Kein Kaltstart bei den Westthüringer Fußballern erwünscht

Gotha.  Umfrage des KFA Westthüringen unter den Fußball-Mannschaften ergab interessante Abstimmungen.

Still ruht der Fußball: Wie es im neuen Jahr weitergehen könnte, erfragte der KFA Westthüringen nun in einer Umfrage.

Still ruht der Fußball: Wie es im neuen Jahr weitergehen könnte, erfragte der KFA Westthüringen nun in einer Umfrage.

Foto: Mike El Antaki

Bertram Schreiber, der Vorsitzende des Spielausschusses im KFA Westthüringen, zeigte sich zufrieden. „Insgesamt war die Teilnahme an der Umfrage sehr zufriedenstellend“, bilanzierte der Sieblebener. Am 13. November hatte er alle Vereine, die Mannschaften im Herren-, Ü 35- sowie Jugendbereich stellen, zu einer Online-Umfrage gebeten. Bei den Erwachsenen beteiligten sich 81 von 111 Vereinen, im Nachwuchs war die Quote mit 64 von 71 Clubs noch höher.

In der nunmehr erfolgten Auswertung wurde eine Tendenz deutlich: ein Kaltstart ist nach der Beendigung der Pause – wann immer dies auch sein möge – nicht erwünscht. Bei den Erwachsenen votierten nur 16 Prozent für einen sofortigen Wiederstart ohne Vorbereitung. Fast die Hälfte würde eine Vorbereitungszeit von mindestens zwei Wochen gutheißen. Für den (ziemlich unrealistischen) Fall, dass im Dezember hätte gespielt werden können, winkten 64 Prozent ab.

Etwas anders stimmten die Vertreter der Nachwuchsvereine ab. Da der Trainingsbetrieb in Westthüringen über weite Strecken möglich war, entschied sich jeweils der größte Teil, Spiele sofort wieder auszutragen, wenn dies möglich ist.

Neustart Ende Januar favorisiert, falls überhaupt möglich

Im zweiten großen Teil der Umfrage, die sich mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes im neuen Jahr beschäftigt, zeigten sich durchmischte Meinungen. Zwar würde eine Mehrheit der Erwachsenen einen Neustart im Januar begrüßen. Doch schon die Frage, ob am 23. oder 30. Januar gestartet werden soll, brachte unterschiedliche Abstimmungen zu Tage. Der „Mittelweg“ wäre, wie Schreiber betont, hier ein Beginn am letzten Januar-Wochenende.

Deutlicher fiel hingegen das Votum aus, wenn die Vorrunde beendet werden kann, jedoch nicht ausreichend Spieltage zur Verfügung stehen, um die gesamte Saison zu Ende zu spielen. Über die Hälfte aller Beteiligten möchte möglichst viele Spiele bis zum Saisonende spielen und den Abschluss nach Quotientenregel. Eine nachvollziehbare Entscheidung, wollen die Fußballer nach den langen Zwangspausen endlich wieder im geregeltem Abstand ihrem Hobby nachgehen.

Inwieweit dies alles in die Tat umgesetzt werden kann, wird sich erst noch zeigen. Zunächst gilt es, die politischen Entscheidungen abzuwarten. Je nach Möglichkeit, so kamen die Verantwortlichen in einer Sitzung mit den Ligavertretern Rüdiger Barth (Westring Gotha) und Torsten Tikwe (FC Eisenach) am Dienstag überein, soll der Neustart mit dem Spieltag beginnen, welcher als erster ausgefallen ist. Der KFA will zudem mit den Vertretern, zu denen dann auch der am Dienstag beruflich verhinderte Kevin Nube (Vacha) zählt, und Vereinen im regelmäßigen Gedankenaustausch bleiben, da kurzfristige Änderungen immer zur Disposition stehen werden.