Ein Spanferkel für den Durchmarsch

Schwabhausen.  Die Bogensportler des SV Schwabhausen steigen in die Regionalliga Ost auf und wagen ein neues Abenteuer.

Erfolgreiche Schwabhäuser Teams (von links nach rechts): Trainer Andrè Rieck, Steffen Günther, Thomas Fey, Jan Lehmann, Pascal Haak, Alexander Liemburg, Alexander Reins, Florian Kämmerer, Tizian Rieck, Natalie Schlott, Steffen Brückner und Rico Fischer.

Erfolgreiche Schwabhäuser Teams (von links nach rechts): Trainer Andrè Rieck, Steffen Günther, Thomas Fey, Jan Lehmann, Pascal Haak, Alexander Liemburg, Alexander Reins, Florian Kämmerer, Tizian Rieck, Natalie Schlott, Steffen Brückner und Rico Fischer.

Foto: Rico Fischer

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In der Saison 2018/19 schafften die Bogensportler des SV Schwabhausen den Aufstieg in die Landesliga. Und weil sie ihren Platz in der Landesklasse räumten, rückte umgehend eine zweite Mannschaft des Vereins nach.

In der Landesliga wollten die Bogenschützen nicht nur bestehen, sondern an den vier Wettkampftagen zwischen November und Februar ein Wörtchen mitreden. Dass von einem Durchmarsch in die Regionalliga Ost geträumt wurde, empfand Schießleiter Rico Fischer als flachsen. Trotzdem setzte er einen drauf und versprach spontan, in diesem Falle ein Spanferkel zu spendieren.

Das erwies sich als leichtfertig. Die Schwabhäuser gewannen sowohl in Weißensee als auch in Nordhausen und legten als Herbstmeister den Grundstein für den Aufstieg. Und der wurde dann am letzten Wettkampftag im Februar dieses Jahres in Breitungen fix gemacht.

Sagenhafte 60 Punkte gegen Unterwellenborn erzielt

Wobei es die Bogenschützen vom SV Schwabhausen hier noch einmal spannend machten. Zum Finale führten sie mit fünf Punkten. Im Wettbewerb gegen die Schützen vom SV Blau-Weiß Weißensee gab es eine Niederlage, ebenso gegen Unterwellenborn. Obwohl hier den Schwabhäusern etwas gelang, das es zuvor in der Landesliga noch nicht gegeben hatte: Sie erzielten sagenhafte 60 Punkte.

Rico Fischer ordnet das ein: „Die drei Schützen jedes Vereins haben zusammen 120 Sekunden Zeit, um ihre jeweils zwei Pfeile ins Ziel zu bringen. Die Zehn misst vier Zentimeter im Durchmesser und ist aus einer Entfernung von 18 Metern zu treffen. Hier alle sechs Pfeile zu versenken, ist eine tolle Leistung. Am Ende reichte es für die Bogenschützen aus dem Landkreis Gotha.

Der Durchmarsch in die Regionalliga Ost ist umso bemerkenswerter, wenn man weiß, dass der Verein sich erst vor fünf Jahren gründete. Unterm Dach des Schützenvereins 1993 Schwabhausen nahm die neue Abteilung eine rasante Entwicklung. Dazu zählt auch der Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Thüringer Landesliga sowie die Ehrung als Talentfördergruppe des Thüringer Schützenbundes 2020. „Die ist bislang immer an die großen Vereine in Erfurt oder Jena gegangen, deshalb sind wir natürlich besonders stolz, dass der Thüringer Nachwuchs im Bogensport alle zwei Wochen bei uns trainiert wird“, erklärt Fischer.

Auch das Lob über die guten Trainingsbedingungen freut die Schwabhäuser Bogenschützen. Schließlich haben diese mit viel Eigenleistung dafür gesorgt, ihren Sport auch in der Halle ausüben zu können. Wenn im November die Regionalliga Ost startet, vertreten die Bogenschützen von Trainer André Rieck die Thüringer Farben bei Wettkämpfen in den neuen Bundesländern. „Das heißt, wir werden nach Berlin und Rostock reisen, nach Leipzig und Müllrose. Dort wollen wir natürlich unsere Leistungsfähigkeit beweisen.“

Neben Schwabhausen ist Kirchgandern der zweite Thüringer Vertreter in dieser Klasse. Ach ja, und sobald Freiluftsaison ist, macht Rico Fischer seiner Versprechen wahr und grillt für die Bogenschützen ein Spanferkel. Dazu gibt es auch eine Kiste Bier, die er für die sagenhafte 60 im Wettbewerb spendiert.

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