Post Mühlhausen träumt vom Champions-League-Halbfinale

Mühlhausen.  Thüringer Tischtennis-Verein ist am Freitag im Viertelfinal-Rückspiel beim 1. FC Saarbrücken gefordert. Post verlor das Hinspiel 2:3.

Gemeinsam mit großen Zielen: Ovidiu Ionescu (links) und Lubomir Jancarik.

Gemeinsam mit großen Zielen: Ovidiu Ionescu (links) und Lubomir Jancarik.

Foto: CHRISTIAN HABEL

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Noch ist es recht ruhig beim Post Mühlhausen. Doch die Ruhe ist trügerisch, denn innerlich fiebert der Tischtennis-Bundesligist nach ein paar Tagen Pause auf zwei absolute Topduelle hin. Zunächst reisen die Thüringer ins Saarland zum 1. FC Saarbrücken, der am Freitag zum Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bittet (19 Uhr).

Zwei Tage später ist der Tabellenvierte SV Werder Bremen beim Fünften innerhalb der Liga am Kristanplatz zu Gast. Wenn Post das Spitzenspiel gewinnt, darf man sich noch berechtigte Chancen auf die Playoffs ausrechnen. Nach außen steht für Mühlhausen also viel auf dem Spiel. Verrückt machen wollen sich die Spieler und Verantwortlichen aber nicht. Die längere Pause in der Liga – zuletzt wurde am 12. Januar gespielt – nutzten die Akteure, um ihre Form in anderen Turnieren zu testen. Hier überzeugte etwa Steffen Mengel mit seinem Auftritt in Spanien. „Wie er gespielt hat, stellt mich zufrieden. Er hat starke Leute geschlagen“, sagt Trainer Erik Schreyer, der am Freitag neben Mengel auf Dauerbrenner Lubomir Jancarik und den zuletzt im Aufbautraining befindlichen Ovidiu Ionescu setzt. Daniel Habesohn kann wegen einer Sperre in der Königsklasse nicht mitwirken.

Die Ausgangslage ist nur scheinbar einfach. Post verlor das Hinspiel 2:3 und spielte in den Sätzen unglücklich, sodass wohl nur ein 3:1 oder 3:0 zum Weiterkommen reicht. Die Schwierigkeit besteht für Schreyer darin, die Aufstellung wieder bestmöglich zu treffen.

Diese war beim Hinspiel ideal, doch weiß man nicht, wie die Saarbrücker ihre Spieler postieren. „Das bereitet einem schon Kopfzerbrechen. Sie haben zwei absolute Topspieler, und es ist klar, dass der Chinese Shang Kun nicht wieder zwei Punkte machen darf“, sagt der 31-jährige Coach.

Selbstbewusstsein zieht der Trainer aus der guten Form seiner Spieler. „Kun hat bei uns teilweise über Niveau gespielt. Man hat letztes Jahr in Jekaterinburg gesehen, was wir für ein Spektakel spielen können. Wir bereiten uns gut vor und reisen mit breiter Brust an.“

Nicht einmal 48 Stunden später steht gegen Bremen erneut viel auf dem Spiel. Vier Punkte beträgt der Rückstand, bei einer Niederlage wäre der Playoff-Traum wohl vorbei.

„Das ist ein absolutes Finalspiel, aber auch wenn wir gewinnen, haben wir ja dann in den Folgewochen weitere Finalspiele“, sagt Schreyer, der die Herausforderung gerne annimmt. „Ich glaube, die Verfolgerrolle liegt uns mehr. Letztes Jahr ist uns hinten raus die Luft ausgegangen. Vielleicht könnte das bei Bremen auch so sein.“

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