Heiligenstadts Rodenstock: "Unbeschwertheit muss zurückkehren"

Heiligenstadts Vizepräsident und Teambetreuer Christoph Rodenstock erklärt im Interview, wie es für den SC wieder aufwärts gehen soll.

Christoph Rodenstock ist Vize-Präsident und Teambetreuer des Fußball-Verbandsligisten SC Heiligenstadt.

Christoph Rodenstock ist Vize-Präsident und Teambetreuer des Fußball-Verbandsligisten SC Heiligenstadt.

Foto: Uwe Petzl

Heiligenstadt. Daniel Papst, der nach der Demission von Ronny Löwentraut vom Co- zum Chef-Trainer aufrückte, soll Fußball-Verbandsligist SC Heiligenstadt, aktuell 16. und damit Drittletzter, zum Klassenerhalt führen. Im Interview erklärt Vize-Präsident und Teambetreuer Christoph Rodenstock, was hinter dieser Entscheidung steckt, spricht zudem unter anderem über mögliche Veränderungen im Kader und welche Spieler jetzt auf dem Platz vorangehen müssen.

Daniel Papst soll die Mannschaft zumindest bis Sommer betreuen. Hat sich die Trainersuche damit erst einmal erledigt?

Ja, dieses Thema ist damit durch. Wir planen den Rest der Saison mit ihm, er soll erst einmal mindestens bis zum Sommer weitermachen. Er muss noch einige Lizenzen machen, was in dieser Zeit nicht ganz so einfach ist. Im Sommer schauen wir mal, was dann passiert und wie die Ergebnisse bis dahin sind.

Was zeichnet ihn aus?

Der ausschlaggebende Punkt, dass wir uns für ihn entschieden haben, war, dass er die Mannschaft bereits sehr gut kennt und die Mannschaft ihn auch. Wir trauen es Daniel absolut zu, die sportliche Situation zu verbessern. Und einfach Irgendjemanden zu holen, hilft uns nicht weiter.

Gibt es weitere Gründe, die gegen eine externe Lösung sprechen?

Will man die Saison noch zu Ende spielen, dann wird die Zeit sehr knapp, zumal man ja auch noch eine vierwöchige Vorbereitungszeit benötigt. Jetzt einen neuen Trainer zu holen, wäre auch deshalb sehr schwierig geworden. Man könnte sich aktuell ja gar nicht gemeinsam treffen. Ein neuer Coach könnte die Mannschaft nicht richtig kennenlernen und mit ihr zusammen auf den Platz gehen.

Was muss im Vergleich zu den bisherigen Spielen besser werden?

Wir müssen es schaffen, dass wieder die Unbeschwertheit und Lockerheit zurückkehren. Das ist bei unserem aktuellen Tabellenstand natürlich einfach gesagt. Aber ich hoffe, die Pause tut uns in dieser Hinsicht gut. Schaut man auf unsere Ergebnisse und das Torverhältnis, dann sieht man ganz klar, dass wir den Hebel im Spiel nach vorne ansetzen müssen. Wir haben zu viele 100-prozentige Chancen liegen gelassen. Defensiv stehen wir stabil. Die geringe Anzahl der Gegentore ist untypisch für die Tabellenregion, in der wir stehen.

Was macht Ihnen Hoffnung, dass es bald wieder bergauf gehen wird?

Wir haben bereits bewiesen, dass wir auch gegen Mannschaften, die oben stehen, mithalten können, zum Beispiel bei den Unentschieden gegen Gera und Arnstadt. In den Duellen mit direkten Konkurrenten haben wir uns dagegen schwer getan. Wir spielen eigentlich einen ganz guten Ball, aber im letzten Drittel fehlt es uns an Durchschlagskraft. Hinzu kommt dann natürlich die Unsicherheit, wenn man einige Niederlagen kassiert hat. Und zu oft hatte man den Eindruck, dass wir uns, nachdem wir einen Rückstand ausgeglichen haben, mit einem Punkt zufrieden geben, anstatt drei mitnehmen zu wollen.

Welche Spieler sind jetzt besonders gefordert?

Es muss eine Achse auf dem Spielfeld geben, die Verantwortung übernimmt. Das hat auch Daniel der Mannschaft klar gemacht. Da sind natürlich erfahrene Spieler wie unser Kapitän Sebastian Möhlhenrich oder Christoph Sternadel, der mit seinen 30 Jahren ein gestandener Torwart in der Thüringenliga ist, gefragt. Aber auch jüngere Spieler wie Maximilan Henkel oder Maximilian Lerch, die auch schon länger mit dabei sind, sollen sich zeigen. Wenn du fünf, sechs Leute auf dem Platz hast, die sich zeigen und vorangehen, dann ziehen die die anderen automatisch mit.

Wird es im Winter noch Zu- oder Abgänge geben?

Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werden zwei neue Spieler, die in der Offensive zu Hause sind, kommen. Da müssen wir mit den abgebenden Vereinen noch die Modalitäten klären. Abgänge wird es keine geben.