Im Falle des Scheiterns: Mitglieder des FC Rot-Weiß Erfurt gründen neuen Verein

Erfurt.  Der neue Verein soll SC Rot-Weiß Erfurt heißen und könnte unter Umständen bereits am 1. Juli 2020 den Spielbetrieb aufnehmen.

(Symbolbild)

(Symbolbild)

Foto: Sascha Fromm

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Fans und Unterstützer des FC Rot-Weiß Erfurt, die keinem Gremium des insolventen Fußballclubs angehören, wollen einen neuen Verein gründen. Diese Absichtserklärung ist das Ergebnis einer Zusammenkunft der zwölf Initiatoren am Mittwochabend.

Der neue Verein soll SC Rot-Weiß Erfurt heißen, allerdings am 1. Juli 2020 nur den Spielbetrieb aufnehmen, wenn der Insolvenzplan von Verwalter Volker Reinhardt scheitern sollte. In einer Erklärung der Gruppe heißt es: „Wir sind uns einig, dass der Erhalt des Vereins und das durch den Insolvenzverwalter angestrebte Sanierungsvorhaben oberste Priorität haben. Dennoch verbinden wir auf Grundlage der verfügbaren Informationen die Sorge, dass eine Entschuldung des Vereins im Rahmen eines Insolvenzplans nicht gesichert ist und die Beteiligten dann mit der Situation umgehen müssen, dass der FC Rot-Weiß Erfurt im Sommer ggf. das Spielrecht für die Oberliga nicht wahrnehmen kann und schlimmstenfalls die Löschung aus dem Vereinsregister droht.“

Der Fahrplan der Fans für die Neugründung des SC Rot-Weiß sieht wie folgt aus:

  • Eintragung im Vereinsregister und Anmeldung beim Landessportbund
  • Antrag auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt
  • fristgerechte Beantragung der Spielrechte beim Thüringer Fußball-Verband im Männerbereich und im Nachwuchsbereich
  • Verhandlungen mit dem Sportgymnasium Erfurt unter Einbeziehung des Thüringer Fußball-Verbandes über die Fortführung der Kooperation
  • Abstimmung mit dem Erfurter Sportbetrieb über die Nutzung des Sportzentrums Gebreite
  • Aufstellung eines Finanz- und Wirtschaftsplans für die Saison 2020/2021
  • Erstellung eines sportlichen Konzepts im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten im Nachwuchsbereich und Männerbereich
  • Gespräche zur Übernahme des Namens und der Marke „FC Rot-Weiß Erfurt“ sowie des Vereinslogos mit dem Insolvenzverwalter, sofern der Spielbetrieb von ihm komplett und dauerhaft eingestellt wird

Aktuell verhandelt Insolvenzverwalter Reinhardt angeblich mit einem Investor, der den Oberliga- und Nachwuchs-Spielbetrieb in den kommenden Saison absichern soll.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren