Kommentar: Nackter Fußball zum Fürchten

Dirk Pille zum glanzlosen Sieg des FC Bayern.

Dirk Pille.

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Foto: Marco Kneise

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Langweiliger, emotionsloser, FC Bayern. Der nackte Fußball dieser Tage führt kategorisch vor, wozu die Fans in den Stadien gebraucht werden. Wie wichtig die Stimmung ist, damit nicht nur die blanke Qualität des Kaders über den Sieger entscheidet, wenn es keinen Heimvorteil mehr gibt – München Meister wird und Paderborn oder Union absteigen.

Mit 80.000 Kehlen im Rücken hätte Dortmund vielleicht eine Chance gehabt, das 0:1 noch zu drehen. So zeigten die Bayern, dass sie auch in dieser für sie schwierigen Saison den Tick besser sind als die Konkurrenz. Der achte nationale Titel in Folge steht zur Abholung bereit. Beeindruckend.

Sieben Punkte vor dem Zweitplatzierten bei sechs noch ausstehenden Spielen – noch nie hat ein Tabellenführer in der Bundesliga-Geschichte in dieser Situation einen so großen Vorsprung verspielt. Die Bayern können bei den folgenden „Trainingsspielen“ gegen Düsseldorf, Leverkusen, Mönchengladbach, Bremen, Freiburg und Wolfsburg nur noch stolpern, wenn sie ihren Beruf plötzlich nicht mehr ernst nehmen würden. Völlig unwahrscheinlich in München. Deshalb ist es Essig mit Spannung im Kampf um die Salatschüssel. Wie seit 2012! Den Bundesliga-Fan müssen die Duelle um den Europapokal und gegen den Abstieg bei Laune halten.

Aber, ob nun Fußball mit Olé-olé von den Rängen oder Kicken pur in der Grusel-Atmosphäre einer Geisterarena – die Bayern bleiben die Besten. Einfach zum Fürchten.

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