Letzter Strohhalm für Liga-Verbleib

Siebleben  Landesklasse: Siebleben mit 2:4 auf Abstiegskurs

Die Aussichten der SG Siebleben auf den Klassenerhalt werden immer düsterer. Mit einer 2:4-Heimniederlage gegen Viernau (9./ 38 Punkte) stand die Landesklassen-Elf von Trainer Philipp Bergmann gestern am Ende wieder mit leeren Händen da – insgesamt zum achten Mal in der Rückrunde.

Die letzten Zähler konnten die Randgothaer am 20. Spieltag im Kellerduell gegen Absteiger SG Sachsenbrunn verbuchen (4:3). Danach setzte es nur noch Niederlagen. Damit ist der Klassenerhalt der Bergmann-Elf vier Spieltage vor Schluss eigentlich nur noch theoretisch möglich. „Die Chance ist verschwindend gering. Am kommenden Wochenende müssen wir in Brotterode abliefern, sonst war‘s das“, so Bergmann, der den letzten Strohhalm beim direkten Konkurrenten mit seinen Schützlingen noch ergreifen will.

Aber klar ist auch, dass Sieblebens Verletzungspech und die Personalsorgen bis dahin nicht weggeblasen sein werden. Mit dem Ausfall von Oliver Türk (krank) und Oleg Oliinyk spitzte sich die Personallage noch weiter zu. So musste der Trainer auch selber das Spielertrikot überstreifen. Überhaupt ist eine der größten Baustellen derzeit, die Moral seiner überwiegend noch jungen Spieler nach der scheinbar nicht endenwollenden Talfahrt für die letzten Partien hochzuhalten. „Die Jungs müssen zur Leichtigkeit zurückfinden. Dafür braucht es aber auch mal ein Erfolgserlebnis. Die Abstiegssorgen dürfen wir nicht in die Köpfe lassen.“, so Bergmann, der sich aber auch keinen unrealistischen Träumereinen hingibt. Am Selbstvertrauen nage vor allem auch, sich Siebleben zum wiederholten Mal für einen eigentlich guten Auftritt (wie beim Zweiten in Herpf) nicht belohnen konnte. „Auch Viernau war nicht unschlagbar, aber gnadenlos effektiv mit drei Toren aus vier Chancen“, so Bergmann.

Schon in der 7. Minute gab es die kalte Dusche durch Karsten Schmidt, der frei abzog – 0:1. Die Bergmann-Elf hielt die Südthüringer danach zwar in Schach, kassierte in der 44. Minute aber das 0:2 (Patrick Schulz) nach einem erneuten Abwehrfehler. Der Pausenrückstand wirkte wie ein Weckruf für Siebleben. Nach einer Unterbrechung (65.), gerieten die Hausherren mit 0:3 (66.) und bald 0:4 (73.) nach einem Konter sogar noch weiter ins Hintertreffen, obwohl sie da bereits längst in eine bis zum Schluss anhaltende Drang-Phase gestartet waren. Mehr als Ergebniskorrektur gelang dank einem Viernauer Eigentor (1:4/ 80) und einer cleveren Finte von Julian Fröbe, die Michele Lehmann zum 2:4 verarbeitete (85.) nicht. Julian Peinelt schoss noch aus Nahdistanz den Gäste-Torhüter an (86.).

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