Erster Titel ist futsch

Gotha  Gospenrodas Traum vom Double platzt mit 2:3 -Niederlage im Pokalfinale gegen Gastgeber TSV Sundhausen

Vor großer Kulisse überraschte der TSV Sundhausen (re. Tobias Meisel) im Kreispokal-Endspiel gegen Gospenroda (li. Trostmann) . Nach Treffurt 2015 und Geisa 2017 holte sich zum dritten Mal ein Kreisligist die Trophäe.

Vor großer Kulisse überraschte der TSV Sundhausen (re. Tobias Meisel) im Kreispokal-Endspiel gegen Gospenroda (li. Trostmann) . Nach Treffurt 2015 und Geisa 2017 holte sich zum dritten Mal ein Kreisligist die Trophäe.

Foto: Falk Böttger

Es war schon eine kleine Sensation: Im Finale des Westthüringer Fußball-Kreispokals 2018/19 hat sich am Pfingstmontag mit dem TSV Sundhausen der Außenseiter durchgesetzt. In ihrem „Finale daheim“ triumphierte die Kreisliga-Elf von Trainer Achim Röse mit 3:2 über die SG Gospenroda – aktuell Zweiter der Kreisoberliga. Sensationell auch: Insgesamt 853 Zuschauer verfolgten den Pokal-Fight im Jürgen-Karstedt-Sportpark. „So viele Zuschauer gab es seit Jahren nicht mehr bei einem Westthüringer Finale“, wusste KFA-Staffelleiter Bertram Schreiber.

Während die Sundhäuser unter Sekt- und Bierduschen ausgelassen den Pott feierten, war den Gästen die Enttäuschung nach dem Abpfiff anzusehen. „Wir hatten uns eigentlich gut auf den Gegner und die Partie vorbereitet. Allerdings sind wir schlecht ins Spiel gekommen, haben auch nach Umstellungen kein Mittel gegen die kompakte Sundhäuser Abwehr gefunden“, erklärte Gospenrodas Trainer Olaf Gabriel.

Großchancen boten sich in der ersten Hälfte auf beiden Seiten wenige. Als Fabian Mirtschink kurz vor der Pause eine Ecke zum 0:1 direkt im Sundhäuser Tor unterbrachte, war der Jubel auf Gäste-Seiten groß. Zwar brachte dies Gospenroda besser ins Spiel, doch geplatzt war der Knoten keineswegs.

Gabriel: „Hätten wir danach schnell das 2:0 nachgelegt, wäre die Partie möglicherweise eine andere geworden. Doch wir haben das Herz dann wohl in der Kabine gelassen.“ Die Röse-Elf dagegen drehte nach dem Seitenwechsel auf . So brachte Tobias Meisel nach einem Freistoß die Hausherren wieder ins Spiel (1:1/ 52.). Nur zehn Minuten später schoss Daniel Werner die Gastgeber aus der Distanz sehenswert mit 2:1 in Front (62.) Als Steve Riedel kurz darauf auf 3:1 erhöhte, schien die Vorentscheidung gefallen (69).

Doch im Rückstand begann die Gäste plötzlich zu kämpfen und hatten in der Schlussphase durchaus noch Chancen (unter anderem zwei Hochkaräter in der Nachspielzeit), um zumindest die Verlängerung zu erzwingen. Doch mehr als den Anschluss durch Marcus Hohmann ließ die TSV-Abwehr nicht zu. „Am Ende hat sich Sundhausen den Sieg einfach mehr verdient“, meinte Gabriel im Anschluss.

Das angestrebte Double ist für Gospenroda damit vom Tisch. Nun hofft Gabriel, der kommende Saison als Trainer zum Thüringenliga-Absteiger Schweina wechselt, dass seine Elf den Staffelsieg und den Aufstieg in die Landesklasse in trockene Tücher bringt. Da sich Kaltennordheim am Wochenende mit einem 4:3-Heimsieg über Mosbach wieder an die Kreisoberliga-Spitze setzte, muss Gospenroda zum Saisonfinale daheim gegen Apfelstädt mit einem Sieg Platz eins perfekt machen.

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