Eisenachs Zweite unterliegt im Handball Werratal

Breitungen (Wartburgkreis). ThSV Eisenach II unterliegt in der Handball-Thüringenliga nach 16:12-Halbzeitführung 30:35 bei der HSG Werratal.

Viele Schiedsrichter-Entscheidungen konnte ThSV-Trainer Christoph Jauernik nicht nachvollziehen. Archiv-Foto: Dirk Bernkopf

Viele Schiedsrichter-Entscheidungen konnte ThSV-Trainer Christoph Jauernik nicht nachvollziehen. Archiv-Foto: Dirk Bernkopf

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Schiedsrichter sollen ein Handballspiel leiten, nicht entscheiden. Im Thüringenliga-Punktspiel zwischen der bereits als Titelträger und Aufsteiger in die MHV-Oberliga feststehenden HSG Werratal und dem abstiegsgefährdeten ThSV Eisenach II nahmen die Referees Luggauer/Schuster allerdings entscheidend Einfluss auf den Spielausgang. Nach einer 16:12-Halbzeitführung mussten die 17/18-jährigen Eisenacher beim Abpfiff über eine 30:35-Niederlage quittieren.

Der ThSV II muss bis zum Abpfiff aller Begegnungen des letzten Spieltages am kommenden Wochenende um den Klassenerhalt zittern. Der ThSV II gastiert zum Saisonausklang bei der SG Suhl/Goldlauter, gegen die es in den letzten Vergleichen stets Niederlagen setzte.

"Während der gesamten Partie war kein Leistungsunterschied erkennbar. Im Gegenteil, Eisenach hätte den Sieg verdient gehabt. Das Schiedsrichtergespann, das im ersten Abschnitt einige merkwürdige Entscheidungen gegen uns getroffen hatte, schwenkte in der zweiten Halbzeit völlig um", erklärte Nils Kühr, der Coach der HSG Werratal. Er nahm damit Bezug auf zahlreiche Freiwurfentscheidungen, durch die sein Team eine zweite Wurfchance erhielt. Hiervon profitierte vor allem Kreisspieler Clemens Schlegel. Der Ex-Eisenacher netzte insgesamt 13 Bälle ein.

"Unser Hauptproblem war das Kreisläuferspiel der HSG Werratal", räumte Eisenachs Trainer Christoph Jauernik ein, der kurzfristig auf Tim Voigt (krank) verzichten musste. Zudem verhängten die Schiedsrichter eine Vielzahl zumindest diskussionswürdiger Zeitstrafen. Für Tim Rodrian bedeutete das Rot nach der dritten Zeitstrafe (55.). Beim im Gesicht vom Werrataler Schlussmann gelandeten Siebenmeter unterstellte das Schiedsrichtergespann Werfer Jason Mignon grobe Unsportlichkeit und zückten gegen den 18-Jährigen sofort Rot. Um eine Rote Karte zu zeigen, müssen zwei Kriterien erfüllt sein: Der Torwart darf sich nicht bewegen und dem Spieler muss Absichtlichkeit zuerkannt werden.

Rot gegen Tim Rodrian und Jason Mignon

Bei einem erfolgreich verwandelten Siebenmeter wäre der ThSV II auf zwei Treffern herangekommen und hätte die eigene Hoffnung auf einen Punktgewinn genährt. Die HSG nutzte die Überzahl in den letzten Minuten, um vom 33:30 zum 35:30-Endstand einzulochen. "Ein Ergebnis, das den Spielanteilen nicht gerecht wird", betonte Kühr.

Die Gastgeber verzeichneten beim 4:2 (8.) den besseren Start. Die Eisenacher eroberten sich immer wieder das Leder, glichen zum 6:6 und 9:9 aus, heizten mit der schnellen Mitte den Hausherren tüchtig ein. Folgerichtig der 16:12-Pausenstand für die Jauernik-Schützlinge. "Eine ganz starke erste Halbzeit", bescheinigte Jauernik seiner Crew.

Nach Wiederbeginn erhöhte die HSG die Schlagzahl, hatte mit Kombinationen zur Kreismitte ein Erfolgsrezept gefunden. Die HSG warf sich mit 20:18 (40.) in Vorhand. Jauernik hielt während einer Auszeit neue Instruktionen bereit, die seine Crew zum 22:24 (43.) umsetzte. Nun griff Kühr zur Grünen Karte. Sein Team glich zum 26:26 aus. Verstärkt nahmen die Spielleiter Einfluss. Ausgebufft nutzte nun die HSG die sich bietenden Chancen zum 28:26 und 30:27 (56.). Beim Mignon-Siebenmeter hätte es noch einmal spannend werden können. . .

Bild 1: Viele Schiedsrichter-Entscheidungen konnte ThSV-Trainer Christoph Jauernik nicht nachvollziehen.Archiv-Foto: Dirk Bernkopf

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