen. Doch in Budapest sollte für die Heiligenstädterin dieses Mal alles viel besser laufen.

36 Kämpferinnen waren insgesamt in Lückes Alters- und Gewichtsklasse mit dabei. In der ersten Runde platzierte die Heiligenstädterin gezielte Treffer und siegte mit 3:0 gegen ihre Gegnerin aus Weißrussland. Das zweite EM-Duell sollte sich dann als nervenaufreibend herausstellen: Weder Lücke noch ihre Gegnerin aus der Ukraine erzielten in der regulären Kampfzeit einen Punkt. Der Kampfrichterentscheid fiel – auch zur Freude ihrer Eltern, die mitgereist waren – zugunsten der Eichsfelderin aus, da sie die Runde aktiver gestaltete.

Im anschließenden Kampf gegen ihre Kontrahentin aus Bosnien und Herzegowina gelang Lücke durch eine Fußwertung ein klarer 3:0-Erfolg – das Halbfinale war damit erreicht.

Nun war Lücke nur noch einen Schritt vom Einzug in das Finale entfernt. Doch das Vorschlussrundenduell gegen die Spanierin Marta Pasqual Chico sollte für sie nicht optimal verlaufen. Gegen die spätere Titelgewinnerin stand Lücke an diesem Tag auf verlorenem Posten und kassierte eine 0:8-Niederlage.

Doch für Frust blieb keine Zeit, schließlich stand für die Schülerin noch der Kampf um Rang drei und damit um Bronze an. Und in diesem wartete auf Lücke eine alte Bekannte: Mit der Belgierin Eva Brognon hatte sich Lücke bei internationalen Turnieren bereits des Öfteren duelliert.

Die Belgierin konnte zwar in Führung gehen, aber Lücke konterte mit zwei optimal platzierten Fußtritten zum Kopf. Am Ende stand ein 6:3-Sieg, der große Freude auslöste – nicht nur bei Lücke, sondern auch bei ihrer Familie, ihrem Heimtrainer Peter Friedensohn sowie Landes- und Bundescoach Klaus Bitsch.

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