Jonas-Hagen Mayer aus Kaisershagen liebt sein sportliches Hobby

20-Jähriger aus Kaisershagen leitet bereits seit sechs Jahren 250 Fußballspiele als Referee und steht vorm Sprung in die Landesklasse.

Der erst 20-jährige Jonas-Hagen Mayer zeigt viel Talent an der Fahne sowie an der Pfeife.

Der erst 20-jährige Jonas-Hagen Mayer zeigt viel Talent an der Fahne sowie an der Pfeife.

Foto: Andreas Zais

Kaisershagen. Jonas-Hagen Mayer liebt sein Hobby, agiert mit viel Engagement und großer Freude als Fußball-Schiedsrichter auf dem grünen Rasen.

Obwohl der Student der Germanistik und Evangelischen Religion an der Universität in Erfurt erst 20 Jahre alt ist, hat er schon einige Sprossen auf der Erfolgsleiter als Referee erklommen, leitet bereits seit zwei Jahren Begegnungen in der Kreisoberliga und hat den Sprung in den Anschlusskader für die Landesklasse geschafft.

Vor Sprung in die Landesklasse

"Dazu benötige ich drei positive Bewertungen von Beobachtern, habe bisher zwei geschafft", sagt der Lehramtsstudent, der mit drei Jahren mit seinen Eltern aus der sächsischen Metropole Dresden ins beschauliche Kaisershagen bei Mühlhausen mit seinen 450 Einwohner zog.

"Schade, dass die Corona-Pandemie mir in die Quere kam, die dritte Beobachtung dadurch noch aussteht", erklärt Mayer und hofft, dass die Unterbrechung der Saison nicht mehr zu lange dauert.

Spiel seines Bruders geleitet

Selbst begann er mit acht Jahren bei der SG Ammern, dem runden Leder nachzujagen. Die Lust am Pfeifen bekam er, als er mit 14 Jahren ein Spiel seines jüngeren Bruders Justus in der F-Junioren von Union Mühlhausen leitete. "In der Altersklasse gab es noch keine angesetzten Schiedsrichter", erläutert der Fan von Rot-Weiß Erfurt, der den sportlichen Niedergang des Traditionsklubs bis in die Oberliga sehr bedauert.

Zum nächsten Anwärter-Lehrgang meldete er sich an, leitete nach erfolgreichem Abschluss etliche Partien im Nachwuchsbereich. "Das hat mir viel Spaß gemacht trotz großer Nervosität," bemerkt der für Union Mühlhausen pfeifende gebürtige Sachse. Auch verbale Attacken von übermotivierten Eltern und Betreuern brachten ihn nicht von seinem Weg ab, steigerten noch sein Selbstbewusstsein und sein Durchsetzungsvermögen.

Mit 16 Jahren im Männerbereich

Bereits mit 16 Jahren wurde er erstmalig zu einem Männerspiel als Neutraler eingesetzt im Kellerderby der zweiten Kreisklasse in Heuthen im Eichsfeld. Genau erinnert sich der politisch engagierte Student im dritten Semester an seine erste Partie ein Jahr später in der Kreisliga zwischen Preußen Bad Langensalza II und dem SV Henningsleben.

Mittlerweile wurde er bereits in rund 250 Spielen eingesetzt, gab mit 17 Jahren das eigene Kicken aufgrund der zunehmenden Belastung als Referee auf. "Mein Hobby hat mich charakterlich sehr geprägt, mir unter anderem Entscheidungsfreudigkeit, Selbstbewusstsein und sicheres Auftreten verliehen, dass sehr vorteilhaft für meinen späteren Beruf als Lehrer ist", erklärt Jonas-Hagen Mayer.

Dank an seinen Vater

Viel verdankt er seinem Vater Sven, der ihn stets zu den Spielen fuhr, als er noch keinen Führerschein besaß. Zahlreiche Ratschläge und Empfehlungen erhielt er von seinem Kollegen Thomas Stimpel von der SG Ammern, den er bei zahlreichen Begegnungen an der Seitenlinie assistierte.

"Heute begleitet er mich oft als Linienrichter", sagt Mayer und freut sich stets auf das Kooperieren mit dem 31-Jährigen. Wird er nach möglichen Vorbildern gefragt, so nennt er den in der Bundesliga und international eingesetzten Deniz Aytekin sowie den 25-jährigen Richard Lorenz aus Bad Langensalza, der bereits den Sprung in die Oberliga schaffte.

Viel Lob und Zustimmung erhält der sympathische Jung-Referee auch von Lehrwart Ralf Schwethelm, der ihm großes Potential bescheinigt. Seine Freizeit verbringt der Kaisershagener, der zuweilen bis zu drei Spielen als Schiedsrichter sowie als Assitent von André Thormann in der Landesklasse und Verbandsliga am Wochenende eingesetzt wird, am liebsten in seinem Freundeskreis.