Mühlhäuser Volleyballerinnen trainieren für den guten Zweck

Mühlhausen.  In die Halle können die Volleyballerinnen des VV Mühlhausen derzeit zwar nicht, sind aber aktuell trotzdem ziemlich sportlich unterwegs.

Halten zusammen und sich fit: Die Volleyballerinnen des VV Mühlhausen.

Halten zusammen und sich fit: Die Volleyballerinnen des VV Mühlhausen.

Foto: Sandra Windischmann

Kein Pritschen, kein Baggern – die Verbandsliga-Volleyballerinnen des VV Mühlhausen können Corona-bedingt bereits seit drei Wochen nicht gemeinsam in der Halle üben. Auf der faulen Haut liegen die Spielerinnen um Kapitänin Nadine Hädrich aber nicht – im Gegenteil. Dank eines internen Mannschafts-Wettbewerbs sind sie auch im Lockdown sehr aktiv.

Noch bis zum Jahresende hat jede Akteurin Zeit, das persönlich verlange Pensum von 170 Kilometern zu erreichen. Wie das geschieht, bleibt den Spielerinnen selber überlassen. „Laufen, Walken, Radfahren, alles ist möglich. Man kann auch schwimmen“, erklärt Hädrich.

Spende für einen guten Zweck

Ihre Daten und Fotos tauschen die Mitglieder untereinander über die sozialen Medien aus. Das fördert die Stimmung, und auch die Motivation. „Wenn man sieht, dass eine von uns an diesem Tag etwas gemacht hat, dann schnürt man selber doch noch die Schuhe, um nachzuziehen“, verrät Hädrich lachend.

Die mannschaftsinterne Herausforderung ist nicht nur gut für das Miteinander, sondern dient auch einem guten Zweck. Am Ende werden die geschafften Kilometer addiert. Diese Summe ergibt dann den Betrag, den die Spielerinnen für einen gemeinnützigen Verein spenden werden. Sponsoren und der Verein stocken die Summe sogar noch auf.

„Die Aktion hilft uns außerdem dabei, untereinander den Kontakt zu halten. Jeder kann in die App schauen, dort Fotos teilen. So sieht man sich wenigstens, auch wenn es nur virtuell ist“, sagt Kapitänin Hädrich.

„Alle sind heiß darauf wieder zu spielen“

Wann die Mühlhäuserinnen wieder zum Training in die Halle können und ob die Saison überhaupt fortgesetzt werden kann, ist offen. „Vom Verband gibt es noch keine offizielle Information. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass noch weitergespielt wird. Das ist sehr schade. Alle sind heiß darauf zu spielen“, bedauert die 41-Jährige.

Der Stopp des Trainings- und Wettkampfbetriebs verhindert aktuell auch, dass sich die zwei neuen Jugendspielerinnen sowie Neuzugang Annett Kannenberg, die früher gemeinsam mit Hädrich in der Thüringenliga aufschlug, mit dem Rest des Teams an der Feinabstimmung feilen können.

Immerhin müssen die Mühlhäuserinnen trotz Corona nicht befürchten, in personelle Probleme zu kommen. „Bei uns sind nach wie vor alle mit dabei, und der Zuwachs in der Jugend ist schon lange enorm. Wir mussten sogar einen Stopp verhängen, weil sich zu viele Mädchen und Jungen anmelden wollten. Das ist ein Traum“, sagt Hädrich.