„Mein Ziel? Mindestens die Endrunde!“

Gotha-Sundhausen  Interview der Woche Die Keglerin Stephanie Nagel vom TSV Sundhausen bucht als U23-Landesmeisterin die deutsche Meisterschaft

Stephanie Nagel vom TSV 1869 Sundhausen ist U23-Landesmeisterin im Kegeln und startet am 15./16. Juni 2019 bei der deutschen Meisterschaft.

Stephanie Nagel vom TSV 1869 Sundhausen ist U23-Landesmeisterin im Kegeln und startet am 15./16. Juni 2019 bei der deutschen Meisterschaft.

Foto: Verein

Landesmeistertitel und das Ticket für die deutsche Meisterschaft: Für Stephanie Nagel hätten die Thüringer Meisterschaften der U23-Keglerinnen in der vergangenen Woche in Stangendorf (Sachsen) nicht besser laufen können. Dass das Kegeltalent der 22-Jährigen vom TSV 1869 Sundhausen nicht von ungefähr kommt, welche Ziele sie sich für die nationalen U23-Titelkämpfe am 15./16. Juni gesteckt hat und warum sie im Spielbetrieb der Kreisliga (100 Wurf 50/50) mit dem Sundhäuser Männer-Team um Punkte kämpft, erklärt die gelernte Industriekaufrau im Interview der Woche.

Herzlichen Glückwunsch zum Titel. War das von vornherein Ihr Ziel bei diesen Landesmeisterschaften? Knappe Kiste oder klare Sache – wie haben Sie abgeschnitten?

Ja, es war schon mein Ziel, zu gewinnen. Die Vorrunde war auch eine ziemlich eindeutige Angelegenheit. In der Endrunde allerdings ist es zum Schluss dann doch noch ziemlich eng geworden, aber glücklicherweise hat es letztendlich noch zum Sieg gereicht.

Wann haben Sie den Kegelsport für sich entdeckt?

Angefangen habe ich vor 15 Jahren in Ohrdruf, meinem Heimatort. Da mehr oder weniger meine ganze Familie – von den Eltern, über Oma und Uroma – eigentlich Kegler sind, bin ich schon früh mit dabeigewesen.

Mittlerweile spielen Sie nicht mehr für den Ohrdrufer KSV, sondern für Sundhausen...

Ja, seit fünf Jahren bin ich beim TSV Sundhausen Mitglied.

Warum der Wechsel?

Ich bin vor fünf Jahren nach Sundhausen gezogen. Da beim TSV Sundhausen auch gekegelt wurde, lag es nahe, mich dort anzumelden. Vor einem Jahr bin ich wieder zurück nach Ohrdruf. Auch der Arbeit wegen. Allerdings plane ich, bald wieder zurück nach Sundhausen zu ziehen. Ich fühle mich wohl im Ort und vor allem beim TSV 1869.

In weniger als drei Wochen reisen Sie zu den deutschen U23-Meisterschaften in Eppelheim (Baden-Württemberg). Ist das Ihre erste Qualifikation für auf Bundesebene?

Nein. Es ist bereits meine dritte Teilnahme bei einer deutschen Meisterschaft der U23 nach 2016 und 2017. Im vergangenen Jahr hat es leider nicht geklappt, weil ich den Qualifikationswettkampf wegen einer Operation verpasst habe. Ich freue mich sehr, dass ich es dieses Mal wieder geschafft habe. Davor war ich auch schon bei U18-Meisterschaften am Start.

Ihre bisher beste DM-Platzierung?

Platz zehn bei der deutschen U18-Meisterschaft 2014.

Haben Sie sich für diese deutsche Meisterschaft ein bestimmtes Ziel gesteckt?

Auf jeden Fall will ich es über die Vorrunde hinaus bis in die Endrunde schaffen. Natürlich wäre es schön, wenn ich letztlich noch mehr erreichen könnte, aber das bleibt abzuwarten.

Können Sie die Konkurrenz einschätzen?

Man kennt sich in der Regel. Bei den Ländervergleichen, die einmal im Jahr stattfinden, trifft man immer wieder auf dieselben Gesichter. Ich bin ich seit der Altersklasse U14 regelmäßig Mitglied der Thüringen-Auswahl.

Im Punktspielbetrieb sind Sie mit der Sundhäuser Mannschaft in der Kreisliga (100 Wurf 50/50) aktiv . Sind sie die einzige Frau im Team?

Ja, im Team schon. Aber es gibt noch eine weitere Keglerin im Verein, die aber in einer anderen Mannschaft spielt.

Wie kam‘s?

Ganz einfach. Da es im Kreis Gotha nur sehr wenige reine Frauen-Kegelmannschaften gibt und demnach auch keine Frauen-Staffel auf Kreisebene existiert, sind viele Keglerinnen eben in den Männer-Ligen aktiv. Aber das funktioniert gut und ist nicht problematisch. Zumindest ich komme mit den Jungs in der Mannschaft bestens aus.

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