Ex-Stürmer des FC Carl Zeiss Jena: Erst Regionalliga-Spiel, dann WM-Partie

Tino Zippel
| Lesedauer: 3 Minuten
Felix Brügmann ist von der VSG Altglienicke zum Chemnitzer FC gewechselt.

Felix Brügmann ist von der VSG Altglienicke zum Chemnitzer FC gewechselt.

Foto: Tino Zippel

Jena.  Am Sonntag kommt es in der Regionalliga zum Verfolgerduell zwischen dem Chemnitzer FC und dem FC Carl Zeiss Jena.

Am Sonntag tritt der FC Carl Zeiss Jena beim Chemnitzer FC an (Anstoß 14 Uhr). Die Sachsen haben gleich zwei einstige Zeiss-Stürmer im Aufgebot: Kilian Pagliuca und Felix Brügmann, mit dem wir am Mittwoch gesprochen haben.

Haben Sie fleißig trainiert oder das Spiel der Deutschen gegen Japan bei der Weltmeisterschaft gesehen?

Unser Trainerteam hatte zeitgleich zum Deutschland-Spiel eine Einheit angesetzt und uns bis zum Schluss im Unklaren gelassen, ob wirklich trainiert oder doch gemeinsam Fußball geschaut wird.

Und?

Natürlich durften wir das Spiel anschauen. Deutschland hat sich in der ersten Halbzeit viele Chancen erspielt, aber leider nur ein Tor erzielt. Hinten war das Team speziell in der zweiten Halbzeit sehr offen. Deutschland steht nun mit null Punkten da: ein Spiel, das du nicht verlieren darfst.

„Ich weiß nicht, ob wir Favorit sind“

Am Sonntag treffen Sie in der Regionalliga auf Jena. Als Favorit?

Ich weiß nicht, ob wir Favorit sind. Es treffen zwei Mannschaften mit gewissen Ansprüchen aufeinander. Die Liga ist sehr ausgeglichen und sehr spannend. Es wird ein schönes Spiel, in dem wir viel gegen den Ball arbeiten und Mut nach vorn beweisen müssen.

Sie stapeln tief: Sie haben viermal in den vergangenen drei Punktspielen getroffen.

Mal läuft es, mal läuft es nicht. Tore zu erzielen, ist meine Aufgabe als Stürmer. Letztlich klappt es aber nur bei mannschaftlicher Geschlossenheit. Als es nicht lief, haben wir uns gemeinsam herausgearbeitet.

Während Jena gut gestartet war und dann in eine Schwächephase kam, war es bei Ihnen andersherum.

Die Liga hat sich von Jahr zu Jahr entwickelt. Es ist nicht mehr so einfach, Spiele zu gewinnen, selbst gegen die schwächeren Gegner. Die Jenaer sind mit ihrem Tabellenplatz sicherlich auch nicht zufrieden.

So stellt sich der CFC auf den FCC ein

Kommt der FCC nach dem Trainerwechsel mit neuem Schwung?

Häufig sind nach einem Trainerwechsel die Ergebnisse besser. Wir versuchen, unser Spiel durchzudrücken, wissen aber auch um die Stärken von Jena. Sie haben zum Start sehr ansehnlichen Fußball gespielt. Unsere Defensive ist gewarnt.

Unterhalten Sie sich mit Kilian Pagliuca über den FC Carl Zeiss?

Der FCC ist kein Thema. Er kam erst nach Jena, als ich schon weg war. Es ist schon wieder so viel passiert, da hat jeder sein eigenes Buch.

Am Sonntag steht nicht nur das Spiel gegen Jena an, sondern auch das zweite Gruppenspiel der deutschen Mannschaft. Schauen Sie wieder?

Es kann ein schöner Fußball­sonntag werden. Hoffentlich mit einem Sieg für uns. Und Deutschland möge bitte nicht ausscheiden.

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