Mosbach als Meistermacher?

Eisenach/Gospenroda  Fußball-Kreisoberliga: Sollte Kaltennordheim am Samstag patzen, stünde Gospenroda vorzeitig als Staffelsieger fest

Über Tore von Max Hirschel (re.), der gegen Apfelstädt viermal traf, würde sich am Samstag auch die SG Gospenroda freuen.

Über Tore von Max Hirschel (re.), der gegen Apfelstädt viermal traf, würde sich am Samstag auch die SG Gospenroda freuen.

Foto: Mike El Antaki

Pfingsten steht vor der Tür. Das lange Wochenende bietet sich an für Kurzurlaube, Wanderungen oder andere Aktivitäten. Inspiration für einen Ausflug am Samstag brauchen die Kreisoberliga-Fußballer der SG Gospenroda/Dippach dabei gewiss nicht.

Ein Teil der Mannschaft vom aktuellen Tabellenführer wird sich morgen auf den Weg nach Kaltennordheim machen. Nicht etwa, weil sich beim mittlerweile 457. (!) Heiratsmarkt, dem größten Volksfest Südthüringens, die gesamte Kaltennordheimer Innenstadt zu einem Vergnügungspark verwandelt. Vielmehr zieht es die Gospenrodaer zum Sportplatz, wo um 16 Uhr ihr Rivale im Rennen um den Staffelsieg im Punktspiel auf den Mosbacher SV trifft. Die Gastgeber, die mit drei verschossenen Elfmetern in Bischofroda ihre gute Ausgangsposition förmlich verschenkten, stehen in ihrem finalen Saisonspiel unter Zugzwang. Nur ein Sieg würde Fortuna wieder auf Rang eins heben und die Entscheidung vertagen, bis Gospenroda sieben Tage später im abschließenden Heimspiel gegen Apfelstädt erneut kontern könnte. Jedes Remis und jede Niederlage der Kaltennordheimer würde dagegen die SG vorzeitig den Wiederaufstieg bejubeln lassen.

Sollte Mosbach an die starke zweite Hälfte der Vorwoche, als Apfelstädt beim 6:2 an die Wand gespielt wurde, anknüpfen, ist dem MSV die Rolle des Meistermachers zuzutrauen. Motiviert sind die Gäste im Duell der besten Angriffsreihen ohnehin, verlor Mosbach doch sowohl im Pokal (3:4) bei den Fortunan als auch in der Liga im Heimspiel (0:2). Klappt es im dritten Anlauf mit einem MSV-Erfolg, dann wird sich wohl der eine oder andere gutgelaunte Gospenrodaer unter die Feierfreudigen des Heiratsmarktes mischen. Drei weitere Spiele der Kreisoberliga finden Pfingstsonntag um 15 Uhr statt. Während es in den Duellen Eisenach II gegen Bischofroda und SG Ruhla gegen Treffurt mehr oder weniger nur noch um die Ehre geht, könnte Westring Gotha mit einem Dreier gegen die SG Vacha das rettende Ufer erreichen. Einzuholen wäre Westring von Dermbach aufgrund des klar besseren Torverhältnis dann nur noch theoretisch.

Landesklasse

Nicht in Bestbesetzung, aber mit viel Rückenwind von neun Siegen hintereinander fährt der FC Eisenach am Samstag zum letzten Auswärtsspiel der Saison. Gastgeber SG 1951 Sonneberg hatte vor Wochen seinen freiwilligen Rückzug aus der Landesklasse verkündet und steht seit vorigen Sonntag, als man in Herpf 0:4 unterlag, auch als sportlicher Absteiger fest. Die Südthüringer mussten erfahren, dass das zweite Jahr in einer Liga meistens komplizierter wird. Problemzone war die Abwehr (99 Gegentore), während die Offensive mit Markus Büchner (19 Saisontore) und Andy Marsiske (14) durchaus Landesklassenformat hat.

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