Manys warnt nach Goldbachs Sieg: „Andere hätten uns bestraft“

Goldbach.  Kritik trotz klarem Ergebnis: Goldbachs Neuzugang Maximilian Manys fordert konzentrierte Leistung über die komplette Spielzeit.

Maximilian Manys steuerte bei seinem Goldbacher Heimdebüt drei Tore zum ungefährdetn Sieg bei.  

Maximilian Manys steuerte bei seinem Goldbacher Heimdebüt drei Tore zum ungefährdetn Sieg bei.  

Foto: Mike El Antaki

Gut ausgebildet, jung und trotzdem schon erfahren: Das sind die Vorzüge, über die sich Handball-Thüringenligist SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim bei der Verpflichtung von Maximilian Manys freuen durfte. Am Samstag spielte der 22-jährige duale Student erstmals in seiner neuen Heimstätte, der Nessetalhalle. Nach dem klaren 27:19-Sieg gegen Aufbau Altenburg sprachen wir mit dem Sonneborner, der in der Saison 2017/18 beim ThSV Eisenach auch Zweitligaluft schnuppern durfte.

War der SV Aufbau der ideale Gegner fürs erste Heimspiel, also buchstäblich ein willkommener Aufbau-Gegner?

Im Grunde schon, wenngleich man es so oder so sehen kann. Hätten wir heute einen starken Gegner gehabt, hätten wir mit dieser Vorstellung mit Sicherheit verloren und hätten in den nächsten Trainingseinheiten mehr Gas gegeben.

Demnach täuscht das klare Ergebnis über Unzulänglichkeiten hinweg?

Wir haben die komplette erste Hälfte dominiert, auch die ersten fünf bis zehn Minuten nach der Pause waren stark, aber in der letzten Viertelstunde haben wir nur noch Larifari gespielt und zu viele Fehler gemacht. Andere Teams hätten dies bestraft. Gegen so eine Mannschaft wie Altenburg muss man konsequenter durchspielen und klarer gewinnen, am Ende vielleicht mit 15 Toren.

Wie haben Sie sich eingelebt beim neuen Verein?

Gut. Ich kenne viele Jungs von früher, wohne ja in der Nachbarschaft in Sonneborn. Und mit Daniel Bohrt habe ich in Eisenach einige Jahre zusammengespielt. Das Klima in der Mannschaft ist top.

Wo sehen Sie Ihre Rolle im Team?

Man muss sich erstmal reinfinden, das habe ich ganz gut hinbekommen. Es ist eine ziemlich junge Mannschaft, in der ich als 22-Jähriger jetzt schon zu den Älteren zähle.

Und Sie können sicher einiges von Ihren Erfahrungen weitergeben.

Das schon, meine Mitspieler nehmen das auch an. Aber ich bin jetzt nicht derjenige, der allen sagt, was sie machen sollen. Handballspielen können die Jungs hier alle. Es geht eher darum, alle mitzureißen und den Ehrgeiz zu fördern. Wenn das gelingt, sind wir langfristig auf einem guten Weg.

Sie sind variabel einsetzbar. Was ist Ihre Lieblingsposition?

Ich spiele immer dort, wo mich der Trainer aufstellt. Diese Einstellung erwarte ich auch von allen anderen Spielern. Ich selbst spiele am liebsten auf Außen, auch wenn das hier in Goldbach ohne Harz nicht so einfach ist.

Stimmt, in der Nessetalhalle herrscht Klebemittelverbot. War das eine schwierige Umstellung?

Ja, ganz klar. Es ist schon ungewohnt, man muss erst das Gefühl dafür bekommen. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber das kommt bestimmt mit der Zeit. Im Endeffekt ist es ja auch ein Handball, nur eben ohne Kleber.

Was ist mit den „Hornissen“ in dieser Saison drin?

Es ist schwierig eine Prognose abzugeben. Wir haben jetzt zweimal gewonnen und zweimal verloren. In Mühlhausen, die ich zu den Spitzenteams zählte, waren wir lange dran und hätten dort auch etwas holen können. Einen Mittelfeldplatz sollten wir anpeilen.

Sie blicken sicherlich noch nach Eisenach. Was trauen Sie den beiden ThSV-Teams zu?

Die Zweite schätze ich ähnlich wie uns ein. Es ist eine ziemlich junge Truppe, die sich wohl auf einem Niveau mit uns bewegt. Die Erste ist natürlich souverän reingekommen und trotz der Heimniederlage gegen Nettelstedt sollten sie so gut aufgestellt sein, dass sie nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen.