Sportdirektor des FC Carl Zeiss Jena: Trainerwechsel war kein Fehler

Tino Zippel
| Lesedauer: 2 Minuten
Sportdirektor Tobias Werner nach der peinlichen Pleite in Berlin.

Sportdirektor Tobias Werner nach der peinlichen Pleite in Berlin.

Foto: Frank Steinhorst

Jena.  Diese Schlüsse zieht Sportdirektor Tobias Werner aus der peinlichen Pleite gegen Tennis Borussia Berlin und dem sportlichen Abwärtstrend des FC Carl Zeiss Jena.

Auf die peinliche 1:4-Pleite bei Tennis Borussia Berlin folgte die Aussprache am Montagmorgen beim FC Carl Zeiss Jena. Sportdirektor Tobias Werner nahm die Mannschaft in die Pflicht und stärkte dem Trainer Andreas Patz den Rücken.

„Der Trainerwechsel war kein Fehler. Ich stehe zu 100 Prozent hinter der Entscheidung“, sagt Werner, der im Oktober Dirk Kunert beurlaubt hatte. „Die Mannschaft war bestens eingestellt auf die Dinge, die gegen Tennis Borussia gefragt waren: Einfaches Spiel auf holprigem Geläuf, Zweikampfhärte, Intensität. Dass das Team den Trainer so im Stich gelassen hat, kann ich nicht akzeptieren.“

Spieler überschätzen ihre fußballerischen Qualitäten

Erschreckend schwach sei die Leistung gewesen. „Wir haben alle Tugenden vermissen lassen, die es im Aufstiegskampf braucht“, sagt Werner. Seinen Worten zufolge überschätzen einige der Spieler ihre fußballerischen Qualitäten und gleichen das auch nicht durch Fleiß, Zweikampfhärte und Mentalität aus.

„Bei allem Respekt für die Leistung von Tennis Borussia. Wenn wir eine solche Niederlage einfahren, stehen wir zu Recht auf dem Tabellenplatz, wo wir stehen.“ Der nach dem BFC-Spiel erhoffte Ruck durch die Mannschaft sei ausgeblieben. Es fehle die Gier auf Erfolge. „Im Top-Spiel kann jeder glänzen, aber es ist Konstanz gefragt.“

Ist die vorzeitige Trennung eine Lösung?

Die Qualität des einen oder anderen Spielers sei „leider nicht so gut, wie wir es eingeschätzt haben“, sagt Werner. Hinzu komme fehlendes Selbstvertrauen. Die vorzeitige Trennung von Fußballern sieht er nicht als Lösung. Stattdessen müssten „die Jungs sich verdienen, auf Spielminuten zu kommen“.

Der Sportdirektor geht davon aus, dass einige Spieler, die bislang nicht so oft spielen durften, gegen Auerbach ihre Chance erhalten. Vom ambitionierten Aufstiegsziel redet er nicht mehr. „Wir müssen am Mittwoch endlich mal wieder ein Spiel gewinnen“, sagt Werner.

Restkarten fürs Spiel gegen Auerbach an der Abendkasse

Anstoß gegen den VfB Auerbach ist am Mittwoch um 19 Uhr. Maximal 2000 Zuschauer und Beteiligte dürfen – Stand Montag – das Spiel gegen den VfB Auerbach sehen. Es gelten 2G-Bedingungen. 1700 Tickets sind über Dauerkarten vergeben. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

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