Die Frankendorfer halten seit 60 Jahren fest zusammen

Frankendorf  SV Fortuna feiert Jubiläum und blickt auf eine Vereinsgeschichte mit zahlreichen Erfolgen zurück

Der letzte große Erfolg der Frankendorfer Kicker war der Kreispokalsieg 2011, als man im Finale Schmiedehausen mit 1:0 schlug.Archivfoto: Thomas Müller

Der letzte große Erfolg der Frankendorfer Kicker war der Kreispokalsieg 2011, als man im Finale Schmiedehausen mit 1:0 schlug.Archivfoto: Thomas Müller

Foto: Thomas Müller

Der kleine und beschauliche Ort Frankendorf im Weimarer Land ist zwar nicht riesig, hat mit dem SV Fortuna Frankendorf jedoch einen Fußballverein, der in den vergangenen 60 Jahren die Geschichte des Sports in der Region mitprägte und sich vor allem im Pokalwettbewerb hervortat. Ein Blick auf die Chronik zeigt, dass man insgesamt sechs Mal den Kreispokal gewinnen konnte, Anfang der 80er Jahre sogar drei Mal in Folge.

Seit 1985 hatte man, damals noch als BSG Traktor Frankendorf, die 1. Kreisklasse verlassen und stets Bezirks- oder Kreisliga gespielt. So tut der Abstieg in dieser Saison sicherlich weh, aber wird im Ort und beim Verein keine Welt zusammenbrechen lassen. Dafür halten die Frankendorfer viel zu sehr zusammen, kümmern sich um viele Sachen rund um den Sportplatz selber. Ein Höhepunkt für alle Einwohner ist alljährliche Sportfest am Ende der Saison welches bereits gestern startete und am Samstag um 18 Uhr mit der Festveranstaltung ihren Höhepunkt findet. Auch Sonntag werden noch einige Programmpunkte, unter anderem mit einem Kinderfest um 14.30 Uhr, angeboten. Am Vormittag spielen die F-Junioren ihr letztes Punktspiel.

Fast genau 60 Jahre ist es her, da gründeten Paul Schröder als Vorsitzender, Rudi Gnech, Rolf Brandt, Horst Schwender, Heinz Bender und Erich Jüttner die SG Hammerstedt/Frankendorf, die wenig später zur BSG Traktor Frankendorf wurde. So hieß man bis zur Wende, ehe man zum SV Fortuna Frankendorf wurde.

Schon zu Beginn der Geschichte des Vereins, konnte man sich schnell einen ersten Pokal sichern. 1961 gewann man den Titel „Goldener Traktor. An diesem Wettbewerb hatten alle Landsportgemeinschaften teilgenommen, die den „Traktor“ im Namen trugen.

Unter Trainer Günter Stiller ging es Anfang der 70er Jahre stetig nach oben mit der ersten Männermannschaft. Es gelang der Aufstieg in die 1. Kreisklasse, der erste Kreispokalsieg 1974 und ein Jahr später der Aufstieg in die Bezirksklasse. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch erstmals eine zweite Männermannschaft, die die erste unterstützen konnte. Nach einer kurzen Talsohle kurz nach der Wende, ging es danach wieder bergauf. Höhepunkt dieser Entwicklung war 1998 der Kreismeistertitel unter Spielertrainer Armin Romstedt. Der letzte große Erfolg gelang 2011 mit dem Gewinn des Kreispokals.

Heute wird der Verein von Falk Kohlmann als Vorsitzenden geleitet. Zum Vorstand gehören außerdem Stellvertreter Christian Krähmer, Kassenwart Winfried Schorcht und Jugendwartin Kerstin Merkel. Auf die Jugend kann sich der Verein seit vielen Jahren mittlerweile verlassen. Zusammen mit der SG Moorental hat man viele Nachwuchsteams in verschiedenen Altersklassen im Spielbetrieb. Und wir in jedem Verein sind diese auch enorm wichtig, damit auch die Männerteams profitieren können. Generell ist bei der Fortuna die Last auf viele ehrenamtliche Schultern verteilt, wie es in solch einem Ort auch gar nicht anders möglich ist. Die Frankendorfer sind zurecht stolz auf 60 Jahre Vereinsgeschichte, denn so ist das Dorf auch über die Grenzen des Weimarer Landes hinaus bekannt.

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