Motocross-Piloten aus dem Weimarer Land mit neuem Schwung

Tapetenwechsel bei Henry Jacobi aus Bad Sulza und dem Wormstedter Tom Koch.

Auf zu neuen Höhen: Tom Koch.

Auf zu neuen Höhen: Tom Koch.

Foto: Thorsten Horn

Bad Sulza/Wormstedt. Ende letzten Jahres stand mit Hinblick auf die neue Saison für die beiden Thüringer Motocross-WM-Piloten Henry Jacobi und Tom Koch ein Tapetenwechsel an. Damit verbinden der 24-jährige aus Bad Sulza wie auch der eineinhalb Jahre jüngere Wormstedter die Hoffnung auf eine bessere Saison 2021.

Henry Jacobi kugelte sich beim Training zur 13. von insgesamt 18 WM-Runden bei einem eigentlich harmlosen Sturz die Schulter aus und konnte fortan nicht mehr an den Start gehen konnte. Bis dahin war der Aufsteiger aus der Klasse MX2 in seinem bereits sechsten WM-Jahr gut unterwegs. Mehrfach fuhr der MX2-WM-Fünfte des Jahres 2019 in die Top-10-Ränge. Auch nach dem ersten Lockdown, als die WM von März bis Anfang August 2020 ruhte. In der rennfreien Zeit hatte sich Henry Jacobi bei diversen Trainingsstürzen einen Fußbruch und eine Gehirnerschütterung zugezogen, sonst wären seine Ergebnisse sicherlich noch besser ausgefallen. „Ich hatte in dieser Saison Höhen und Tiefen, doch rückblickend hat das Positive überwogen. Viel mehr konnte man im ersten Jahr nicht erwarten“, sagt Henry Jacobi nach WM-Rang 19.

Unabhängig davon wurde sein Einjahresvertrag mit seinem italienischen Team nicht verlängert, kam aber inzwischen beim Honda-Team des belgischen Ex-Weltmeisters Jacky Martens unter. „Ich glaube, das ist für mich besser als vorher“, sagt Jacobi. Und weiter: „Ich bleibe bei meinem Trainer im Rheinland wohnen und bin daher nahe beim Team und den belgischen Trainingsstrecken. Ich hoffe, dass ich mich 2021 weiter steigern kann und dass möglichst viele Top-10-Resultate dabei sind.“

Mit konstanten Fahrten in die WM-Punkte (bis Platz 20) oder die Top 15 wäre Tom Koch schon zufrieden. Der sich überwiegend selbst organisierende Teilzeit-WM-Fahrer ist noch nicht im Genuss eines Vollvertrages und musste sich 2020 mit dem 37. Schlussrang begnügen. Auch dieses Jahr wird er aus Budgetgründen nur die meisten europäischen WM-Läufe bestreiten können.

Inzwischen hat auch er, aus den gleichen Gründen wie Henry Jacobi, seinen Wohnsitz ins Rheinland verlegt, wovon auch er sich bessere Trainingsmöglichkeiten verspricht. Wenngleich bei ihm kein Markenwechsel anstand, so hat er doch für die neue Saison mit KTM Kosak ein neues Team gefunden. Mit diesem wird der als bester Deutscher Gesamtdritte der Mini-Saison des ADAC MX Masters 2020 parallel auch in diesem Jahr in der deutschen Vorzeigeserie an den Start gehen.