Handball-Landesliga

Jugend forsch: Schnellmannshäuser Nachwuchs glänzt beim Kantersieg

Heimsiege feierten die Handball-Landesligisten Schnellmannshausen und Hörselgau-Waltershausen – für Letztere endete dabei eine lange Negativserie.

Schnellmannshausens Robin Kaufmann (am Ball) gefiel als Spielmacher und  fünffacher Torschütze. Werratal  II (li. Schneider, re. Winner) war beim 38:21 chancenlos.  

Schnellmannshausens Robin Kaufmann (am Ball) gefiel als Spielmacher und fünffacher Torschütze. Werratal II (li. Schneider, re. Winner) war beim 38:21 chancenlos.  

Foto: Mike El Antaki

Die HSG Hörselgau-Waltershausen kann doch noch gewinnen. Nach exakt 280 Tagen mit saisonübergreifend 13 sieglosen Punktspielen gelang erstmals wieder ein Doppelpunktgewinn.

SG Schnellmannshausen – HSG Werrtal II 38:21. Unbeeindruckt von der ersten Saisonniederlage (23:32 bei Post Gera) und den beiden Sperren (Bergmann/D. Jauernik) fand die SG Schnellmannshausen sofort zurück in die Erfolgsspur. Großen Anteil hatten die Youngster Tobias Wiegand (7 Tore), Robin Kaufmann (5) und Leon Biehl (6), die es zusammen auf 18 Tore brachten.

Während der Gast fahrig und mit mehreren technischen Fehlern begann, war die SGS sofort hellwach und ebnete mit dem 5:0-Blitzstart den Weg. Erst dann schaffte Andre Storch Werratals ersten Treffer. Der Gastgeber drückte weiter aufs Tempo und baute den Vorsprung bis zur Pause auf 18:10 aus. In Hälfte zwei ging es eigentlich nur noch um die Höhe des Sieges. Apropos Statistik: Marko Wiegand netzte beim 37:21 (58.) zum 999. Mal für die Schnellmannshäuser ein. Am nächsten Wochenende ist die SGS spielfrei.

HSG Hörselgau-Waltershausen – HV Merkers 31:27. „Es hat lange gedauert, aber ich hoffe, jetzt ist der Knoten geplatzt“, sagte ein erleichterter HSG-Coach Manfred Kühr. Schon bei der unglücklichen Niederlage gegen Ilmenau und im Spiel beim Thüringer HC sei ein Aufwärtstrend erkennbar gewesen. Diesmal belohnte sich das Team, wenngleich Kühr mit der gezeigten Leistung „nicht absolut zufrieden war“. Vor allem ärgerte ihn die Schwächephase in Hälfte zwei. Zu schnell gab die HSG die 16:13-Führung (34.) aus den Händen und als Merkers’ Kummert zum 24:26 (52.) traf, drohte der nächste Nackenschlag. „Da musste ich laut werden, danach hat sich die Mannschaft glücklicherweise wieder gefangen“, freute sich Kühr über den 7:1-Lauf in den letzten Minuten, in denen Torhüter Erik Haseinstein mit mehreren Paraden glänzte. Im Angriff war auf Torjäger Marco Rimbach (Kühr: „Er hat an den Ketten gezerrt") Verlass. Mit seinem zehnten Treffer setzte er den Schlusspunkt. Durch den ersten Saisonsieg gab Hörselgau dei rote Laterne nach Sömmerda weiter. Und eben bei jenem neuen Schlusslicht ist die HSG am 30. November im nächsten Punktspiel gefordert. „Ganz klar, dort wollen wir zwei weitere Punkte holen“, blickt Kühr voraus.

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