Heiligenstadts Trainer Löwentraut hadert nach 1:2 gegen Eisenberg

Heiligenstadt.  „Ich bin bedient, die Niederlage war völlig unnötig“, erklärte der Coach nach der Niederlage in der Fußball-Thüringenliga.

Heiligenstadts Marcel Hanusch (16) klärt vor dem Eisenberger Nadi Daouda Cisse unter Beobachtung seines Teamkameraden Robin Marx.

Heiligenstadts Marcel Hanusch (16) klärt vor dem Eisenberger Nadi Daouda Cisse unter Beobachtung seines Teamkameraden Robin Marx.

Foto: Eckhard Jüngel

Trotz des strahlenden Sonnenscheins machte Trainer Ronny Löwentraut vom SC Heiligenstadt am späten Samstagnachmittag eine finstere Miene, denn seine Elf hatte zuvor in der Fußball-Verbandsliga nach zwei Unentschieden zuvor gegen Wismut Gera (1:1) und bei der SpVgg. Geratal (1:1) auch im dritten Saisonspiel nicht gewinnen können. Nach dem Abpfiff des nicht immer souveränen Schiedsrichters Steffen Krech stand ein 1:2 (1:1) gegen Eintracht Eisenberg auf der Anzeige im heimischen Gesundbrunnenstadion.

„Ich bin bedient, die Niederlage war völlig unnötig“, erklärte der 41-jährige Coach und sprach von einem vermasselten Wochenende. Dabei hatte es seine Mannschaft, die ohne ihre Routiniers Sebastian Möhlhenrich (Oberschenkelzerrung) und Martin Heinevetter (Urlaub) sowie ohne Youngster Yannick Stellmann (Mittelfußbruch) antrat, vor allem in der dominanten zweiten Halbzeit in der Hand, die flotte Begegnung zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Henkel vergibt große Torchancen

Allen voran der schnelle Maximilian Henkel hätte seine Elf ins (Fußball)-Glück schießen können, ja müssen. Zunächst scheiterte er am erfahrenen Keeper Marco Götze, anstatt den Ball quer zu zwei mitgelaufenen freistehenden Teamkameraden zu passen. Dann brachte der Angreifer das Kunststück fertig, aus wenigen Metern unbedrängt das runde Leder über den Querbalken zu hämmern.

Aber auch sein Sturmkollege Ivan Peric, der mit seinem Strafstoß nach Foul an Maximilian Lerch nach der Gästeführung durch Niclas Staeps kurz vor dem Seitenwechsel das 1:1 erzielte, machte es kaum besser. Der Bosnier verstolperte einschussbereit vorm Tor das Leder und verfehlte mit einem Kopfball nur knapp das Ziel. Gleiches widerfuhr auch dem eingewechselten Alexander Rohner, der nach längerer Verletzungspause noch nicht wieder zur gewohnten Form gefunden hat. Zudem parierte Götze einen gefährlichen Flachschuss von Robert Merfert.

Gäste nach der Pause ohne Torchance – bis zum 1:2

Dies rächte sich. Die Ostthüringer, die bis dahin nach dem Seitenwechsel kaum eine Torchance besaßen, schafften durch den gefährlichen Niclas Staeps mit seinem zweiten Treffer eine Viertelstunde vor Schluss den Siegtreffer. Allerdings hätte dieser nicht fallen dürfen, denn zuvor war Heiligenstadts Abwehrspieler Robin Marx vor den Augen des Linienrichters klar von einem Gegenspieler gefoult worden, der fällige Freistoß blieb allerdings aus. Danach hatten es die Hausherren ihrem Schlussmann Christoph Sternadel -- patzte beim 0:1, als er einen harmlosen Schuss prallen ließ -- zu verdanken, dass die unverdiente Heimniederlage nicht höher ausfiel. Der 29-Jährige reagierte zweimal glänzend bei gefährlichen Schüssen von Staeps und vom eingewechselten Nadi Daouda Cisse.

Rhythmus, nach 0:1 verloren

Die Löwentraut-Schützlinge fanden gut in die Partie, besaßen Gelegenheiten durch Peric und durch einen Kopfball von Henkel zur frühen Führung. Nach dem 0:1 nach einer Viertelstunde verloren sie ihren Rhythmus, kamen bis zum Ausgleich kaum zu gefälligen Aktionen. Dabei kamen sie der kompakten Gästeabwehr mit dem spielerisch starken und schnellen Ben Kone entgegen, operierten überwiegend mit langen und hohen Bällen.

Besser machten sie es dann des Öfteren im zweiten Durchgang, ließen dann aber die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss vermissen. „Mit einem möglichen Heimsieg wären wir weiter ungeschlagen geblieben und hätten Anschluss an die Spitzengruppe gefunden", bemerkte der Heiligenstädter Coach.

Doppelspieltag am Wochenende

Nun wartet ein englisches Wochenende auf Wiedergutmachung auf die Heiligenstädter Kicker. Zunächst geht es am Freitagabend im brisanten Kreisderby zu Wacker Teistungen, keine 48 Stunden später gastiert der SC 09 Arnstadt am Sonntagnachmittag im Gesundbrunnenstadion. „Ich hoffe, dass wir aus beiden Begegnungen zumindest vier Zähler holen", betonte Löwentraut. Er wird in den Tagen vor der doppelten kraftzehrenden Herausforderung das Training etwas drosseln und Taktisches in den Mittelpunkt der Einheiten stellen.