Nächstes Geisterspiel für VC Gotha

Gotha.  Der Thüringer Volleyball-Zweitbundesligist empfängt ohne Zuschauer den Tabellenvierten SV Schwaig.

Zweitbundesliigst VC Gotha, hier mit Patrick Kummer (links) und Spielertrainer Jonas Kronseder, steht gegen den SV Schwaig vor einer echten Nagelprobe - wenn nicht kurzfristig wieder etwas dazwischenkommt.

Zweitbundesliigst VC Gotha, hier mit Patrick Kummer (links) und Spielertrainer Jonas Kronseder, steht gegen den SV Schwaig vor einer echten Nagelprobe - wenn nicht kurzfristig wieder etwas dazwischenkommt.

Foto: Niklas Kubitz

Mit dem Tabellenvierten SV Schwaig erwarten die Blue Volleys Gotha in der 2. Bundesliga am Sonnabend ab 19 Uhr einen starken Gegner, der für eine echte Standortbestimmung bestens geeignet ist. Jeder Vorbericht in diesen ungewöhnlichen Zeiten steht unter dem Vorbehalt, dass das angekündigte Spiel ausfallen könnte. So geschehen auch am vergangenen Sonnabend als die Begegnung der Gothaer bei der TGM Mainz-Gonsenheim wegen eines positiv ausgefallenen Coronatests bei den Gastgebern verlegt werden musste.

Aufgrund mehrerer Spielverlegungen kommt die Tabelle der Staffel Süd zunehmend in Schräglage. Während Schwaig beispielsweise schon elf Begegnungen absolviert hat, stand der Gymnasiale Sportverein Ehrenberg (GSVE) Delitzsch erst sechsmal am Netz.

Für alle betroffenen Mannschaften und deren Trainer ist es keine leichte Situation. Auch Gothas Trainer Jonas Kronseder bedauert die besonderen Umstände, geht ansonsten aber gelassen damit um. „Natürlich geht der Wettkampfrhythmus in einer solchen Zwangspause etwas verloren. Schade, zumal wir davor gut in Form waren. Doch wir bereiten uns nun intensiv auf das Spiel gegen Schwaig vor und streben drei Punkte an“, gibt er die Richtung vor.

Die Mittelfranken aus dem Nürnberger Land gehören seit Jahren zu den Spitzenteams der Südstaffel in der 2. Bundesliga. Eine gesunde Mischung aus sehr erfahrenen Spielern, wie dem Ex-Gothaer Sven Kellermann, Außenangreifer Florian Tafelmayer oder dem kroatischen Zuspieler Nikola Scerbakov und und zunehmend auch nachdrängenden jüngeren Spielern. An der Seitenlinie wieder geführt von Trainerroutinier Milan Maric, der bei seinen Zwischenstationen in Coburg und Eltmann große Erfolge feierte.

Für beide Teams ein echter Gradmesser

In der laufenden Spielzeit sind allerdings auch die Schwaiger nicht vor Leistungsschwankungen gefeit. Ähnlich den Gothaern erfüllte man zwar seine Pflichtaufgaben gegen weiter unten stehende Vereine, musste sich aber den Spitzenteams aus Mimmenhausen, Karlsruhe und zuletzt Grafing geschlagen geben. Von daher ist das Spiel am Sonnabend für beide Kontrahenten auch ein Gradmesser dafür, ob man sich wirklich zu den Besten der Liga zählen kann.

Für die Hausherren gilt es deshalb mutig zu spielen, heißt konkret, druckvoll aufschlagen, schnell und variabel in Spielaufbau und Angriff zu agieren und die vorhandene Höhe des eigenen Blocks zur Geltung zu bringen. Leider wird auch diese interessante Partie auf Zuschauer in der Halle verzichten müssen. Doch im Livestream auf www.sporttotal.tv kann das Spiel wieder von den Volleyballanhängern verfolgt werden. Bei der der Livestream-Premiere in Gotha gegen den VC Dresden taten das zuletzt bereits über 500 User.