Fußball: BSG Wismut Gera und FSV Zwickau zeigen munteres Spielchen

Rositz  Testspiel: Die Geraer unterliegen dem Drittlisten FSV Zwickau in Rositz vor 265 Zuschauern mit 1:5. Jagupov legt zur Führung auf.

Die ersten Chancen hatte Zwickau gegen Wismut Gera in Rositz. Dmitrij Puhan gegen Toni Wachsmuth.

Die ersten Chancen hatte Zwickau gegen Wismut Gera in Rositz. Dmitrij Puhan gegen Toni Wachsmuth.

Foto: Axel Ukena

In seinem zweiten Testspiel der Sommervorbereitung unterlag die BSG Wismut Gera am Sonnabend im Sportpark Rositz dem zwei Spielklassen höher beheimateten Drittligisten FSV Zwickau mit 1:5.

Bis auf Innenverteidiger Robert Paul, den im Urlaub befindlichen Florian Schubert und Chris Söllner stand den Orange-Schwarzen der komplette Kader zur Verfügung. Die seit diesem Sommer von Joe Enochs betreuten Westsachsen ergriffen vor 265 Zuschauern sofort die Initiative. In Führung gingen aber die Wismut-Kicker.

„Wir wollten schon immer mal wieder in der letzten Zone Pressing spielen“, erklärte Trainer Frank Müller einen Teil des taktischen Konzepts, den Jegor Jagupov in diesem Fall perfekt umsetzte. In halblinker Position tanzte er FSV-Keeper Johannes Brinkies aus und erzielte die überraschende Geraer Führung aus spitzem Winkel – 1:0 (10.). Die Zwickauer packten noch eine Schippe drauf. Der Ausgleich fiel nach einer guten Viertelstunde. Nach einer Eingabe von René Lange war Fabian Eisele zur Stelle und markierte per Kopf das 1:1 (18.). Zehn Minuten später gingen Westsachsen in Führung.

„Die Zwickauer haben enorm gefährliche Standards geschlagen. Damit hatten wir das ganze Spiel über unsere Probleme“, äußerte sich Frank Müller nach dem Abpfiff. Eine Ecke von Rene Lange war der Ausgangspunkt des 1:2, das der von der U 23 von Hertha BSC gekommene Nico Beyer mit einem wuchtigen Kopfball erzielte (28.). „Wir haben trotzdem einen starke erste Halbzeit gespielt, es auch immer wieder geschafft, den einen oder anderen gefährlichen Angriff zu starten“, freute sich der Wismut-Coach über die Leistung seiner Mannschaft. Das 1:3 war dennoch nicht zu verhindern. Abermals ein Standard war Ausgangspunkt des dritten Gegentors. Rene Langes Freistoß konnte der diesmal zwischen den Pfosten beginnende Nicolas Kriebel noch stark parieren, doch köpfte der lauernde Fabian Eisele den Abpraller abermals mit dem Kopf über die Linie (43.).

Nach Wiederbeginn wechselten die Geraer konsequent und unabhängig vom Spielstand durch. Jacob Mühlmann hütete nun den Kasten. „Auch die Anschlusskader und A-Junioren brauchen Spielpraxis“, so Frank Müller. Zwickau blieb spielbestimmend. Wie schon gegen Dresden konnten die Wismut-Kicker dann nach der Pause kaum noch für Entlastung sorgen. Der vom FC Rot-Weiß Erfurt zum FSV Zwickau gewechselte Lion Lauberbach erzielte seinen ersten Treffer für seinen neuen Verein. Beim 1:4 (54.) war der Wismut-Schlussmann machtlos. Kurz darauf gar das 1:5. Janik Mäder – Zugang vom ZFC Meuselwitz – traf für die Westsachsen ins Schwarze (56.). Nach einer Stunde nahmen die Gäste etwas das Tempo aus dem Spiel. Jacob Mühlmann im Geraer Kasten ließ sich nicht noch einmal überwinden, verdiente sich wie zuvor schon Nicolas Kriebel Bestnoten.

Am Montag setzen die Orange-Schwarzen mit einer Trainingseinheit ihr Vorbereitungsprogramm fort. Dann stößt auch Robert Paul zur Mannschaft.

Am kommenden Sonnabend empfängt man Verbandsligist Eintracht Eisenberg zum nächsten Testspiel. Die Kaderplanungen sind noch nicht ganz abgeschlossen. „Wir werden noch einen Innenverteidiger und einen defensiven Mittelfeldspieler verpflichten. Im Spiel nach vorn haben wir enorm viel Qualität. Hinten müssen wir uns noch verstärken“, so Trainer Frank Müller abschließend.

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