Ein Macher im Nordhäuser Tischtennis

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Mit Rüdiger Zelder ist einer der Mitbegründer der BSG Glückauf Nordhausen erst kürzlich verstorben.

Mit Rüdiger Zelder ist einer der Mitbegründer der BSG Glückauf Nordhausen erst kürzlich verstorben.

Foto: Christoph Keil

Nordhausen.  Rüdiger Zelder verstarb Ende Februar im Alter von 81 Jahren, gehörte 1964 zu den Gründungsmitgliedern der BSG Glückauf Nordhausen.

Ein Großer des Nordhäuser Tischtennis ist verstorben. Rüdiger Zelder, das Gründungsmitglied der BSG Glückauf Nordhausen, verstarb am 24. Februar im Alter von 81 Jahren.

Zelder gründete die BSG im September 1964 und war jahrelanger Abteilungsleiter Tischtennis. Ab 1975 war er Vorsitzender der BSG Hydro Nordhausen und für zehn Jahre Vorsitzender im Kreisfachausschuss Nordhausen. Mit ihm wurde Tischtennis in der Nordhäuser Region etabliert und erweitert. Federführend unter seiner Regie war die Tischtennispartnerschaft mit der Stadt Ostrow in Polen. Durch sein Mitwirken hat Nordhausen nicht nur eine Vielzahl an Turnieren erleben dürfen, auch die besten Spieler kamen in die Rolandstadt, um mit Zelder die kleinen weißen Plastikbälle über den Tisch zu jagen.

So organisierte er die Endrunde des FDGB Pokals 1984 in der „Halle der Freundschaft“. Auch das Internationale Frauenturnier 1980 mit Europapokalsieger Statistica Budapest in der Halle der Freundschaft in Nordhausen entstand aus seiner Feder.

Der beste deutsche Tischtennisspieler durfte in Nordhausen ebenfalls nicht fehlen. Bei den Südwestdeutschen Meisterschaften der Jugend war Timo Boll in Nordhausen. Zudem organisierte er ein internationales Schiedsrichterturnier und war 30 Jahre Übungsleiter beim TTV Hydro Nordhausen. Außerdem gründete und leitete er die Seniorengruppe Tischtennis beim TTV Hydro Nordhausen.

„Rüdiger war ein Macher, bis zum Schluss. Tischtennis hätte es so in der Form ohne ihn in Nordhausen nicht gegeben. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken und können das kaum in Worte fassen. Unser Beileid gilt seiner Familie und seinen Angehörigen. Bis zum letzten Tag war er Ratgeber für die Weiterentwicklung sowie den Fortbestand beim TTV. Er war der Vermittler des Hydro-Gens“, sagt Vorstandsmitglied René Rethfeld. Zelder scheute nicht, über den Tellerrand hinaus zu blicken und nahm allen Verantwortlichen schnell die Angst, wenn neue Wege gegangen wurden.

Seine „Funktionspläne“ bilden nach wie vor für Udo Eidam und René Rethfeldt den Leitfaden. Abseits des Sports war er immer ansprechbar und eine menschliche Stütze. Zelder hat mehrere Tischtennis-Generationen geformt, so dass der TTV Hydro auch durch sein Wirken ein Zuhause vom Schüler bis zum Senior ist. „Er hat Tischtennis gelebt und geliebt und sein Umfeld mit seiner Begeisterung zum Tischtennis angesteckt“, so Rethfeld weiter. Neben seinen gesamten Verdiensten ist auch hervorzuheben, dass er es als Schiedsrichter bis in die 2. Bundesliga geschafft hat.