Lehmann macht den Unterschied

Brotterode  Fußball-Landesklasse: SG Siebleben wehrt sich in Brotterode gegen den Abstieg. Gäste-Stürmer schnürt Dreierpack – 3:1

Ein letzter Fingerzeig in Richtung Klassenerhalt? Trainer Philipp Bergmann und die SG Siebleben/Seebergen haben nach einem 3:1-Erfolg gegen Konkurrent Brotterode theoretisch weiterhin die Chance, dem Abstieg noch zu entgehen.

Ein letzter Fingerzeig in Richtung Klassenerhalt? Trainer Philipp Bergmann und die SG Siebleben/Seebergen haben nach einem 3:1-Erfolg gegen Konkurrent Brotterode theoretisch weiterhin die Chance, dem Abstieg noch zu entgehen.

Foto: Falk Böttger

Mit einem 1:3 beim FV Inselsberg Brotterode hat die SG Siebleben/Seebergen in Lebenszeichen im Abstiegskampf gegeben. Allerdings liegt das drei Spieltage vor Schluss längst nicht mehr in der eigenen Hand, sondern hängt davon ab. wie sich die Konkurrenz verhält –beziehungseise, ob die Randgothaer den – zumindest derzeit als rettendes Ufer angenommenen – zwölften Platz erreichen.

Diesen hält drei Spieltage vor Schluss weiterhin der FC An der Fahner Höhe II mit 26 Punkten. Da die Aufsteiger vom favorisierten Tabellenvize gestern überraschenderweise einen Punkt entführen konnten, bleiben sie mit vier Zählern Vorsprung als Zwölfter weiter ungefährdet. Dass ein Sieg in Brotterode ihr letzter Strohhalm war, um den Abstieg nicht besiegelt zu bekommen merkte man den Gästen an ihrer forschen Gangart an, die bei den mitabstiegsgefährdeten Hausherren den klar besseren Start erwischten. Mit schnörkellosen, oft direkt kombinierten Angriffen stürzten sie die unsortierte Gastgeberabwehr in Verlegenheit und gingen nach vier Minuten in Frpnt, als Michele Lehmann einen Steilpass aufnahm und platziert ins lange Eck abschloss. Danach kam die SG aber von ihrer angriffsorientierten Spielweise ab. Der FVI erreichte allmählich Gleichwertigkeit im Feld und Ladislav Vondracek prüfte mit einem gelungenen Abschluss erstmals Sieblebens Torhüter Jens Schuchardt (22.). Dann entstand eine lange Phase, in der sich beide Teams im Mittelfeld neutralisierten und es nur spärlich Torchancen gab. Lediglich Robin Merten hätte Sieblebens Führung ausbauen können, traf die Kugel nach einer Kopfballverlängerungen aber er traf die Kugel nicht voll. Auf der Gegenseite hatten die Platzherren Pech, als ein 20-Meter-Schuss von Krettek am Pfosten landete und ein Volley-Schuss von Groß in Schuchardts Armen

Die zweite Hälfte glich der Ersten. Auch jetzt waren die Rand-Gothaer präsent, griffen beherzt an und wären fast wieder erfolgreich gewesen, als ein Schrägschuss vom Innenpfosten zurück ins Feld trudelte (50.). Zwei Minuten später hatten die Hausherren nochmal Glück, dass das Geschoss von Elias Herr knapp vorbeistrich.

Aber wieder gab Siebleben das Heft des Handelns aus der Hand – und Brotterode war am Drücker. Vondracek konnte seine Riesenchance noch nicht nutzen (57.), zwei Minuten danach gelang Krettek per Kop der Ausgleich (59.). Jetzt brach die stärkste Phase der Gastgeber an, die nun auch zu Chancen gegen verunsicherte Siebleber fanden. Die Partie war nun ein flottes Auf und Ab – doch zog auch immer mehr Hektik in Spiel ein. Mehrere schwer nachvollziehbare Entscheidungen des Schiedsrichtergespannes taten ihr übriges, so dass in den letzten 20 Minuten auch ziemlich viel Gift in der Begegnung war. Das verflüchtigte sich dann aber wieder,als die Gäste binnen sechs Minuten die Entscheidung herbeiführten. Michele Lehmann war es, der noch zweimal traf (76./82.), mit seinen drei Toren zum Matchwinner avancierte und bei diesem Duell zweier Teams auf Augenhöhe den kleine unterschied ausmachte.

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