Drei-Kirchen-Lauf in Günthersleben: Idealer Wiedereinstieg ins Jahr

Günthersleben.  Für viele Läufer bot der 11. Drei-Kirchen-Neujahrslauf in Günthersleben die perfekte Möglichkeit, die eigene Form zu testen.

Die malerische Strecke und gute Bedingungen sorgten für ein neues Rekordteilnehmerfeld.

Die malerische Strecke und gute Bedingungen sorgten für ein neues Rekordteilnehmerfeld.

Foto: Tim Grebhan

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Locker und flockig durchquerte Marcel Krieghoff das am Güntherslebener Sportplatz gelegene Ziel. Die gemessenen 33:42,9 Minuten bedeuteten zwar, dass der 35-Jährige rund 36 Sekunden länger unterwegs war als letztes Jahr. Am Wiederholungssieg – es war der achte insgesamt – änderte dies freilich nichts. Wie schon 2019 verwies Krieghoff Adrian Panse vom USV Erfurt (34:14,8 min) auf den zweiten Platz. Rang drei ging an André Skrowny vom GuthsMuths-Rennsteiglaufverein (34:21,5 min).

„Ich mag diese kleinen, familiären Läufe. Wenn es hier gut läuft, wird es eine gute Saison“, sagte Krieghoff, der Dauergast beim Drei-Kirchen-Neujahrslauf in Günthersleben ist. Die Verbindung zur Veranstaltung rührt nicht nur daher, weil Organisator Jörg Bauer Krieghoff einst in der Schule in Sport unterrichtete. Denn der Lauf, einer der ersten im neuen Jahr, bietet perfekte Bedingungen, sich wieder „reinzufuchsen“. So auch für Krieghoff, der zwar wegen einer Erkältung nicht beim Silvesterlauf starten konnte, seitdem aber im Training steht.

„Um die 33 Minuten wollte ich laufen. Die Zeit passt“, sagt der Läufer vom SC Impuls Erfurt, der sich für diese Saison neue Ziele gesetzt hat. „Ich will das erste Mal einen Supermarathon laufen“, so Krieghoff, der in den nächsten Tagen weiter an der Form arbeitet und in zwei Wochen an einem Lauf in den Niederlanden teilnimmt. Obwohl er im Saft steht, gibt es noch Steigerungspotenzial. „Mir fehlt noch ein wenig die Spritzigkeit, aber das kommt von alleine.“

Ihm und den restlichen Athleten boten sich beim 10-Kilometer-Hauptlauf von Günthersleben über Schwabhausen und Wechmar nahezu perfekte Bedingungen. Kein Wind, rund drei Grad Temperatur – das sorgte auch bei Organisator Jörg Bauer für Freude. „Wir haben wirklich Glück gehabt. Besser konnten wir es nicht treffen.“

Anmeldezahl überrascht Veranstalter

Die angenehmen äußeren Umstände und die Lust vieler Sportler unterschiedlichsten Alters hatten zur Folge, dass die Teilnehmerzahl bei der elften Auflage förmlich explodierte. Rechneten Bauer und Co. im Vorfeld wie in den Vorjahren mit etwas über 300 Athleten, näherte sich die Zahl diesmal fast der 500. Nordic Walking, Bambini- und Jedermannlauf – auch die drei weiteren Disziplinen wurden dankbar angenommen, hatten aber zur Folge, dass die elektronischen Kapazitäten mit dem Ansturm nicht mithalten konnten. Der Zeitmess-Chip war vergriffen, bei einigen Teilnehmern musste die Zeit manuell gestoppt werden. „Es ist schon Wahnsinn, wie das alles gewachsen ist. Als ich das erste Mal mitgelaufen bin, war alles noch klein“, befand Krieghoff.

Als er und einige Männer bereits im Ziel waren, überquerte mit Maria Füldner vom FSV Gotha fast unbemerkt nach 40:49,2 Minuten die erste Frau die Linie. Wie Krieghoff wiederholte sie – diesmal sogar rund vier Sekunden schneller – ihren Vorjahrestriumph und verwies Katja Voigtmann vom SV Ichtershausen (41:41,6 min) erneut auf Rang zwei. Platz drei sicherte sich Janice Richter von der SG Urbich in 44:24,1 Minuten.

So schnell Füldner das Ziel erreichte, so schnell musste sie die Veranstaltung auch wieder verlassen – Kinder-Betreuung stand auf der Agenda. So übernahm eine Vereinskollegin die Entgegennahme der Sektflasche und Urkunde.

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