Handball: Thüringer HC im EHF-Cup weiter

Nordhausen.  Die Handball-Frauen vom Thüringer HC ziehen mit einem Sieg gegen den russischen Erstligisten Astrachan in die Gruppenphase des EHF-Pokal ein.

Emily Bölk im Zweikampf mit Karyna Yezhykava.

Emily Bölk im Zweikampf mit Karyna Yezhykava.

Foto: Sascha Fromm / TA

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Die Handball-Frauen vom Thüringer HC haben die Gruppenphase im EHF-Pokal erreicht. Gegen den russischen Erstligisten aus Astrachan gewann die Mannschaft um Cheftrainer Herbert Müller in Nordhausen in der 3. Qualifikationsrunde mit 30:25 (16:12) und egalisierte damit die 25:28-Niederlage aus dem Hinspiel.

„Wir haben in der Abwehr sehr gut gekämpft und damit den Grundstein für diesen Sieg gelegt. Als es plötzlich 11:11 stand, sind wir ruhig geblieben. Aber wir haben auch in der zweiten Halbzeit sehr gut gespielt und sind verdient weitergekommen“, sagte Iveta Koresova, die mit acht Toren die erfolgreichste Werferin ihrer Mannschaft war.

Der Thüringer HC startete mit hohem Tempo ins Spiel, um die Russinnen von Beginn an unter Druck zu setzen. Zunächst hatte der Bundesligist auf diese Weise auch Erfolg. Iveta Koresova traf nach elf Minuten zum 6:3 (10.) und hatte damit den Rückstand aus dem Hinspiel egalisiert.

Ebenso schnell war dann aber der Vorsprung wieder aufgebraucht. Astrachan meldete sich mit vier Toren in Folge zurück (11:11/23.).Plötzlich aber war der Thüringer HC auch dank der starken Torhüterin Marie Davidsen zurück. Die Schlussfrau fischte allein in der ersten Halbzeit zehn Bälle weg und setzte mit einem gehaltenen Strafwurf in jener kritischen Phase ein wichtiges Signal. So schaffte Emily Bölk kurz vor der Pause das 16:12, nachdem die Rote Karte gegen Astrachans Daria Bogdanova nach einem Foulspiel an Koresova die Gemüter erhitzte.

Torwurf über das gesamte Feld

In der zweiten Halbzeit bauten die THC-Frauen schließlich den Vorsprung kontinuierlich aus. Grundlage dafür war eine aggressive Abwehrarbeit und die sehenswerten Anspiele zu Kreisläuferin Meike Schmelzer, die alle ihre sechs Chancen nutzen konnte. Alicia Stolle erzielte derweil mit einem wuchtigen Wurf aus dem Rückraum das 22:16 (42.) und verschaffte ihrer Mannschaft in der Addition beider Spiele zusätzliche Luft.

Groß war der Jubel in der Wiedigsburghalle, als Lydia Jakubisova über das gesamte Feld ins leere Tor des Gegners zum 23:16 traf (46.). Spätestens beim 30:23 (58.) durch Bölk war das Weiterkommen sichergestellt.

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