Ohrdrufer Zweitligakegler können Klasse durch Saisonabsage halten

Ohrdruf.  Deutscher Keglerbund Classic hat einen Drei-Stufen-Plan ins Leben gerufen. Plan C würde den Ohrdrufer Keglern helfen.

Silvan Meinunger wird den Ohrdrufer KSV nach der Saison unabhängig von der Ligazugehörigkeit verlassen. 

Silvan Meinunger wird den Ohrdrufer KSV nach der Saison unabhängig von der Ligazugehörigkeit verlassen. 

Foto: Ralph Frank

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Wie überall heißt es auch bei den Zweitliga-Keglern vom Ohrdrufer KSV abzuwarten. Die Zwangspause durch das Coronavirus lässt nicht nur die Bahnen, sondern auch das Spielgeschehen in der 2. Bundesliga Ost/Mitte 120 Wurf in der DKBC (Deutscher Keglerbund Classic) ruhen. Zwei Spieltage vor Ende wurde die Liga wie alle anderen auch ausgesetzt; wie es weitergeht, ist noch unklar.

Vorsorglich hatte der DKBC einen Drei-Stufen-Plan in Leben gerufen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Plan A sieht vor, dass die verbleibenden zwei Spiele am 9./10. sowie 16./17. Mai ausgetragen werden sollen. Mögliche Aufstiegsspiele wären für Ende Mai angedacht. Plan B sieht den 23./24. bzw. 30./31. Mai als Termine; Aufstiegsspiele fänden Mitte Juni statt.

Stichtag für die Kegel-Liga ist der 8. Mai

Erfolgt jedoch bis zum 8. Mai keine Erlaubnis seitens der Behörden, die Sportstätten wieder zu nutzen, tritt Plan C in Kraft. Dieser sieht vor, dass die Saison beendet wäre und das Tabellenbild nach dem 16. Spieltag final wäre. In diesem Fall wären die Ohrdrufer gerettet und für die neue 2. Bundesliga qualifiziert. Sie stehen zwar momentan auf Platz sechs, was den Abstieg bedeuten würde. Doch da die Thüringer aus Wernburg sowie Kaiserslautern in ihren Staffeln auf Platz eins stehen und direkt aufsteigen würden, wäre dieser Rang ausreichend.

„Ich glaube vielleicht zu zehn Prozent, dass die Ligen noch fortgeführt werden. Wirklich realistisch erscheint mir das nicht, denn man müsste ja den Spielern auch Zeit geben, wieder Training zu machen. Außerdem wurden alle Einzelmeisterschaften abgesagt“, meint Mannschaftsleiter Oliver Henke. Attraktiv für den Freistaat wäre natürlich Variante C. „Wernburg würde hochgehen, wir drinbleiben und der Thüringenmeister kann noch aufsteigen“, sagt Henke.

Meinunger verlässt KSV

Allerdings bleibt ihm und den Mitspielern vom KSV bisher nur der ungewisse Blick in die Zukunft. Rätselraten, wie es denn weitergehen könnte, möchte auch Henke nicht. Und so bleibt er lieber bei den Fakten. Diese sagen unter anderem, dass Silvan Meinunger die Ohrdrufer nach der Saison verlassen wird – unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Potenzielle Neuzugänge müssen sich bis zum 1. Juli bei ihrem Club abgemeldet haben, wenn sie nach Ohrdruf wechseln wollen. „Es ist so fifty-fifty. Meist gehen wir auf Leute zu und fragen, ob sie Lust auf 2. Bundesliga haben“, sagt Henke. Doch so einfach ist die Überzeugungsarbeit nicht. „Der Aufwand zur Thüringenliga ist schon größer. Da ist der gesamte Samstag gelaufen.“

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