RWE-Torschütze Artur Mergel: „Tore widme ich meinem verstorbenen Opa“

Artur Mergel traf im Heimspiel gegen den FC An der Fahner Höhe beim 3:0-Sieg doppelt. Wir sprachen mit ihm nach der Partie.

Artur Mergel wird von Andreij Startsev getragen.

Artur Mergel wird von Andreij Startsev getragen.

Foto: Sascha Fromm

Fünfter Sieg in Folge, Tabellenplatz zwei. Wie fühlt sich das an?
Wir arbeiten jede Woche hart für den Erfolg. Wichtig ist, dass wir dran bleiben und uns weiterentwickeln. Wenn uns das gelingt, werden wir auch weiter erfolgreich sein.

Zufrieden mit der Leistung?
In der zweiten Halbzeit weniger. Da hat uns in manchen Phasen die Klarheit gefehlt. Dadurch sind wir in Bedrängnis gekommen. Uns dürfen so blöde Ballverluste einfach nicht passieren. Zum Glück standen wir hinten wieder sicher.

Ihre beiden Tore fielen durch Konter. War diese Taktik gewollt? Nein, wir hatten eine ganz andere Spielidee. Aber so ist Fußball. Wir haben das Tempo vorn und nehmen die Kontertore gern mit.

Ihr Jubel fiel vor allem beim 2:0 überschwänglich aus. War er jemand Besonderem gewidmet?

Eigentlich will ich gar nicht darüber reden. Aber gut, diese Woche war hart für mich und meine ganze Familie. Leider ist mein Opa verstorben. Aber ich weiß, er hätte gewollt, dass ich auflaufe und sich über die zwei Treffer sehr gefreut. Deshalb widme ich sie ihm.

Rot-Weiß eilt von Sieg zu Sieg. Wo kann es noch hingehen?
Das brauchen wir gar nicht zu thematisieren. Wenn wir in jedem Spiel unsere Leistung abrufen, bleiben wir auch oben dran.

Rot-Weiß Erfurt gegen Fahner Höhe: Wie ein Klassentreffen

Ex-RWE-Kapitän Kaffenberger sitzt nun auf der Trainerbank

Im Mai musste Marcel Kaffenberger schweren Herzens seine Karriere als Fußballer beenden. Nun ist er auf dem Platz zurück – als Co-Trainer. Der einstige Kapitän des FC Rot-Weiß Erfurt arbeitet inzwischen für den FC Eddersheim. „Ich habe zwar noch keinen Übungsleiterschein, aber mir macht die Aufgabe viel Spaß. Und ich habe ja immer gesagt, dass ich auch nach meiner aktiven Zeit dem Fußball treu bleiben will“, so der 26-Jährige, für den sich sozusagen ein Kreis schließt. Denn beim Hessenligisten begann er als Fünfjähriger mit dem Fußballspielen, bevor er später unter anderem zu Eintracht Frankfurt und später zum FSV Mainz 05 wechselte.

Seine Zeit in Erfurt war jedoch meist von Rückschlägen geprägt. Im Januar 2018 wechselte er zum FC Rot-Weiß. Aber ein Meniskusriss nur sieben Monate später, eine Operation am Sprunggelenk sowie im September 2019 ein Eingriff an der Achillessehne leitete sein Karriereende ein, das er schließlich im Mai verkünden musste.

Jener Schritt war jedoch unausweichlich. Seine Profikarriere mit drei Zweitliga-Einsätzen hat Spuren hinterlassen. „Noch immer habe ich manchmal extreme Schmerzen“, sagt Kaffenberger, der nun seit Sommer beim Vorjahresdritten der Hessenliga die andere Seite der Fußballwelt kennenlernt. Ein Wiedersehen mit Rot-Weiß hält er nicht für ausgeschlossen: „Ein Freundschaftsspiel beider Mannschaften könnte ich mir gut vorstellen.“