Rot-Weiß-Stürmer Woiwod: “Ich hätte drei Tore schießen müssen“

Axel Lukacsek
| Lesedauer: 3 Minuten
Tom Woiwod (rechts) schießt gegen Rudolstadt in der 18. Minute den Ausgleich für den FC Rot-Weiß Erfurt.

Tom Woiwod (rechts) schießt gegen Rudolstadt in der 18. Minute den Ausgleich für den FC Rot-Weiß Erfurt.

Foto: Frank Steinhorst

Erfurt.  Der FC Rot-Weiß Erfurt hat trotz eines 1:1 in Rudolstadt die Tabellenführung in der Oberliga behauptet. Ein Spielerwechsel im Stammaufgebot führte diesmal nicht zum Erfolg.

Nur sehr kurz bedankten sich die Spieler bei den 400 mitgereisten Fans, dann schlichen sie eher still vom Rasen. „Klar, wir hätten gewinnen müssen. Das Ergebnis ist im ersten Moment enttäuschend“, sagte Tom Woiwod nach dem 1:1 (1:1) beim FC Einheit Rudolstadt. Mit dem zweiten Remis der Saison bleibt der FC Rot-Weiß Erfurt zwar ungeschlagener Tabellenführer der Fußball-Oberliga. Doch die klare Dominanz konnte der Spitzenreiter diesmal nicht in einen Sieg verwandeln.

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Selbstkritisch hinterfragte Angreifer Woiwod seine Leistung. „Das muss ich auch auf meine Kappe nehmen. Als Stürmer muss ich hier drei Tore schießen, dann gewinnen wir das Spiel“, sagte der 20-Jährige, der in der 18. Minute am schnellsten reagierte und aus elf Metern ins linke obere Eck seinen vierten Treffer im RWE-Trikot erzielte.

Zu diesem Zeitpunkt aber lagen die Erfurter bereits in Rückstand – wieder einmal. Wie schon gegen Grimma, Sandersdorf und Bischofswerda nutzte der Gegner frühzeitig eine Schaltpause in der Abwehrreihe des FC Rot-Weiß. Es waren gerade einmal 13 Minuten gespielt, als sich ein Rudolstädter Spieler auf ganz besondere Weise ins Rampenlicht rückte.

Benjamin Bahner, der schon beim 1:1 in der vergangenen Serie für seine Mannschaft gegen Erfurt getroffen hatte, war gerade erst eingewechselt worden. Mit der ersten Ballberührung beförderte er nach einem Eckball die Kugel per Kopf zur Führung über die Linie.

Die favorisierten Gäste schafften zwar kurze Zeit später den Ausgleich. Viele Dinge setzten die Spieler diesmal aber nicht um. Dabei stellte das Trainer-Trio um und brachte mit Ervin Catic einen zusätzlichen Offensivspieler von Beginn an. Dafür saß Sönke Schneider auf der Bank.

Die Bemühungen, damit den Druck auf den leidenschaftlich kämpfenden Gegner zu erhöhen, erfüllte sich nur zum Teil. „Uns sind zu viele Fehler im Passspiel unterlaufen. Wir waren nicht konzentriert genug“, sagte Trainer Manuel Rost später.

Erfurt agierte bis zum Schluss als spielbestimmende Mannschaft. „In den letzten 20 Minuten waren allerdings keine zwingenden Chancen mehr dabei“, sagte Rost. Zudem fehlte in der Schlussphase das hohe Tempo, um Rudolstadt aus den Angeln zu heben.

So aber blieben die Gastgeber auch in den letzten Minuten gefährlich und hätten mit etwas Glück sogar den Siegtreffer erzielen können. Torschütze Bahner jedoch, der erneut freistehend zum Kopfball kam, wuchtete in der 88. Minute die Kugel über den Erfurter Kasten.

Trainer Rost nahm dennoch das Positive mit: „Wir hatten keinen guten Tag, aber trotzdem auswärts einen Punkt mitgenommen.“

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