Geldspenden auch ohne Benefizturnier

Rudolstadt.  Trotz des Ausfalles des Volksbank-Benefizturnieres können sich zehn Vereine und Einrichtungen über eine Geldspritze freuen

Der Ball muss ruhen, auch wenn ihn Uwe Tetzner am Donnerstagnachmittag auf die Baustelle vor dem Theater mitbrachte. Volksbank-Vorstand Wilii Obitz (links) ließ es sich aber nicht nehmen, Fördervereins-Mitglied Dr. Hartmut Franz die Geldspende zu übergeben.

Der Ball muss ruhen, auch wenn ihn Uwe Tetzner am Donnerstagnachmittag auf die Baustelle vor dem Theater mitbrachte. Volksbank-Vorstand Wilii Obitz (links) ließ es sich aber nicht nehmen, Fördervereins-Mitglied Dr. Hartmut Franz die Geldspende zu übergeben.

Foto: Peter Scholz

Hartmut Franz vom Förderverein des Rudolstädter Theaters war die Freude anzusehen: Der Schatzmeister erhielt gestern aus den Händen von Willi Obitz und Uwe Tetzner vom Organisationsteam rund um das traditionelle Benefizturnier der Volksbank Rudolstadt-Jena-Gera eine 300-Euro-Spende – und das, obwohl die 24. Auflage des Turnieres wegen der Corona-Pandemie ausfiel.

„Wir wollen die Vereine, die das Geld dringend brauchen, nicht im Regen stehen lassen“, sagt Vorstandsmitglied Obitz. Und so habe man sich im September, als die Absage feststand, dazu entschlossen, insgesamt zehn Vereinen aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt die Spende dennoch zu übergeben. Die jeweiligen Mannschaften konnten dabei die Spendenempfänger benennen.

Und sie taten das sehr ausgewogen: Denn allein sechs der begünstigten Einrichtungen bzw. Vereine kamen erstmals in den Genuss der finanziellen Unterstützung. „Mit dem Geld können die Vereine beispielsweise einen Teil ihrer fixen Kosten bestreiten“, sagt Obitz. Denn die würden ja, trotz vielfach nicht vorhandener Einnahmen, weiterlaufen.

Der Grundgedanke des Turnieres: Mannschaften aus einem Unternehmen oder einer Behörde spielen ein Turnier und je nach Platzierung bekommen sie eine Spende von der Genossenschaftsbank, die sie an Vereine oder soziale Einrichtungen weiterreichen. Der Theaterförderverein, der mit dem Geld beispielsweise den Besuch von Kindern und Jugendlichen aus Kindergärten und Schulen ermöglichen will, ist einer von nunmehr 101 Vereinen und sozialen Einrichtungen, für die seit 1997, dem Premierenjahr, bislang 16 Mannschaften die Gelder „einspielten“. Acht Freizeitteams gewannen übrigens bisher das Turnier, wobei es allen Beteiligten aber nicht vordergründig um den Sieg geht.

Bei den Organisatoren hofft man, dass im kommenden Jahr wieder der Ball in der Rudolstädter Dreifelderhalle rollen kann. „Irgendwie spielen wir nächstes Jahr wieder“, lässt sich Mark Walther von der Volksbank den Optimismus trotz der gegenwärtigen Situation nicht nehmen.