Meine Meinung: Grottenschlecht gewinnen

Tino Zippel zur Lage des FC Carl Zeiss Jena in der Dritten Liga.

Tino Zippel

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Foto: MGT

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Wer ständig trotz vieler Niederlagen Lob des Gegners erfährt, steigt am Saisonende ab. Dieses Schicksal wird in dieser Saison den FC Carl Zeiss Jena treffen. Claus Schromm, der Coach der Unterhachinger, schmierte den Jenaern bei der Pressekonferenz zwar Honig ums Maul. Doch aus der benachbarten Kabine der Bayern dröhnte die Partymusik und erinnerte daran, wer die drei Punkte mit nach Hause nimmt.

Ähnlich war es beim 0:3 gegen den Halleschen FC. Auch gegen Unterhaching hatte der FC Carl Zeiss Feldvorteile. Doch es krankt an der Chancenverwertung und der Konsequenz beim Verteidigen von Standards. Wenn es wieder und wieder passiert, kann es kein Zufall oder Pech sein, sondern mangelt an der Qualität. Oder an der Erfahrung? Hinterfragen müssen sich nicht nur die Feldspieler, die ihre Gegenspieler laufen lassen, sondern auch Torhüter Jo Coppens. Oft wartet er auf der Linie ab, statt aktiv auf die Bälle bei Standards zu gehen.

Im Grunde zählt in Großaspach nur ein Sieg. Dann würden die Jenaer die Hinrunde mit zwölf Punkten abschließen. Heißt: 33 müssten in der Rückserie folgen. Die Bilanz eines Aufsteigers ist also nötig. Bislang haben die Jenaer in dieser Saison nur gewonnen, wenn sie drei Tore erzielt haben. Wenn der Klassenerhalt noch klappen soll, muss endlich das erste Spiel ohne Gegentor gelingen. Und ganz viele müssen folgen. Dann macht es auch nichts, wenn die gegnerischen Trainer kritisieren, wie schlecht doch der FCC war.

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