Kristin Hempel kam zurück, sah – und siegte zum fünften Mal

Suhl.  Die Sportlerin des USV Erfurt ist nach vier Jahren Babypause erstmals wieder beim Lange-Bahn-Lauf dabei und gewinnt ihn erneut.

Kristin Hempel (USV Erfurt) siegte zum fünften Mal beim Lange-Bahn-Lauf.

Kristin Hempel (USV Erfurt) siegte zum fünften Mal beim Lange-Bahn-Lauf.

Foto: Theo Schwabe

Der „Lange-Bahn-Lauf“ quer durch den „Kleinen Thüringer Wald“ mit seiner nunmehr 42. Auflage zählt zu den ältesten breitensportlichen Laufveranstaltungen und erfreut sich stets eines großen Zuspruchs aus dem Freistaat und weit darüber hinaus. Einst als letzter Test vor dem Rennsteiglauf deklariert, musste die traditionsreiche Laufveranstaltung pandemiebedingt in den Herbst verlegt werden.

Hempel: „Mittlerweile mein Lieblingslauf“

Unter den rund 260 Teilnehmern über 10 und 21,1 km war, nach fast dreijähriger Pause, auch Kristin Hempel vom USV Erfurt. Sie konnte den Traditionslauf bereits viermal gewinnen. Erstmals 2011, damals noch unter ihrem Mädchennamen Eisenacher. Nach ihrem letzten Sieg 2016 musste sie nach der Geburt ihrer Zwillingssöhne eine Pause einlegen. Nun meldete sie sich gleich wieder mit einem Sieg in der Thüringer Laufszene zurück. In 1:38,02 Stunden verwies Hempel die Ostheimerin Anna-Lena Klee (1:43,34 h) und die Gothaerin Saskia Anschütz (1:55,09 h) auf die Ränge.„Der Lange-Bahn-Lauf ist mittlerweile mein Lieblingslauf“, so Hempel, „ wohl auch, weil der Kleine Thüringer Wald meine Heimat war“, so die Wahlerfurterin.

Vereinskamerad Weigel mit „schweren Beinen“ Zweiter

Hempels Vereinskamerad Christoph Weigel belegte auf der Halbmarathondistanz in 1:20,57 h den zweiten Platz hinter dem Triathleten Max Dapp (TSG Reutlingen) aus Baden-Württemberg. Als Pokalverteidiger ging Weigel als Favorit ins Rennen, doch Dapp zeigte vor allem an den Anstiegen keine Schwächen, setzte sich letztendlich erfolgreich ab und siegte in 1:17,34 h recht deutlich. „Irgendwie lagen mir noch die Strapazen des Rennsteig-Herbstlaufes in den Beinen“, kommentierte Weigel seine Niederlage. Trotzdem war er nicht unzufrieden, schließlich war er immerhin 1:30 Minuten schneller als bei seinem Sieg 2019 unterwegs.